Samoa ist wie eine Perle unter den Südpazifik-Reisezielen. Jede Nation hat da so ihre Besonderheiten, aber Samoa ist etwas ganz Eigenes. Sind es die freundlichen Menschen, die immer ein Lächeln auf den Lippen zu haben scheinen? Die duftenden Gärten, die mit einer unglaublichen Farbenpracht bezaubern? Die kleinen Dörfer, in denen Gemeinschaft noch groß geschrieben wird? Oder vielleicht die vielen Naturwunder, die man hier allerorten findet?
Wenn am Abend die Palmen nur noch als Schattenschnitt vor dem Horizont erscheinen und die Stimmen der Samoaner in wiegenden Melodien sich erheben, dann weiß man, dass man wirklich im Paradies angekommen ist.
Auch wenn Samoa nicht mal so „um die Ecke“ liegt, es ist ein fantastisches Reiseziel für Familien. Wir haben uns hier pudelwohl gefühlt und würden es immer wieder weiterempfehlen. Vergesst Fidschi! In Samoa zählen noch traditionelle Werte. Hier wurde noch nicht alles vom Tourismus verdorben.
Neben den üblichen Attraktionen, die man von einem Südsee-Paradies erwartet, kann man auch kleine Abenteuer auf Samoa erleben. Nicht nur Sand, Sonne und Meer zählen zu Samoas Hauptattraktionen, sondern auch tolle Fischgründe, Surfbuchten, interessante Bauwerke, Museen und kleine Naturwunder.
Hier sind unsere persönlichen Highlights:
Ozeangraben von To Sua
Kennt ihr das, wenn ihr ein Bild von einer Destination seht und sofort denkt, da muss ich hin? Als wir To Sua zum ersten Mal erblickten, auf dem Bildschirm einer Kollegin auf der Arbeit, da wussten wir, dass Samoa unser nächstes Reiseziel sein würde.
To Sua bedeutet „Tiefes Loch“. Es befindet sich nur wenige Schritte von der Küste entfernt und hat vulkanischen Ursprung. Bis man unten auf Wasser stößt, muss man 30 Meter eine glitschige Leiter hinabsteigen. Das Wasser ist übrigens Meerwasser und wird permanent vom benachbarten Ozean unterirdisch gespeist. Das heißt, dass man die Gezeiten in diesem Loch ganz stark fühlen kann.
Schnorcheln war zwar nicht so besonders gut in To Sua, aber man kann prima ins Wasser springen und einfach das natürliche Wellenbad genießen. Kinderfreundlich, wenn die Kinder sich die Leiter hinuntertrauen. Ab dann kann man sich prima an einem Seil festhalten, das quer durch das Loch von Wand zu Wand gezogen wurde. Ein magisches Erlebnis!
Robert Louis Stevenson Museum
Kennt ihr das Kinderbuch Die Schatzinsel? Der Autor dieses Buchs war ein Schotte namens Robert Louis Stevenson. In Samoa kannte man ihn besser unter dem Namen „Tutsitala“, was soviel wie „Geschichtenerzähler“ bedeutet.
Stevenson war ein kränklicher Mann, der zeit seines Lebens mit einem Lungenleiden zu kämpfen hatte. Da kam ihm das warme und tropische Klima von Samoa ganz recht. Er verließ sein Heimatland Schottland zusammen mit seiner amerikanischen Frau und siedelte sich in der Samoanischen Hauptstadt Apia an.
Sein Wohnhaus Villa Vailima ist heute ein Museum, das man mit Kindern prima erkunden kann. Nicht nur ist die Schreibstube des Schriftstellers zugänglich, sondern auch alle Schlafzimmer, das Krankenzimmer und das weitläufige Wohnzimmer. Vollgestopft mit Funden aus aller Welt, und doch mit einem tropischen Feel, ist dieses Haus schon einen Besuch wert.
Stevenson war mit der Königsfamilie befreundet und rege an politischen Diskussionen mit der Elite beteiligt. Als er mit nur 44 Jahren verstarb, trauerte eine ganze Nation.
Schnorcheln in Palolo Tiefsee-Reservat
Wir haben schon an vielen illustren Orten geschnorchelt, aber die Fischgründe in Palolo im Norden der Hauptinsel Upolu waren absolut faszinierend. Als Schnorchler muss man hier schon ein guter Schwimmer sein oder sich eine Schwimmhilfe mitnehmen, denn zunächst einmal muss man ganz schön weit aufs Riff hinausschwimmen, ganze 100 Meter.
