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Krokodil in Australien

Spinnen, Haie und Krokodile in Australien – was ihr wissen müsst

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Viele Besucher Australiens sind vor allem nervös wegen der überaus giftigen Tierwelt, die Australien ihr Zuhause nennt. Über Jahrmillionen haben sich die Tiere auf diesem Kontinent ganz wunderbar an die erschwerten Bedingungen angepasst.

Nicht nur leben hier viele giftige Tiere, es sind zugleich auch die giftigsten der Welt. Das giftigste Tier der Welt ist übrigens die Seewespe, eine Würfelqualle, die im tropischen Norden Australiens beheimatet ist. Ein einzelnes Exemplar kann bis zu 250 Menschen töten!

Doch trotz dieser Gefahren vergessen viele Besucher, dass Zwischenfälle dieser Art außerordentlich selten sind. Auch wenn zum Beispiel Sydney Heimat der tödlichen Sydney-Trichternetzspinne ist, wurde der letzte Todesfall durch einen Spinnenbiss in Australien 1979 aufgezeichnet.

Es sind aber natürlich nicht nur die giftigen Tiere, die bei Besuchern und Einheimischen einiges Unbehagen auslösen können. Manche Arten sind auch ungemein bissig – man denke da zum Beispiel an Haie oder Krokodile.

Wenn man in Sydney lebt, kann man schon mal auf Tuchfühlung gehen mit diesen gefährlichen Tieren. Wir wagen aber zu behaupten, dass die Kakerlaken ein weitaus größeres Problem darstellen im Alltag als jedes andere Tier in Australien.

Hier weitere Infos dazu, wo Australiens gefährliche Tiere zu finden sind und was zu tun ist, wenn man ihnen mal doch durch Zufall begegnet.

Schlangen

Schlangen gibt es überall in Australien, und nicht nur im Outback. Es ist nicht unüblich, dass man eine Schlange unter der Holzveranda findet. Eine Bekannte in Brisbane hatte eine Zeitlang eine große Würgeschlange, die friedlich unter der Palme im Vorgarten schlummerte. So ist das halt in Australien.

Schlangen sind per se nicht aggressiv, aber wenn sie sich bedroht fühlen, schlagen sie zurück. Wer also einer Schlange bei einer Buschwanderung begegnet, sollte vor allem eins tun: Ruhe bewahren. Nicht laut losquieken, hüpfen oder wegrennen, sondern ruhig stehenbleiben und warten, bis die Schlange sich davongeschlängelt hat. Die meisten Schlangenbisse entstehen leider, weil Menschen sich eben genauso nicht verhalten.

Der Inlandtaipan ist die giftigste Schlange der Welt und natürlich in Australien heimisch. Man findet sie im Outback – eine Begegnung mit ihr ist für Ottonormalverbraucher daher eher unwahrscheinlich.

Die zweitgiftigste Schlange der Welt jedoch, die Östliche Braunschlange, kommt auch in den dicht bewohnten Gegenden der Ostküste vor. Sie ist unauffällig und aggressiv und schnell. Sie ernährt sich besonders gern von kleinen Nagetieren und ist daher häufig auf Bauernhöfen und in ländlichen Gebieten präsent.

Inland-Taipan

Haie

Viele Besucher Australiens trauen sich trotz der schönen Strände nicht ins Wasser. Das liegt daran, dass ein Haiangriff immer für gute Schlagzeilen sorgt, und dass sich dadurch das falsche Gefühl entwickelt, dass Haie ständig unbedarfte Schwimmer und Surfer attackieren. Dem ist aber bei Weitem nicht so.

Die meisten Haiattacken finden an relativ leeren Stränden statt, und fast immer ist es ein Surfer, den es dabei erwischt. Das liegt natürlich daran, dass Surfer von unten betrachtet aussehen wie ein leckeres Mittagessen.

Der letzte tödliche Haiangriff im Raum Sydney zum Beispiel ist schon mehr als 50 Jahre her. Und wenn ein Hai mal zuschnappt, dann passiert das oftmals eher im Hafen als an einem der Pazifikstrände.

Patrouillierte Strände mit Rettungsschwimmern haben ein ausgezeichnetes Frühwarnsystem. Netze, die unter Wasser (für Schwimmer unsichtbar) gespannt sind, sorgen dafür, dass Haie so weit wie möglich von den Küsten ferngehalten werden. Im Naturhafen von Sydney gibt es viele deutlich eingezäunte Strände, die aus Sicherheitsgründen zu bevorzugen sind.

Quallen

Die bereits oben genannte Seewespe findet sich in den tropischen Gewässern von Nordaustralien. Da kann der Strand noch so schön, das Wasser noch so klar, der Sand noch so weich sein – wer während der so genannten „Stinger-Season” (von Oktober bis Mai) ohne Schutz ins Wasser geht, riskiert eine so schmerzhafte Begegnung mit der Qualle, dass ein Herzinfarkt die Folge sein kann.

Dabei können die Tentakeln dieses unsichtbaren Wasserwesens bis zu 3 Meter lang werden, der Schmerz erst eine halbe Stunde nach Kontakt eintreten. Viele Opfer wissen also gar nicht, dass sie mit einer Qualle in Kontakt geraten sind.

