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Kids vor dem Uluru small

Unser australischer Outbacktrip mit den Mini Globetrottern (Outback Teil 1)

  |   Australien, Camping, Fernreisen, Große Ferien, Roadtripping   |   2 Comments

Es ist zwar schon 3 Jahre her, aber ich möchte mit euch mal unseren Outbacktrip von Uluru nach Cairns teilen. Das Schöne am Outback ist ja, dass die Zeit hier praktisch still steht. Deshalb sind die Informationen, die ich hier teilen möchte, nicht hoffnungslos veraltet, sondern immer noch sehr aktuell. Vielleicht möchtet ihr unseren Reiseverlauf als Anregung nehmen für eure eigene Planung?

Das Outback mit Kindern zu bereisen ist nämlich gar nicht so abenteuerlich, wie es sich auf Anhieb anhört! Und langweilig schon mal gar nicht. Wir haben tolle Dinge gesehen: von Uluru und Kata Tjuta über die Devil’s Marbles haben wir es geschafft bis in tropische Queensland nach Cairns zu fahren, wo wir es uns am Ende noch einmal so richtig gut haben gehen lassen.

Unser Wohnmobil in Australien

3.528 Kilometer durch Australien mit zwei Kindern unter acht Jahren

Insgesamt waren wir etwas mehr als 3,500km unterwegs mit den Kleinen. Für solch eine Strecke sollte man gut zwei Wochen einplanen, eventuell sogar etwas mehr um den Jetlag zu bekämpfen und um nicht völlig erschöpft wieder nach Hause zu fliegen.

Hatten die Kinder Spaß dabei? Oh ja – vom Abenteuer Wohnwagen über Wanderungen an einigen der wichtigen australischen Sehenswürdigkeiten zu goldenen Abenden im Outback zu tropischen Erlebnissen in Queensland, es war auch für sie jede Menge dabei. Wir Erwachsenen haben dabei allerhand über “unser” Land Australien gelernt und Dinge gesehen, die nicht jeden vergönnt sein werden. Insgesamt ein fantastischer und aufregender Familienurlaub, den wir nur empfehlen können!

Unsere Roadtrip-Strecke:

Tag 1: Alice Springs – Kings Canyon (6 Stunden, 463km)
Auf dem Holzweg
Tag 2: Kings Canyon – Uluru (4:20 Stunden, 321km)
Ein Hubschrauberabenteuer und ein unvergesslicher Sonnenuntergang
Tag 3: Uluru – Alice Springs (6:20 Stunden, 472km)
Traumzeit und Wüstenabenteuer am Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta (die Olgas)
Tag 4: Alice Springs – Wycliffe Well (4:20 Stunden, 375km)
Eine historische Telegrafenstation, ein seltsamer Pub und die UFO-Hauptstadt Australiens
Tag 5: Wycliffe Well – Barkly Homestead (4:10 Stunden, 344km)
Die Devil’s Marbles und Tennant Creek
Tag 6: Barkly Homestead – Mount Isa (5:20 Stunden, 450km)
Endlose Weiten und eine Bergbaustadt
Tag 7: Mount Isa – Richmond (4:30 Stunden, 406km)
Edelsteine und Fossilien
Tag 8: Richmond – Townsville (5:20 Stunden, 498km)
In die Tropen
Tag 9: Townsville – Cairns (4:20 Stunden, 347km)
Entspannungsurlaub unter Palmen am Great Barrier Reef

Kata Tjuta ist eines der Ziele dieser Reisestrecke

Vorbereitung: Was man vorher wissen sollte

 

