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Wann ist eigentlich das beste Alter, um mit dem Kind das erste Mal zu verreisen?

  |   Planung, Reisetipps   |   2 Comments

Viele Familien fragen sich, ob es sich überhaupt “lohnt”, bereits mit ihrem Nachwuchs in Urlaub zu fahren. Denn das Kind hat ja eigentlich keinen Urlaub nötig. Dafür aber die Erwachsenen. Wir wagen zu behaupten, dass man Erholung auch bekommen kann, selbst wenn man ein Baby im Schlepptau hat. Jedenfalls, wenn man es geschickt angeht.

Aber vielleicht ist es doch besser, ein wenig zu warten? Wenn das Kleine schon laufen kann und sprechen, dann formen sich ja auch schon erste Erinnerungen, und dann ist das Geld viel besser investiert.

Oder sollte man vielleicht warten, bis die Kinder ins Schulalter kommen? Fragen über Fragen.

Wir haben euch mal die wichtigsten Argumente zusammengestellt.

Die ersten Stranderlebnisse mit Baby

Das erste Mal reisen mit dem Baby

Wir können schon gut verstehen, dass die Idee, mit dem Baby zu verreisen, bei einigen Eltern einen leichten Anflug von Panik auslösen kann. Zu recht. Babys sind delikate Wesen. Sie sind schnell einmal krank.

Und wenn man sie aus ihrer Routine reist, kann das schwere Folgen haben: quengelig am Tage und schlaflos in der Nacht. Von Urlaub kann man da bei vielen Eltern eigentlich kaum noch reden.

Hinzu kommt das ganze Sondergepäck, dass man als Babyeltern so mit sich schleppen muss. Nicht nur zum Stillen, sondern auch für die Nachtruhe, den Transport und die Hygiene. Am Ende hat man ja mit einem Baby fast genauso viel zu tun wie daheim. Da hätte man ja auch gleich Zuhause bleiben können.

Doch mit einem Baby zu reisen, hat auch ungeahnte Vorteile.

Zum einen muss man für ein Baby fast nie etwas zahlen. Unter zwei Jahren fliegen Kinder kostenlos. Sie zahlen keine Eintritte und brauchen keine Fahrscheine, verzehren nichts in Restaurants, brauchen kein eigenes Bett. Mit einem Baby zu reisen, kann sehr preiswert sein.

Viele Eltern, die eigentlich kaum Zuhause sind, weil sie auch während der Babyzeit Vollzeit arbeiten, können jetzt endlich Zeit mit dem Nachwuchs verbringen – die Babyjahre gehen ja so schnell vorbei, und da ist es schön, wenn man wenigsten die paar Wochen Urlaub in vollen Zügen genießen kann. So kann man tolle Erinnerungen sammeln.

Babys lassen sich auch noch fast alles gefallen. Sie argumentieren nicht und schlafen viel. Man kann sie abends mit ins Restaurant nehmen oder durch endlos lange Gemäldegalerien schieben. Sie haben noch keine großen Ansprüche an das Tagesprogramm.

Und: Man muss ja auch gar nicht weit weg fahren. Das Baby merkt den Unterschied gar nicht. Wenn es nur darum geht, mal aus der gewohnten Umgebung rauszukommen und den Urlaubsalltag mit Baby anzutesten, fahrt doch einmal eine Woche an die Küste, aufs Land oder in die Berge.

Spaß mit einem Kleinkind

Das erste Mal reisen mit dem Kleinkind

Viele Eltern warten trotzdem ab mit der Urlaubsreise. Wenn das Kleine erstmal die ersten Schritte gehen kann, an Toiletten gewöhnt ist, weniger tagsüber schläft und feste Nahrung zu sich nehmen kann, sind viele Familien bereits über den Berg.

Das erleichtert die Mitnahme von kindspezifischen Gegenständen. Jetzt steht eher das Unterhaltungsangebot im Vordergrund, denn zur Not kann ein kleines Kind auch mal für die Urlaubszeit an Erwachsene angepasste Möbelstücke und Lebensmittel nutzen.

Stichwort Unterhaltung: Der kleine Störenfried muss nun intensiv bespaßt werden. Das kann lustig sein, kann aber auch recht anstrengend werden. Man will ja als Eltern auch mal seine Ruhe haben. Kinderclubs und Babysitter sind je nach Ermessen dabei eine große Hilfe. Jedoch müssen Ausflüge jetzt schon mehr auf die Erwartungen des Kindes zugeschnitten sein.

Das Reisen selbst ist mit kleinen Kindern immer noch recht kostengünstig und meist reduziert oder ganz erlassen. Man kann also immer noch Geld sparen, selbst wenn man mehr Platz beansprucht.

Urlaub mit älteren Kindern

Das erste Mal reisen mit dem Schulkind/Teenager

Die meisten Kinder lieben es zu reisen. Die Tasche selbstständig zu packen, neue Kulturen zu erkunden, im warmen Wasser des Meeres zu plantschen. Hat man nicht gerade einen liebeskranken Teenager im Haus, sollte es nicht schwierig sein, sein Kind zu einer Urlaubsreise zu überreden.

Natürlich muss man mit einem älteren Kind jetzt mehr Kompromisse aushandeln. Die Gestaltung des Urlaubsalltags obliegt jetzt nicht mehr einzig den Eltern, sondern die Kinder haben auch ihre eigenen Vorstellungen.

Andererseits können ältere Kinder auch mehr im Haushalt mithelfen, Strandsachen schleppen oder bei Übersetzungen in die Landessprache helfen. Sie werden also zu kleinen Komplizen beim Abenteuer Urlaub.

So viel Zeit miteinander zu verbringen wie im Urlaub sind viele Familien heutzutage nicht mehr gewohnt. Da gibt es viel Konfliktpotenzial. Der Trick ist, sich trotz der beengten Verhältnisse im Feriendomizil aus dem Weg zu gehen.


Fakt ist, dass jede Familie ganz für sich allein entscheiden muss, ob es bereit ist für eine Urlaubsreise oder nicht. Wie in den meisten Dingen im Leben gibt es kein richtig oder falsch. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Ganz egal, wie ihr für eure Familie entscheidet, wichtig ist, dass Kinder überhaupt einmal aus ihrem üblichen Umfeld entfernt werden, damit sie neue Personen, Situationen und Kulturen kennen lernen können. Denn die Welt ist doch am Ende die beste Schule. Doch wann der beste Zeitpunkt dafür ist, müsst ihr ganz für euch allein entscheiden.

AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

2 Comments
  • Laura | Okt 25, 2017 at 2:48 pm

    Absolut sofort im Baby-Alter anfangen! Dem Baby ist es egal, wo es ist. Hauptsache Papa und Mama sind da. Danke für die Motivation!

    • miniglobetrotter | Okt 25, 2017 at 3:03 pm

      Hallo Laura, Ja, so sehen wir das auch. Aber jede Familie hält das natürlich anders. Kommt ja auch ein wenig auf die Kinder an. Unser erstgeborener war schon ziemlich schwierig als Baby, und da mussten wir uns erstmal dran gewöhnen. Alles Gute!

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