Doch dann erwartet einen ein unvergessliches Erlebnis. Das Riff bildet hier eine große Steilwand rund um ein tiefes Loch herum, wie ein vertikaler Unterwassergarten. So viele Fische, wie wir hier gesehen haben – farbenfroh und von winzig klein bis unterarmlang – haben wir sonst noch nirgendwo gesehen.
Wie bei fast allen Stränden auf Samoa muss man den Besitzern für den Zugang einen kleinen Eintritt zahlen. Keine Sorge, es kostet nicht die Welt, und die Leute vor Ort können das Geld gut gebrauchen.
Bahai’i Tempel und Garten
Auch wer wie wir mit Religion nichts am Hut hat kann Schönheit in diesem faszinierenden Bauwerk finden. Die Bahai’i Religion ist eine friedliebende, nicht missionierende Religion, die sich mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet hat. Die Idee dahinter ist ein wenig schwierig zu erklären, aber es werden im Prinzip die Wahrheiten aller Weltreligionen miteinander verbunden und so Werte wie Gleichheit, Einigkeit und Toleranz vermittelt.
Bahai’i Tempel gibt es nur an ganz ausgewählten Orten auf der Welt (unter anderem befindet sich einer in Frankfurt am Main), aber in der Hauptstadt von Samoa, Apia, könnt ihr zufällig auch einen finden.
Der Eintritt ist kostenlos und bietet euch den Zugang zu einem wunderschönen Bauwerk, das von einem wunderschönen tropischen Garten voller Orchideen umgeben ist. Im Inneren und auch außen kann man dabei viele Prinzipien der Bahai’i Baukunst erkennen, die sich überall auf der Welt wiederfinden, z.B. die symbolische Verwendung bestimmter geometrischer Muster.
Unterkunftsempfehlung für Familienurlaub in Samoa
Wir sind übrigens im Süden der Insel Upolu im Familienresort Saletoga Sands untergekommen. Das Resort befindet sich direkt am Strand, der von einem Riff geschützt wird, und kommt mit einem schönen Pool mit Pool-Bar und einem Restaurant daher. Der Kinderclub wird eher spontan geregelt und ist sehr auf Inselaktivitäten in der Umgebung eingestellt.
Unsere Villa hatte zwei Schlafzimmer, Klimaanlage, Fernseher, Bad und sogar eine Außendusche. Dank der tollen Ausflugsprogramms konnten wir viel erleben und mehr von der Insel sehen als nur das Resort. Eine freundliche Atmosphäre, gute Laune und viel Ruhe machten Saletoga Sands für uns zur perfekten Wahl.
Übrigens kann man sich hier auch ganz toll das Ja-Wort geben. Den Steg im Bild oben kann man dabei als passende Location für eine Traumhochzeit unter Palmen auswählen.
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Lust auf mehr Inselträume? Dieser Artikel entstand im Rahmen der Blogparade Trauminseln und Inselträume. Schaut doch mal hier vorbei, um euch weiter inspirieren zu lassen!







6 Kommentare
Liebe Mini-Globetrotter,
Danke für diesen schönen Beitrag zu meiner Blogparade. Samoa scheint ja wirklich eine richtig gute Insel für Familienurlaub zu sein! Und To Sau ist sooooo schön, dass ich am liebsten auch sofort hinmöchte 🙂
Liebe Grüße
Angela
[…] Samoa bei den Mini Globetrottern: miniglobetrotter.de/wo-inseltraeume-wahr-werden-s… […]
[…] schon eine stattliche Anzahl an Trauminseln zusammengekommen, von den Azoren über die Malediven, Samoa und die kolumbische Karibik-Insel Mucura. Mein persönlicher Favorit: die Isles of Scilly vor der […]
Toller Bericht! Da bekommt man richtig Lust auf Sonne und Meer 🙂
Ja, nicht wahr, liebe Alexa? Samoa ist eines unserer Lieblingsziele… Danke für deinen Kommentar!
[…] „Vergesst Fidschi! In Samoa zählen noch traditionelle Werte. Hier wurde noch nicht alles vom Tourismus verdorben“, meint Silke von den Miniglobetrottern. Ein Foto von To Sua – dem „Tiefen Loch“ hat die reiselustige Familie mit Homebase in Australien nach Samoa gelockt. Mir ging es wie den Miniglobetrottern als ich das Bild von To Sua gesehen habe: Ich will dahin! https://miniglobetrotter.de/wo-inseltraeume-wahr-werden-samoa/ […]