  • Am besten erkundet man das Outback im Winter. Zum einen ist es dann nicht so schrecklich heiß (allerdings sprechen wir natürlich immer noch von Wüstenklima), zum anderen gibt es zu der Jahreszeit weniger Fliegen. Buschfliegen sind nämlich mehr als nur lästig, sie sind richtig aggressiv und können einem den Aufenthalt im Freien schon verderben.
  • Wer im Winter reist, sollte sich jedoch darauf vorbereiten, dass das Quecksilber nachts locker unter 0 Grad fallen kann. Entsprechend warme Kleidung und Windschutz sollte daher mitgenommen werden. Wir waren für unsere Daunenjacken, Schals und Wollmützen richtig dankbar.
  • Man darf nicht alles immer mit sich führen. Wer durch Arborigine-Territorien fährt, muss meist seinen Kühlschrank vorher vom Alkohol befreien. In landwirtschaftlich genutzten Zonen ist das Mitführen von frischem Obst und Gemüse oft sträflich, da man so unwissentlich die Fruchtfliege und andere Störenfriede einführen kann. Hinweisschilder beachten und Abfallkörbe an den Rastplätzen entsprechend nutzen.
  • Auch wenn die Straße schnurgrade und frei ist – in den meisten Gebieten herrscht ein striktes Tempolimit so um die 110km. Das ist zum eigenen Schutz. Besonders in der Dämmerung kommen Tiere auf die Straße, und ein Unfall mit einem Känguru sollte nicht zur Urlaubserinnerung werden. In der Dunkelheit sollte man am besten gar nicht fahren.
  • Die unglaublich langen Roadtrains, mit denen vor allem Rinder, aber auch Baumaterien usw. über lange Strecken bewegt werden, sind immer viel länger als man denkt. Beim Überholen ist also extreme Vorsicht geboten. Auch wenn einem so ein Monstrosum entgegen kommt, sollte man Vorsicht walten lassen. Rollsplitt, der von den Trucks hochgetrieben wird, kann einem leider schnell die Windschutzscheibe zerschlagen.

Sicherheitstipps

  • Immer schön brav auftanken, wenn sich die Gelegenheit ergibt, selbst wenn der Tank nicht ganz leer oder noch halbvoll ist. Man weiß nie, wann man wieder eine Tankstelle antrifft.
  • Viel Wasser mitnehmen (zum Glück hat so ein Wohnwagen ja einen großen Wassertank!)!
  • Pausen einlegen – bei langen Strecken durch die Einöde können einem schon mal ungewollt die Augen zufallen.
  • Nicht unbedingt blind fremden Menschen vertrauen. Wer Wolf Creek gesehen hat, weiß, was wir meinen.
  • Es ist anzuraten, Campingplätze wenn möglich vorzubuchen, damit man nicht auf einmal vor ausverkauftem Haus steht. Dies gilt besonders für die Hauptattraktionen bei Uluru, Kings Canyon usw.

Hubschrauberrundflug über Kings Canyon

Anreise und Tag 0: Flug von Sydney nach Alice Springs

Zur besseren Orientierung hatten wir für unseren ersten Tag noch keine grosse Fahrerei geplant. Wir holten unseren Wohnwagen (große Version mit insgesamt 6 Schlafplätzen, Dusche und WC) in der Nähe des Flughafens ab, fuhren dann in die Innenstadt zu einem großen Supermarkt und haben dort erst einmal eingekauft.

Wir wussten bereits aus Erfahrung, dass es im Outback nicht besonders viel zu kaufen gibt, und so haben wir uns natürlich erst einmal mit Lebensmitteln und Haushaltsgütern eingedeckt. Da kommt für 9 Tage Rundreise ganz schön was zusammen: Küchentücher und Spülmittel, Nudeln und Fertigsaucen, Frühstücksflocken und Milch, Pfeffer und Salz, usw. Zwei volle Einkaufswagen später waren wir dann vollgeladen mit den wichtigsten unverderblichen Lebensmitteln und allem, was man so zum Camping benötigt.

Ziemlich erschöpft trudelten wir am Nachmittag also auf dem Campingplatz ein. Den Platz hatten wir uns schon vorher ausgesucht und vorgebracht, damit wir keine bösen Überraschungen haben. Wir sind so also auf dem Big4 McDonnell Range Holiday Park untergekommen und hatten damit schon mal einen guten Start. (Disclaimer: Wenn ihr auf diesen Link klickt, dann kommt ihr auf die Webseite von Booking.com. Sollte ihr euch dazu entscheiden, hier zu buchen, dann erhalten wir eine kleine Gewinnbeteiligung, ohne dass der Preis für euch teurer wird. Dies kommt unserem Blog zugute! Wir haben schon oft mit Booking.com gebucht und immer tolle Erfahrungen gemacht, deswegen empfehlen wir es gerne weiter.)

