Warum Kreuzfahrten perfekt sind für Familien – unsere Erfahrungen

Warum Kreuzfahrten perfekt sind für Familien

Wir geben es ganz offen zu – wir lieben Kreuzfahrten, denn sie sind in den meisten Fällen super familienfreundlich!

Aber am Anfang waren wir natürlich skeptisch. Wenn man sich für eine Kreuzfahrt entscheidet, dann ist man quasi für den gesamten Zeitraum gefangen.

Unsere Fragen waren die: Was, wenn wir das Schiff nicht mögen? Was, wenn es überall Wartezeiten und Schlangen gibt? Kann einem da nicht sehr langweilig werden? Und was, wenn das Essen nicht schmeckt? Was passiert an Bord eigentlich mit den Kindern? Und und und.

In diesem Artikel wollen wir all diese Fragen klären und mehr.

Ist eine Kreuzfahrt wirklich für mich?

KREUZFAHRTENFür rastlose Seelen wie uns war diese Art der Verpflichtung ein großer Schritt. Wenn man ein Hotel nicht mag, dann kann man sich zur Not ein neues suchen. Stimmt die Qualität in einem Restaurant nicht, dann isst man halt woanders. Passen einem die Leute nicht, kann man in einem Ferienort immer ausweichen.

Doch ein Schiff, das bietet nur begrenzt Platz und Raum und Ausweichmöglichkeiten. Letztlich ließen wir uns von Freunden dazu verführen, von Sydney aus eine Südseekreuzfahrt nach Fidschi und Neukaledonien zu unternehmen. Und siehe da – es war die beste Idee seit langem!

Seit dem ersten Mal waren wir noch drei weitere Male mit dem Kreuzfahrtschiff unterwegs. Einmal noch mal im Südpazifik und zweimal im Mittelmeer.

Dabei haben wir uns an Bord der Schiffe des Anbieters Celebrity ganz besonders wohl gefühlt. Vielleicht nicht die erste Wahl für deutsche Reisende, denn die Schiffssprache ist überwiegend Englisch und die Passagierliste eine bunte Mischung aus Amerikanern und Europäern. Aber Service und Angebot waren für uns mehr als akzeptabel.

Die Vorurteile – Die häufigsten Fragen vorweg beantwortet

Wer so wie wir in den 80ern aufgewachsen ist, der wird sicherlich vertraut sein mit Fernsehsendungen wie Love Boat und Das Traumschiff (letzteres ist ja immer noch auf dem Flimmerkasten unterwegs). So hat man natürlich schon so einige Vorstellungen im Kopf, wie eine Kreuzfahrt wahrscheinlich ablaufen sollte. Hinzu kommen noch die Geschichten aus den Medien und den Boulevardmagazinen.

Aber wie läuft so eine Kreuzfahrt denn nun wirklich ab?

Gibt es wirklich nur Rentner an Bord, oder Partyleute? Antwort: Nein.

Ist das Essen wirklich nur Massenverköstigung, und sind sowieso alle nur an Bord um zu saufen? Antwort: Ganz und gar nicht, und Säufer gibt es überall auf der Welt. Heißt nicht, dass man mit ihnen abhängen muss.

Ist ein Landgang wirklich nur eine heranrollende Welle von ignoranten Massentouristen, die am Abend wieder genauso schnell aus dem Ort verschwunden sind wie sie gekommen sind? Antwort: Es gibt wie immer solche und solche.

Kann man an einem Tag überhaupt etwas von einer Destination sehen oder etwas Gutes erleben? Antwort: Mit der richtigen Planung, absolut!

Und wie geht es eigentlich den Kindern dabei? Antwort: Die haben eine Menge Spaß!

Davon mal abgesehen – Kreuzfahrten sind doch viel zu teuer und zu luxuriös. Das können sich doch nur die Touristen mit dem entsprechenden Geldbeutel leisten, oder? Antwort: Nicht unbedingt.

Und seekrank wird man sicher auch noch, oder? Antwort: Meistens nicht.

Die Realität

Die Wahrheit ist viel schöner, als wir uns jemals hätten ausmalen können.

Für uns sind Kreuzfahrtschiffe die perfekte Mischung aus Action und Erholung, familienfreundlich und leicht verdaulich zu einem netten Paket verschnürt.

Neben Sydney gibt es noch viele weitere Häfen, die regelmäßig von Kreuzfahrtschiffen angelaufen werden

Dabei ist das beste von beiden Welten mit dabei.

