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Roadtrip in Schottland - die Straße ruft

So überlebt ihr einen Roadtrip mit Kindern

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Roadtrip Kids PinterestRoadtrips und längere Tagesausflüge können eine spannende und preiswerte Art sein, die Welt mit Kinder zu entdecken. Die Spontanität und die Flexibilität, die diese Art zu reisen mit sich bringt, kann befreiend und extrem erholsam sein.

Wir sind in Australien und Neuseeland mehrfach mit dem Auto oder mit dem Wohnwagen über längere Zeit unterwegs gewesen, und auch Schottland haben wir schon mit einem Roadtrip unsicher gemacht.

Mit unserer Übersiedelung nach Spanien hoffen wir, weite Teile Europas auf diese Art mit den Kindern zu erkunden.

Die Tipps unten helfen euch hoffentlich, euren eigenen Roadtrip angenehmer zu gestalten, so dass alle Beteiligten viel Spaß bei der Sache haben.

Gedanken zur Sicherheit

Sicherheit geht vor, deshalb lasst uns dieses langweilige aber ach so wichtige Thema schnell über die Bühne bringen. Bevor es losgeht, schaut, dass das Auto einer längeren Fahrt gewachsen ist. Besonders Reifenprofile werden dabei gern vernachlässigt. Bei unseren Fahrten von Deutschland nach Spanien haben meine Eltern das Auto immer noch einmal vorher vom Mechaniker durchchecken lassen, sicher ist sicher.

Kindersitze müssen perfekt angebracht sein und sitzen. Alle Notfallhilfen müssen vorhanden sein, z.B. der Erstehilfekasten. Habt ihr eine Mitgliedschaft beim ADAC? Vergesst auch nicht das Telefon-Ladekabel. Und natürlich: Seid ausgeruht und nüchtern.

Strategisch packen

Wer kennt das nicht? Das Auto ist pickepacke voll mit Sachen für die Reise. Bei einer drei- oder vierköpfigen Familie kommt da schnell eine Menge zusammen, besonders, wenn man mit Baby reist. Wichtig dabei ist, dass man alles für die Fahrt in bequemer Reichweite hat. Überlegt, was ihr alles während des Fahrens im Auto benötigt, aber auch für die Stopps zwischendurch.

Dazu zählen zum Beispiel Jacken und Hüte und natürlich Getränke und Snacks. Je nach Wetterlage und Route kann es sinnvoll sein, Schwimmsachen, Sonnenmilch und Handtücher nicht zu weit zu packen. Am besten in eine gesonderte Tasche, die man schnell hervorzaubern kann. Ebenfalls nicht zu weit vergraben solltet ihr Dinge wie Plastiktüten, feuchte Tücher, Windeln und Klopapier.

Die Fahrten nach dem Stundenplan der Kinder einrichten

Je nach Alter kann dies lebensrettend sein. Unser Großer schlief als Baby immer besonders gern im Auto und nirgendwo sonst. Deshalb war es sinnvoll dann loszufahren, wenn er gerade schläfrig wurde. Der Frieden, der hinten aus dem Auto kam, war einfach himmlisch und wie eine eigene Therapie!

Schlafende Kinder gleich glückliche Eltern

Schlafende Kinder gleich glückliche Eltern

Teilt euch die Aufgabe

Der Fahrer ist natürlich wichtig, aber nicht weniger wichtig ist der Beifahrer, besonders wenn Kinder mitreisen. Der Beifahrer ist nämlich dafür verantwortlich, dass alle Beteiligten im Auto angemessen verpflegt und unterhalten werden.

Er regt Spiele an, verteilt Snacks und sorgt für Frieden im Auto. Wenn der Platz vorhanden ist, kann der Beifahrer auch zeitweise hinten bei den Kindern mitfahren – unsere fanden die extra Aufmerksamkeit durch den nicht fahrenden Elternteil immer klasse.

Nehmt Snacks mit, und zwar die richtigen

Langeweile macht hungrig! Da ist es gut, wenn man gesunde Snacks zur Hand hat, die nicht super durstig oder aufgekratzt machen. Da eignen sich besonders Butterbrote, klein geschnittenes Obst, Trockenobst, Pausenriegel, diverse Cornflakessorten, Käsewürfel, und vieles mehr.

