Was unterscheidet Sydney von seinem Rivalen Melbourne? Richtig! Die tollen Strände! Gerade im Sommer ist es ein großer Vorteil von Sydney, dass man hier prima schwimmen gehen kann.
Auch wenn es weit mehr als 100 Strände in Sydney gibt, ist aber nicht jeder gleich gut zum Schwimmen geeignet. Strömungen, Haie und hohe Wellen können das Schwimmen in Sydney zu einer echten Herausforderung werden lassen. Welche Strände in Sydney eignen sich also tatsächlich zum Schwimmen?
Inhalt
Die besten Strände zum Schwimmen in Sydney
Als jemand, der 13 Jahre lang die Strände von Sydney nutzen durfte, möchte ich euch ein paar Empfehlungen mit an die Hand geben, damit ihr euch ein schönes Plätzchen für euren Strandurlaub in Sydney aussuchen könnt! Ganz unten gebe ich auch noch ein paar Tipps fürs sichere Schwimmen im wilden Pazifik.
Bondi Beach
Nicht nur bekannt als der Strand von Sydney aus dem Kreuzworträtsel, sondern gleichzeitig auch ein Mekka für die Backpacker und Studenten dieser Welt, ist Bondi sicherlich nicht der schönste Strand von Sydney, aber dafür mit Abstand der bekannteste. Das liegt vor allem daran, dass man Bondi Beach vom CBD (also von der Innenstadt) aus per Bus 333 relativ schnell und bequem erreichen kann. Der Strand ist groß und breit und wird patroulliert. Die Pubs in der Umgebung haben sich auf das funliebende Klientel spezialisiert und bieten Bier mit Ausblick und relativ preiswertes Fast-Food.

Clovelly Beach ist eine tiefe Bucht, die auf beiden Seiten von Betonterrassen gesäumt ist. Hier ist das Wasser besonders ruhig, perfekt zum Schwimmen.
Clovelly Beach
Der Charme von Clovelly Beach erschließt sich den meisten Besuchern oftmals nicht auf Anhieb, denn die breiten Betonterrassen auf beiden Seiten der tiefen Bucht sind schon mehr als auffällig. Doch wenn man mal vom grauen Beton absieht, ist dies eine ausgezeichnete Stelle zum Schwimmen, denn die Bucht ist nicht nur ein schmaler Einschnitt in die Landschaft, sondern auch sehr gut vor Wellengang geschützt. Wer also nicht so auf Sand steht und wirklich gern Baden geht, der wird Clovelly lieben.
Coogee Beach
Coogee Beach ist so hip wie Bondi Beach, sieht auch so ähnlich aus, ist aber weniger bei Touristen bekannt. Die vorgelagerte Wedding Cake Island sorgt dabei für einen herrlichen Ausblick. Coogee ist gut versorgt mit Kneipen und Restaurants, allen voran wohl das Coogee Pavilion mit seinen leckeren Pizzen und der coolen Dachterrasse. Von Dolphins Point aus hast du einen tollen Blick über die Küste, und an guten Tagen siehst du hier sogar den ein oder anderen Delfin. Picknickbereiche, Toiletten und ein Rockpool runden das Erlebnis ab.

Tamarama Beach ist ein guter Ausweich-Strand für all jene, denen es auf Bondi Beach zu wild zugeht. Das Rettungsschwimmerhäuschen im Vintage-Stil ist Kult.
Tamarama Beach
Südlich von Bondi Beach findest du den wunderschönen Tamarama Beach eine enge, aber tiefe Bucht umgeben von hohen Steilklippen. Tamarama Beach ist patroulliert und wird besonders von Locals besucht, die den Wahnsinn am Bondi Beach entkommen möchten. Ein Cafe bietet Erfrischungen mit Meerblick, und im hinteren Bereich des Strandes ist ein Park mit Grillplätzen und schattigem Kinderspielplatz. Du erreichst den Strand über den herrlichen Küstenwanderweg, der Bondi Beach mit Coogee Beach verbindet.
Manly Beach
Der Badevorort Manly hat gleich mehrere Strände, aus denen man wählen kann, doch der bekannteste ist Manly Beach. Einer meiner persönlichen Lieblinge, vielleicht, weil er viele Jahre direkt vor meiner Haustür war, ist dieser breite Pazifikstrand auf jeden Fall einer der schönsten in ganz Sydney. Auch wenn es sich hier um einen Pazifikstrand handelt, so ist das Baden auch für ungeübte Schwimmer möglich, denn an den meisten Tagen ist das Wasser schön seicht. Manly hat eine ausgezeichnete Infrastruktur mit vielen guten Restaurants, Kneipen und Hotels. Kleiner Tipp: Shelly Beach ist ein ruhigerer Strand, den man gut zu Fuß erreichen kann.