An Seetagen kann man sich entspannen und es sich gutgehen lassen. Das Angebot ist vielfältig, von Fitness und Wellness zu Erholung und Entspannung. Von Vorlesungen zu Spieleabenden, Verkaufsveranstaltungen, und Schiffsführungen – es gibt immer was zu tun. Natürlich gibt es auch an Bord immer ein Kasino sowie eine Vielzahl an Bars, Cafes und Restaurants.

Und an Landtagen, da kann man eine neue Kultur auf vielfältigste Art und Weise für sich entdecken. Allein oder in der Gruppe, sportlich oder kulinarisch, auf bekannten Pfaden und ganz weit ab vom Schuss.

Die Verköstigung an Bord

Ganz besonders die Restaurants sind meist die Reise wert. Unsere Vorstellung von Kreuzfahrtschiffen war immer die, dass das Essen nur eine Massenabfertigung sein kann. Man denke nur mal an die logistischen Probleme dieses Unterfangens. In Wahrheit jedoch ist das Essen meist so gut und so vielfältig, dass man sich ständig überisst.

Das Bistro ist dabei besonders familienfreundlich, denn es bietet rund um Uhr eine Vielzahl von Gerichten an, die selbst die manierlichsten Essen zufriedenstellen dürften. Oft haben wir die Kinder dort verpflegt und sind dann anschließend noch einmal zu zweit im Hauptrestaurant in Ruhe essen gegangen, während die Kleinen noch einmal für eine Stunde im Kinderclub verschwunden sind.

Das A-la-Carte-Restaurant am Abend ist dann zum Verwöhnen da, komplett mit frisch geschlagener Butter auf dem Tisch, umfangreicher Weinkarte und einem Heer von Kellnern, die einem prompt das Essen auf gewärmten Tellern servieren. Jeden Abend Steak zum Abendessen? Kein Problem. Schnecken in Knoblauchsauce? Salat mit Mango und Popcorn? Frittierte Froschschenkel? Hummerschwanz? Das und mehr wird einem hier geboten – und es ist bereits alles im Preis inklusive.

Übersichtliche Ausgaben

Dabei sind die meisten Leistungen einer Kreuzfahrt schon im Preis enthalten. Wer will, kann die Kreuzfahrt im Reisebüro bezahlen und braucht sich dann an Bord nicht mehr über weitere Ausgaben Gedanken machen.

Das gefällt den Anbietern natürlich weniger, ist aber durchaus möglich. Was für gewöhnlich extra berechnet wird, sind Softdrinks und Säfte, Alkohol, Spezialitätenrestaurants, Ausflüge, Internetzugang und die Waren, die in den Boutiquen angeboten werden. Wer in den Hauptrestaurants isst und bei Wasser bleibt, braucht hinterher keine extra Rechnung zu fürchten.

Meist gibt es die Möglichkeit, vorab oder an den ersten zwei Tagen ein Getränkepaket zu kaufen. Wir haben das aber nie getan, denn so viel Softdrinks und Alkohol haben wir noch nie verkonsumiert, dass sich das lohnen würde. Besonders an einem Landtag ist man ja sowieso kaum auf dem Schiff.

Zu vorgebuchten Ausflügen raten wir je nach Destination. Manchmal legen Schiffe in einem Handelshafen an, da die historischen Häfen solch große Schiffe nicht halten können. Dann sind die Attraktionen oft nicht besonders einfach oder schnell zu erreichen. Es kommt also ganz darauf an. In Venedig zu Beispiel kann man mit dem Wasserbus bequem zum Markusplatz gelangen, von wo aus man auch ohne Tour das Flair Venedigs prima erleben kann. In Suva, Fidschi, hingegen gibt es nichts zu sehen oder zu erleben. Hier lohnt das Buchen einer Tour.

Etwas dabei für alle Altersklassen und Geschmäcker

Das Klientel auf Kreuzfahrten ist bunt gemischt, denn jeder kann auf so einem großen Schiff seine Nische finden. Wir sind schon uralten Rentnern im Rollstuhl mit Sauerstoffflasche im Lift begegnet und haben im Anschluss neben Familien mit schlafenden Babys gegessen.

Singles werden die Sicherheit eines Kreuzfahrtschiffes genauso lieben, wie Abenteuersucher, die auf Luxus und Bequemlichkeit bei der Reise nicht verzichten wollen. Kreuzfahrten sind auch bei Familien beliebt, die mit mehreren Generationen zusammen Urlaub machen wollen.