Nehmt, wenn ihr habt, eine kleine Kühlbox mit, besonders natürlich im Sommer. Zum Trinken eignen sich Kartons weniger. Besser sind Sportflaschen, die die Kinder selbstständig öffnen und schließen können. Wasser ist wie immer die beste Wahl für Zähne und Gesundheit.

Viele Pausen einlegen

Gerade wer mit Kindern fährt, sollte viele, viele Pausen einlegen. Macht die Fahrt zum Teil der Reise. Nehmt euch Zeit. Klar, die Autobahn ist sicherlich nicht der schönste Ort zum Verweilen, aber vielleicht gibt es ja auch auf der Strecke ein paar Möglichkeiten des sinnvollen Zwischenstopps.

Außerdem sind Pausen natürlich wichtig für den Fahrer. Selbst bei kurzen Stopps, z.B. zum Auftanken, sollten alle aussteigen um frische Luft zu schnappen und den Kreislauf wieder anzuregen. Wir finden, dass das immer gleich die Stimmung wieder hebt.

Regelmäßige Pausen sind wichtig

Regelmäßige Pausen sind wichtig

Die beste Unterhaltung

Neben elektronischen Spielen wie zum Beispiel dem iPad (das aber Reisekrankheit hervorrufen kann, also Achtung!), ist das Autoradio immer noch ein super Spaßbringer. Hört euch Hörspiele oder Musik an – singt mit!

Kennt ihr ein lustiges Spiel, das man im Auto spielen kann? Wissen die Kinder, woher alle Autokennzeichen stammen? Wer sieht die erste Kuh? Wer kann den Namen von dem Tier raten, das Papa grad beschrieben hat? Welche Stadt fängt mit „U“ an? Es gibt so viel zusammen zu sehen, zu erleben und zu entdecken auf der Fahrt.

Andere reisefreudige Spielsachen sind Stofftiere, Zaubertafeln, Rätsel- und Malbücher (harte Unterlage mitnehmen) und Magnetspiele.

Die leidige Reisekrankheit

Silke kann ein Lied davon singen, denn Reisekrankheit war für die ersten 12 Jahre ihres Lebens ihr ständiger Begleiter. Egal ob Auto, Bahn oder Flugzeug, es wurde immer gekotzt, was das Zeug hielt. Hier sind ein paar Tipps, wie man ohne Medikamente die Reisekrankheit in den Griff bekommen kann.

Nicht im Auto lesen oder den Blick starr nach unten richten, sondern aus dem Fenster auf den Horizont schauen. Nur Essen geben, wenn Appetit vorhanden ist, und dann nichts, was den Magen aufregen könnte. Schonkost ist angesagt. Die Temperatur im Auto kühl halten. Wenn nötig Pausen einlegen, bevor es zum Äußersten kommt – das erspart gerade dem Kind eine Menge Stress. Für viel frische Luft sorgen. Nicht übermüdet oder unterzuckert reisen. Nicht über die Reisekrankheit reden, sondern mit lustigen Spiel ablenken. Am besten ist es, wenn das Kind während der Fahrt schlafen kann.

Habt alle Werkzeuge für ein solches Malheur griffbereit, damit möglichst nichts daneben geht. Vergesst nicht Sachen zum Wechseln und feuchte Tücher, um sich und das Auto zu reinigen.

Ganz wichtig: Nicht schimpfen! Das Kind kann am allerwenigsten dazu.

Bewahrt den Frieden im Auto

Autofahren kann stressig sein, und nicht jedes Geschwisterpaar hat sich lieb. Deshalb muss der Beifahrer manchmal ganz schön hart arbeiten, um den Frieden im Auto zu bewahren. Kein Fahrer möchte sich die ständige Streiterei im Auto anhören.

Enge schafft bekanntlich ungeahnte Dimensionen von Aggression. Gelangweilte, müde oder hungrige Kinder werden eher einen Streit vom Zaun brechen. Also stellt sicher, dass genug Spielsachen und Kuscheltiere vorhanden sind, dass genug Pausen eingelegt werden und die allgemeine Stimmung im Auto nicht auf den Nullpunkt sinkt. Die Eltern sind wie immer Vorbild.

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AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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