Long Reef Beach bei Dee Why war unser liebster Strand in Sydney, denn hier konnte man ruhige Stunden hinter Dünen verbringen und sich in der tosenden Brandung wunderbar erfrischen.
Dee Why Beach
Dee Why Beach ist so ein bisschen wie der kleine Bruder wie Manly Beach. Nicht, weil der Strand wesentlich kleiner wäre, aber da es keine Direktverbindung per Fähre von der Innenstadt gibt, ist der Strand selbst im Sommer weniger überlaufen. Dee Why ist ein netter kleiner Vorort mit Restaurants und Bars, einem großen Spielplatz und einem Rockpool. Leider wird Dee Why öfters „Opfer“ eines Seegrass-Schwemmangriffs, was das Schwimmen ziemlich unmöglich macht, zumindest am südlichen Ende. Ganz anders aber das Bild, wenn man den Strand nach Norden läuft, zu unserem absoluten Lieblingsstrand von ganz Sydney, Long Reef Beach.
Schöne einsame Strände in Sydney
Bei über 100 Stränden in Sydney gibt es natürlich auch so einige Strände, die selbst im Hochsommer menschenleer sind. Nicht immer sind sie leicht zu erreichen. Da diese Strände nicht patroulliert sind, sollte man sich genau überlegen, ob man an diesen menschenleeren Stränden ins Wasser gehen möchte.
Marley Beach
Da Marley Beach mitten im Royal National Park liegt, ist er völlig unberührt und unbeschreiblich schön. Das Schwimmen am Marley Beach ist wegen der extrem starken Strömungen nicht anzuraten, aber glücklicherweise gibt es hier ein großes Feld aus Sanddünen, zwischen denen sich immer wieder natürliche Schwimmstellen bilden. Du erreichst den Strand zum Beispiel mit der Coogee-Bundeena-Fähre, dann weiter zu Fuß auf dem Coastal Walk. Es sind auch Parkplätze vorhanden.

Auch wenn Collins Beach an ein Wohngebiet in Manly grenzt, ist er doch herrlich abgeschieden und kommt sogar mit einem kleinen verträumten Wasserfall.
Collins Flat Beach
Mein persönlicher kleiner Geheimtipp ist Collins Flat Beach in Manly, wo ich sechs Jahre lang gewohnt habe. Der Strand ist recht einfach zu erreichen, wenn man weiß, wo man gucken muss. Am Ende einer Wohnstraße führen Stufen in die unberührte Bucht. Collins Beach ist ein Hafenstrand, das heißt, hier gibt es keine tosende Brandung, sondern viel Stille und der betörende Duft von Austern. Im hinteren Teil des Strandes gibt es einen kleinen Wasserfall, der sich quer über den Strand ins Meer ergießt.
Bungan Beach
Bungan Beach ist ein nur Einheimischen bekannter Strand an den Northern Beaches. Auch wenn ein Bus in diese Richtung fährt, ist es schon besser, wenn man mit einem Auto hier her fahren kann. Bungan Beach befindet sich am Fuße hoher Steilklippen, die von den Wohnhäusern der Sydneysider gekrönt sind. Eine Treppe führt nach unten. Das Schwimmen ist nicht zu empfehlen, denn die Wellen treffen hier ungebremst auf den Strand, aber manchmal bilden sich seichte natürliche Pools, in denen kleine Kinder unbedarft planschen können.
Quarantine Beach
Quarantine Beach ist ein kleines Stückchen Sandstrand auf dem Gelände der ehemaligen Quarantänestation. Heute wird der Bereich von einem Luxushotel genutzt, doch er ist auch frei zugänglich und selten überfüllt. Am besten erreicht man ihn mit der Fähre oder per Kanu, das man in Manly neben dem Wharf anmieten kann. Das zum Hotel gehörige Restaurant im Boilerhouse ist exzellent. Sehenswert auch die Sandsteinklippen wenige Schritte landeinwärts, wo die Besatzungen der Quarantäne-Schiffe ihre Namen in den weichen Stein gekratzt haben.