Persönlich finde ich es klasse, wie ich als Frau auch alleine unterwegs sein kann auf so einem großen Schiff, ganz ohne Angst haben zu müssen vor Betrügern, Taschendieben und Vollidioten. Ich kann abends alleine eine Show anschauen und findet auch ganz alleine den Weg zurück zur Kabine.

Toller Service

Der Service ist übrigens dank hoher Personalratio phänomenal. Vom Stewart, der die Kabine mehrmals am Tag sauber hält, zu den Kellnern und den Offizieren, der Passagier steht immer im Vordergrund. Einmal zum Beispiel, da hatten wir ziemlich schweren Seegang, und unser Stewart holte aus dem Personalquartieren einen Apfel hervor, der uns gegen die Seekrankheit half.

Die internationale Besatzung hat uns bislang nie im Stich gelassen und ist immer wieder aufgeschlossen unseren Fragen gegenüber. Sie erzählen gern von ihrem Leben und ihren Familien daheim, was nochmals ein wenig so wie Reisen in Ferne Länder ist. Viele Crewmitglieder kommen übrigens aus den Philippinen, Indien und den ehemaligen Ostblockstaaten.

Und penibel sauber ist so ein Schiff auch, denn man will ja keine Epidemie riskieren.

Was bietet das Kreuzfahrtschiff Familien?

Kreuzfahrtschiffe sind perfekt für junge Familien. Warum? Ein gutes Kreuzfahrtschiff sorgt sich um jeden einzelnen Gast und seine individuellen Wünsche in aller Ausführlichkeit. Dazu gehören auch Kinder. Denn eines haben die Anbieter mittlerweile begriffen: Wenn die Kinder glücklich sind, dann sind auch die Eltern glücklich.

Und nicht nur das: Wenn die Kinder aus dem Weg geschafft sind dank eines guten und abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramms, dann freuen sich alle Passagiere an Bord, nicht nur die Familien.

Das abgelegene Kotor ist eines der Ziele, die sich am besten per Kreuzfahrt erreichen lassen

Das abgelegene Kotor ist eines der Ziele, die sich am besten per Kreuzfahrt erreichen lassen

Natürlich ist jedes Schiff unterschiedlich. Doch bietet jedes eigentlich einen gut organisierten Kidsclub an, der altersgerecht ausgestattet ist und gut betreut wird. Von elektronischen Spielen für die Großen zu Malen, Singen und Basteln mit den Kleinen, zu Sport und Freizeitaktivitäten für Teenager – hier kommt keine Langeweile auf. Neben den üblichen Tagesprogrammen kommen dazu auch noch spezielle Sonderaktionen wie z.B. Halloween, Kinovorstellungen, Besuch der Brücke, Schnitzeljagden, Schlummerpartys und vieles mehr.

Die Schiffe, auf denen wir bislang gereist sind, hatten den Kidsclub täglich geöffnet, so dass die Kleinen von morgens bis abends gut betreut wurden. Mittags müssen die Eltern allerdings die Kinder schon herausnehmen und dafür sorgen, dass die Kleinen was zu essen bekommen. Abends wird der Club dann oftmals auch nochmals bis spät in die Nacht geöffnet, damit die Eltern in Ruhe essen gehen oder eine Show sehen können.

Wo die Eltern echt mal Urlaub haben

Wir lieben ganz einfach das Meer. Somit sind wir schon einmal perfekt auf Kreuzfahrten eingestellt. Es gibt nichts Schöneres, als sich mit einem guten Buch auf den eigenen Balkon zu flätzen und ab und zu die endlose Weite des blauen Meers zu betrachten.

Das Schönste ist aber die Ganztagsbetreuung an Landtagen. Wer schon einmal versucht hat, möglichst viel in einer neuen Stadt zu sehen mit Kindern im Schlepptau, der weiß wie schön es ist, wenn die Kinder anderweitig beschäftigt werden können. An Landtagen sind die Kinder komplett versorgt, und man kann sich all den Freuden hingeben, die man sich sonst wahrscheinlich entgehen lassen müsste. Das ist so wie zu den Zeiten, als man noch keine Kinder hatte. Mit dem Unterschied, dass man damals diesen Luxus noch gar nicht zu schätzen wusste.