Die Kinder haben besonders das Hüpfkissen auf dem Spielplatz geliebt und wir konnten erstmal in Ruhe lernen, wie man mit dem Wohnwagen umgeht und wie man ihn am besten für die lange Reise bepackt. Big4 Holiday Parks sind übrigens in Australien immer ein Zeichen für Qualität und besonders familienfreundlich mit toller Ausstattung und generell sauberen Einrichtungen. Wenn ihr plant, eine Reihe von Big4’s auf eurer Australienreise zu buchen, dann lohnt sich eine einjährige Mitgliedschaft, die euch einen schönen Rabatt beschert.

Seltsame Subsouvenirs im Outback

Tipps für das Reiseziel Alice Springs

Alice Springs hatte natürlich auch einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten, auch wenn die Atmosphäre gewöhnungsbedürfig war. Seltsam war es schon, wie Gruppen von Aborigines am Parkplatz neben dem Supermarket abhingen. Es wirkte beinah feindselig. Ist es unsere Voreingenommenheit, die uns das so fühlen lässt, vielleicht sogar ungewollter Rassismus? Oder konnten wir uns da auf unser Bauchgefühl verlassen? Es ist wirklich schwer zu sagen. Seltsam, da lebt man 10 Jahre in einem Land, und trotzdem kann man die Leute nicht wirklich lesen.

Mögliche familienfreundliche Anlaufziele in Alice Springs wären übrigens gewesen: der Alice Springs Desert Park, das Reptile Centre, Kangaroo Sancturary, das National Pioneer Women’s Hall of Fame, die historische Telegrafenstation, und der Aussichtspunkt am Anzac Hill.

Nicht deswegen, sondern weil wir uns Alice Springs nicht als erste Station vorgenommen hatten (wir wollten uns lieber auf andere Destinationen konzentrieren), haben wir uns nicht weiter in der Stadt umgesehen. Aber es gibt sicherlich einiges zu entdecken, auch mit den Kindern. Dazu müssten wir einfach noch einmal wiederkommen.

In Nachhinein muss ich sagen: Gut, dass wir unsere Rundreise so langsam und entspannt angingen, denn schon am nächsten Tag sollte uns ein großer Fehler unterlaufen!

In den nächsten Tagen werden wir euch mehr von unserem Outbacktrip mit den Kindern berichten. Folgt uns auf Social Media oder abonniert den Blog, wenn ihr wissen wollt, was uns so alles unterwegs widerfahren ist. Und wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir doch ganz einfach eine E-Mail!

Camping im Outback mit Kindern – na und wie das geht! Und hier geht es zu Teil 2: Mit dem Wohnwagen nach Kings Canyon

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade „Die besten Roadtrips“, die bei SPANESS erschienen ist. Schaut doch mal vorbei!

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AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat.Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa.Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

2 Comments
  • Tanja | Jun 7, 2017 at 9:00 am

    Ich bin gespannt, wie eure Tour weitergeht. Hört sich sehr spannend an. Australien steht auch noch auf unserer großen Reiseliste… muß aber wohl noch warten, da wir mehrere Monate durch das Land reisen möchten. Mit schulpflichtigem Nachwuchs ist das nicht ganz so einfach… 😉 Da freue ich mich natürlich sehr über Inspiration durch solche Berichte.
    Liebe Grüße, Tanja

    • miniglobetrotter | Jun 7, 2017 at 4:54 pm

      Hallo Tanja, Ja, wir hatten das Glück bereits in Sydney zu wohnen. Da fällt so ein Outbacktrip natürlich leichter! Alles Gute und fröhliches Planen 🙂

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