The Basin Beach
Basin Beach liegt mitten im Ku-Ring-Gai-Chase Nationalpark im Norden von Sydney. Am besten erreichst du ihn aber per Fähre vom Wasser kommend, nämlich von Palm Beach auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht aus. Basin Beach ist völlig ursprünglich und bietet keine besonderen Einrichtungen außer einen sehr zweckmäßigen Campingplatz. Die Campingstellen sind meist über Monate hinweg ausgebucht und sehr gefragt, denn hier kann man wirklich noch in totaler Abgeschiedenheit und mitten in der Natur am Morgen aufwachen. Doch auch als Tagesbesucher kann man The Basin Beach besuchen und dann mit einer späteren Fähre wieder weiterfahren.

Rockpools sind eine praktische Einrichtung, die typisch für Sydney ist. Hier kann man gefahrlos und von Strömungen unbeeinträchtigt schwimmen.
Rockpools in Sydney
Da Schwimmen in Australien Nationalsport ist, haben sich die Einheimischen schon früh die natürlichen Bedingungen zunutze gemacht und an vielen Stränden so genannte Rockpools errichtet. Das sind künstliche Becken zum Schwimmen, meist aus Beton und den vorhandenen Felsen gebildet, und automatisch von der Brandung gereinigt. Hier können die Strandbesucher von gefährlichen Tieren unbehelligt und ohne nervige Wellen oder Strömungen ihre Bahnen ziehen.
Der bekannteste ist der Rockpool von Bondi Beach, der ja ein beliebtes Postkartenmotiv ist. Aber auch viele andere Strände in Sydney haben einen Rockpool, zum Beispiel die Strände Clovelly Beach, Bronte Beach, Queenscliff Beach, Freshwater Beach, Dee Why Beach und Narrabeen Beach. In der Regel sind diese Rockpools kostenfrei und haben rudimentäre Umkleidekabinen und Süßwasserduschen.
Hafenstrände in Sydney
Wer nicht so auf Wellen und Strömungen steht, der ist an einem der vielen Hafenstrände in Sydney gut aufgehoben. Meist sind diese Strände rund um den Naturhafen familienfreundlich konzipiert, mit Spielplätzen, eingezäunten Schwimmbereichen, schattigen Picknickplätzen, Parkplätzen, Cafes, Grills und öffentlichen Toiletten.
Zu meinen persönlichen Favoriten zählen zum Beispiel Little Manly Beach, Manly Wharf Beach, Forty Baskets Beach, Clontarf Beach, Balmoral Beach, Shark Beach und Watsons Bay.
Allgemeine Tipps zum Schwimmen in Sydney
Lasst mich mit den guten Neuigkeiten anfangen: In Sydney gibt es keine tödlichen Quallen und auch keine Salzwasser-Krokodile. Dafür gibt es aber einige andere Gefahren am Strand, über die man sich beim Schwimmen in Sydney bewusst sein muss. Denn das Schwimmen in Sydney gestaltet sich durch den gewaltigen Pazifik ein wenig anders als das Schwimmen im Mittelmeer. Wer ein unsicherer Schwimmer ist, der sollte sich lieber einen der vielen Strände im Naturhafen von Sydney aussuchen, denn hier herrschen ruhige Verhältnisse ohne hohe Wellen, Strömungen oder wandernde Sandbänke.
Gefährliche Strömungen
Die meisten Badeunfälle passieren in Sydney nicht aufgrund von gefährlichen Tieren, sondern wegen der starken Strömungen. Ein Local wird mit einem kurzen Blick aufs Wasser höchstwahrscheinlich schnell erkennen, an welchem Strandabschnitt man sicher ins Wasser gehen kann, aber Touristen erschließen sich die Strömungsverhältnisse nicht so einfach. Kurz gesprochen gibt es an jedem der Pazifikstrände Bereiche, wo die Strömungen Schwimmer nach draußen ziehen, und Bereiche wo das Wasser den Schwimmer wieder an Land drückt. Ersteres ist gut für Surfer, und diese Bereiche markieren die Rettungsschwimmer mit einem Surfbrett auf dem Sand.
Die Bereiche, die zum Schwimmen geeignet sind, werden durch Flaggen von den Rettungsschwimmern markiert. Diese Bereiche können sich im Laufe des Tages ändern, und man kann auch hier von den Strömungen seitwärts geschoben werden. Deshalb sollte man immer einen Blick auf die Fähnchen haben und auf die Anweisungen der Rettungsschwimmer achten. Das Gute daran ist aber, dass sich Schwimmer und Surfer so niemals in die Quere kommen werden.

Die Pazifikstrände so wie Coogee Beach (im Bild) haben einiges an Gefahrenpotenzial: Haie, Strömungen, Taschendiebe… doch die Tipps in diesem Artikel helfen dir, deine Zeit an den Stränden von Sydney zu genießen.