Als Gegenmaßnahme tragen Taucher und Schnorchler (zum Beispiel im Great Barrier Reef) Stinger-Anzüge, die den Körper, Hände, Füße und Kopf komplett bedecken. Sollte es doch zum Kontakt kommen, stehen an den Stränden Nordaustraliens meist Essigflaschen bereit, die zumindest das weitere Austreten von Gift von den auf der Haut des Opfer liegenden Kapseln verhindert. Eine wichtige Erste-Hilfe-Maßname.

In Sydney gibt es glücklicherweise keine tödlichen Quallen. Jedoch kann im Sommer die in Massen angeschwemmte Portugiesische Galeere („blue bottle”) für eine schmerzhafte Begegnung sorgen, ähnlich dem eines Wespenstichs. Gegenmittel gibt es keine, aber kühles Wasser kann helfen, die Wunde vor weiterem Austreten des Gifts zu bewahren und die Schmerzen zu lindern.

Krokodile

Krokodile finden sich im Norden Australiens in der Nähe von Gewässern.

Salzwasserkrokodile können auch mal am Strand auftauen, selbst in der Nähe besiedelter Gebiete. Warnschilder geben Auskunft über die lokalen Zustände und sollten unbedingt beachtet werden. Immer wieder verschwinden spielende Kinder im Outback an Flussufern und zeltende Touristen auf abgelegenen wilden Campingplätzen.

Das Frischwasserkrokodil („freshie“) lebt im Gegensatz dazu in Flüssen und Sümpfen. Sie sind kleiner als Salzwasserkrokodile und allgemein nicht so aggressiv, dass sie von sich aus unprovoziert Menschen angreifen würden.

Riesenkrabbenspinnen

Spinnen

Zwei der tödlichsten Spinnenarten leben in Sydney – die Trichternetzspinne und die Rotrückenspinne, und beide teilen ihren Lebensraum mit dem Menschen. Glücklicherweise sind Gegengifte vorhanden, so dass Spinnenbisse in Sydney eigentlich nie tödlich ausgehen.

Die Trichternetzspinne liebt leicht feuchte Orte wie Holzstapel und Laubhaufen. Man findet sie daher zum Beispiel häufig an Stromkästen, in Garagen, und in wenig benutzten Ecken in häuslichen Gärten. Ihr Netz ist nicht aufgespannt und auf Augenhöhe, sondern trichterförmig und auf Bodenhöhe angelegt.

Manchmal enden Trichternetzspinnen auch im Pool, wo sie einen ganzen Tag lang überleben können, was für Familien eine Gefahr darstellen kann, sollte man vor dem Baden das Wasser nicht genau checken. Wenn provoziert, stellt sich diese Spinne auf die Hinterbeine und zeigt Drohgebärden – daran kann man sie besonders gut erkennen.

Rotrückspinnen sind legendär, denn früher fand man sie häufig unter Klobrillen von Außentoiletten, die natürlich früher viel häufiger waren als heute.

Sie sind schwarz und haben einen roten Flecken auf dem Rücken, was es sehr leicht macht sie zu identifizieren. Ein typischer Ort, an dem man so eine Spinne heute finden würde, wäre unter dem Rand von häuslichen Mülltonnen, die außerhalb des Hauses aufgestellt sind.

Bis zu 400 Mal im Jahr wird in Australien das Gegengift der Rotrückenspinne verabreicht.

Nicht tödlich, aber erschreckend groß ist die Riesenkrabbenspinne, ganz besonders hässliche Exemplare der Tierart Spinne. Ausgewachsene Exemplare können problemlos die Größe einer Erwachsenenhand annehmen. Sie verirren sich besonders im Sommer ab und zu in Wohnungen und Häuser – ihre Entfernung ist aufgrund der Größe ein Gräuel und beliebtes Thema im australischen Facebook.

Bei allen Spinnen gilt: Normales Insektenspray ist nicht hilfreich, macht Spinnen eher aggressiv. Wer sich traut, kann versuchen die Spinne einzufangen, ansonsten hilft besonders das Zerdrücken mit Besenstielen, Büchern oder Schuhen.

Fazit

Das giftigste Tier der Welt ist übrigens die Mücke. Zum Glück gilt das nicht für Australien, denn Malaria, Dengue und andere von der Mücke übertragene Krankheiten sind bislang noch nicht verzeichnet.

Das Tier, das in Australien die meisten Todesopfer einfordert, ist angeblich der Hund. Dicht gefolgt vom Känguru.

Was wir auf den Weg geben können für euren nächsten Australienbesuch ist Folgendes:

Kommt wilden Tieren nicht zu nah, beachtet Hinweisschilder, greift nicht in dunkle Ecken, verhaltet euch bei Begegnung mit einem gefährlichen Tier vorsichtig und unauffällig, und bedenkt, dass trotz der 21 Millionen Australier, die hier ständig leben, fast nie etwas Schlimmeres passiert.

Australien ist ein sicheres Reiseland, solange man sich entsprechend verhält.

Gefährliche Kängurus

AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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