Traumhaftes Neukaledonien

Versteht uns nicht falsch. Wir fahren nicht in Urlaub, um dann die Kinder in den Kidsclub wegzusperren. Aber besonders bei Landgängen tun wir den Kleinen keinen Gefallen. Sie lieben den klimatisierten Club mit all seinen kinderfreundlichen Verlockungen. Aber wer natürlich will, kann auch seine Kinder bei einem Landgang mitnehmen.

Die Unterbringung auf einem Kreuzfahrtschiff

Je nach Budget kann man sich da natürlich schon etwas leisten. Wir raten von den billigsten Kabinen an Bord, meist innen gelegen, ab. Es wäre doch zu schaden, morgens beim Aufstehen nicht aus dem Fenster schauen zu können. Da lohnt dann doch der Aufpreis, um wenigstens eine Kabine mit beschränktem Ausblick zu erhaschen.

Noch besser sind natürlich Außenkabinen mit Fenster und freiem Blick oder gar mit einem eigenen Balkon. Je nach Schiff kann das sogar sehr erschwinglich sein.

Meist sind Kabinen etwas kleiner als Hotelzimmer. Wer mit Kindern reist, muss da schon ein paar Kompromisse eingehen, denn sobald die zusätzlichen Betten ausgezogen oder ausgeklappt sind (was übrigens der Steward übernimmt), ist nicht mehr viel Bewegungsfreiheit vorhanden. Familienkabinen, die also eigentlich Doppelzimmer sind, sind machbar, aber enger als ein übliches Hotelzimmer. Manche Schiffe haben auch größere Kabinen im Angebot, oder Kabinen mit Verbindungstüren, aber diese muss man sich teilweise schon mehrere Monate im Voraus sichern und entsprechend bezahlen.

Die verrücktesten Kreuzschiffangebote

Je nach Schiff gibt es außerdem eine Reihe von Angeboten, die sich besonders an Seetagen als nützlich erweisen. Neben dem meist etwas zu kleinen Swimmingpool gibt es auch noch viele extra Angebote, über die sich die verschiedenen Firmen voneinander abgrenzen und unterscheiden wollen. Somit wir die Wahl des Schiffes mindestens genauso wichtig wie die Route.

Norwegian Escape z.B. hat einen Schneeraum, der so kalt ist wie unter arktischen Konditionen. So kann man die Durchblutung anregen und den Kreislauf auf Trab halten.

Die Queen Mary 2 hat ein eigenes Planetarium von der Sorte, wo die Dachkuppe mit Sternbildern erstrahlt.

Royal Caribbeans Quantum of the Seas bietet einen Windtunnel zum simulierten Fallschirmspringen. Hier gibt es außerdem eine Bionische Bar, wo die Cocktails von Robotern gemixt werden.

Die Celebrity Solstice hat eine eigene Glasbläserei, wo regelmäßig Vorführungen gegeben werden. Die Kunstwerke können am Ende der Kreuzfahrt von den Passagieren erstanden werden.

Die Norwegian Getaway kommt mit einem ganzen eigenen Wasserpark komplett mit Zwillingsrutschen und Whirlpools.

Auf der Carnival Vista kann man ein Sky-Bike fahren, das über eine Strecke von knapp 250 Metern unter einer Schiene hängt.

Unsere liebsten Kreuzfahrtdestinationen

Kreuzfahrten ermöglichen es uns, schnell von Ort zu Ort zu wechseln und überall quasi häppchenweise ein wenig die Essenz einer Destination kennenzulernen. Für die meisten Ziele ist dieser eine Tag vor Ort absolut ausreichend. Bei allen anderen denken wir entweder “Gut, dass wir das überhaupt mal sehen durften”, oder “Wir kommen auf jeden Fall noch einmal wieder”.

Man darf auch nicht vergessen, dass viele Ziele anders gar nicht gut zu erreichen wären. Besonders Inselstaaten wie in der Karibik oder im Pazifik lassen sich über Kreuzfahren prima anpeilen.

Wir haben das Gefühl, die Kreuzfahrtenreedereien suchen ganz gezielt Destinationen aus, die besonders traumhaft sind. Unsere allerliebsten Kreuzfahrtziele im Mittelmeer sind auf jeden Fall Kotor (Montenegro), Valletta (Malta) und Mykonos (Griechenland). In der Südsee genossen wir besonders Lifou (Neukaledonien) und die Ile des Pines (Neukaledonien). Diese Destinationen sind gut zu erlaufen, übersichtlich, schön anzusehen, voller interessanter Details und nicht unbedingt auf anderem Wege zu entdecken.

Geschichten von unseren Kreuzfahrten

 

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