Wandernde Sandbänke
Spezielle Strömungsbedingungen sorgen manchmal dafür, dass sich gefährliche Sandbänke bilden, die recht schnell auch wieder verschwinden können. So kann es sein, dass man in einem Moment noch problemlos in der Brandung stehen kann, dann aber auf einmal den Boden unter den Füßen verliert. Das ist ok, wenn man sich auch so in der tosenden Brandung mit dem Kopf über Wasser halten kann. Wen aber der plötzlich fehlende Halt überrascht, der wird sich im tiefen Wasser unweigerlich ungewollt in Gefahr begeben. Vorsicht also!
Haie
Haie sind ein völlig normales Phänomen in Sydney und gehören zu einem Strandbesuch ganz einfach dazu. Schließlich ist die Küste vor Sydney ihr Wohngebiet und wir Menschen kommen nur zu Besuch. Haiangriffe in Sydney sind allerdings extrem selten. Meist trifft es unbedarfte Surfer außerhalb der Stadt, die an unpatroullierten Stränden surfen. Die Rettungsschwimmer in Sydney überwachen aus der Luft, per Boot und vom Strand aus die Strände und tuten bei heranrückenden Haien eine laute Tute, so dass alle Schwimmer und Surfer das Wasser rechtzeitig verlassen können. Außerdem gibt es unter Wasser Hainetze, die zwar nicht immer funktionieren, aber trotzdem eine große Hilfe sind. Haie kommen auch im Naturhafen von Sydney vor, weshalb es anzuraten ist, innerhalb der eingezäunten Bereiche zu schwimmen.
Portugiesische Galeeren (Bluebottles)
Die Portugiesische Galeere ist eine Quallenart, die angespült wie ein kleines blaues Kondom aussehen. Im Englischen heißen sie wegen ihrer blauen Farbe auch Bluebottles. Da sie nicht eigenständig schwimmen können, werden sie bei ungünstiger Strömung an die Strände von Sydney angespült, oftmals in großen Schwärmen. Wenn dies passiert, sieht man die kleinen Tiere meist schon am Strand liegen, und die Rettungsschwimmer stellen Warnschilder auf. Auch wenn die Berührung mit den Tentakeln nicht tödlich ist, so ist sie doch äußerst schmerzhaft, vergleichbar mit einem Wespenstich. Wenn dich eine Bluebottle erwischt, kann du eigentlich auch nicht viel tun, außer die Stelle mit Frischwasser zu kühlen und abzuwarten.
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Sonne
Die Sonne in Sydney darfst du auf keinen Fall unterschätzen. Ohne ausreichend Schutz kannst du dir in Nullkommanix einen bösen Sonnenbrand oder auch einen Sonnenstich zuziehen. Nur wenige Strände in Sydney haben natürlichen Schatten. Ein Sonnenschirmverleih ist unbekannt. Deshalb lohnt bei längerem Aufenthalt die Investition in einen eigenen kleinen Schirm oder auch eine Strandmuschel, z.B. von Kmart, Target, Big W oder vielleicht auch Decathlon. Ansonsten gilt: Immer wieder eincremen, Mütze tragen, gut bedecken, und eher am Nachmittag schwimmen gehen als am Mittag. Sollte es dich dann doch böse erwischen, empfehle ich ein kühlendes Aloe-Vera-Gel aus der Apotheke oder dem Supermarkt.
Taschendiebe
Wo viele Touristen sind, da sind auch immer wieder Verbrecher. Gerade Bondi Beach ist ein Hot-Spot für Taschendiebe, die nur darauf warten, dass man unachtsam wird oder seine Wertsachen zum Schwimmengehen am Strand zurücklässt. Auch wenn die Rettungsschwimmer versuchen, für die Sicherheit auch am Strand zu sorgen, so ist die Jagd nach Taschendieben nicht ihre Hauptaufgabe. Deshalb unbedingt mit Vorsicht agieren und die Wertsachen in der Unterkunft lassen. Weniger Probleme bekommst du an Stränden, wo sich weniger Touristen aufhalten, also suche die einen schönen Platz dort, wo die Einheimischen schwimmen gehen.
Surfen
Wer in Sydney surfen lernen will, der kann sich bei einer der zahlreichen Surfschulen anmelden. Die Kurse erklären in wenigen Stunden die Grundlagen des Surfens und helfen einem, sich auf dem Brett stehend in den Wellen zu orientieren. Surfschulen findest du zum Beispiel in Manly oder Bondi.
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Ich hoffe, dieser Insider-Tipps zu Sydneys Stränden haben dir ein wenig bei der Orientierung geholfen! Viel Spaß im Wasser!
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