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Rom mit Kindern erkunden

Rom mit Kindern: Reiseführer

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Wer schon mal in Rom war, weiß, dass die Stadt auf den ersten Blick nicht unbedingt wie eine ideale Familiendestination wirkt. Zweifler werden anmerken, dass die Stadt heiß, laut, chaotisch und vielleicht sogar ein wenig gefährlich sei. Und doch ist sie ein lohnenswertes Reiseziel für Familien, denn in Rom versammelt sich über 2,000 Jahre europäische Geschichte. Denkt nur einmal an die vielen römischen Ruinen, den Vatikan, die Wunder der Baukunst, das la dolce vita!

Was also tun, wenn man Kinder hat und mit ihnen Rom erkunden möchte? Wir haben für euch einen umfassenden Reiseführer für Rom zusammengestellt, der euch viele nützliche Tipps, Inspiration und Planungshilfen mitgeben wird!

Wir klären die folgenden Fragen:

Was muss man beachten, wenn man in Rom mit Kindern unterwegs ist?
Roma Pass: Auch was für Familien?
Kosten für Eintritte und Verkehrsmittel
Rom für Babys
Römische Sehenswürdigkeiten mit Kindern erleben
Kinderfreundliche Attraktionen
Rom Kinderführungen
Familienfreundliche Unterkünfte


Allgemeines zu Städtereisen mit Kindern

Es gibt ein paar einfache Regeln, die helfen, jeden Städtetrip mit Kindern so zu erleben, dass es auch jedem Spaß macht.

  • Nehmt euch nicht zu viel vor; der Gedanke möglichst viel in das Wochenende zu quetschen angesichts der Anreisekosten ist zwar verführerisch, kann euch aber unter unnötigen Druck setzen.
  • Plant zusammen mit den Kindern und fragt sie vorab nach ihren Wünschen. Vielleicht gibt es eine Attraktion, die sie ganz besonders gern sehen würden; unser Sohn zum Beispiel würde unglaublich gern mal das Colosseum sehen, denn das kennt er aus dem Fernsehen.
  • Plant auf jeden Fall Pausen ein. Ein Eis hier, ein bisschen Füße ausruhen auf der Piazza da – es gibt viele Gelegenheiten, einfach mal das Tempo schleifen zu lassen und den Kindern eine Entspannungspause zu gönnen. Und dabei genießt man dann das bunte Treiben in einer der schönsten und aufregendsten Städte der Welt.
  • Lest euch ein paar Informationen zu den Sehenswürdigkeiten schon vor dem Besuch an. Somit könnt ihr die Kinder mit Hintergrundinfos und Fun Facts auf den Besuch einstimmen. Macht ihnen die Dimensionen dessen klar, was sie da gerade vor sich sehen.
  • Engagiert die Kinder und macht sie zu reisenden Reportern: Wir geben den Kleinen Kameras und Notizblöcke mit, damit sie ihre Eindrücke gebührend festhalten können.
  • Ein billiges Souvenir ist ein prima Mitbringsel für die Kleinen; Rom ist voll davon.
  • Erwartet nicht, dass Kinder die gleichen Strecken laufen können wie Erwachsene. Nutzt öffentliche Verkehrsmittel, den Hop-on-hop-off-Bus oder Taxen, um von einem Ort zum nächsten zu kommen.
  • Baut regelmäßige Belohnungen und Lockmittel ein. Rom ist dank Eiscreme und Pizza natürlich das perfekte Reiseziel für Familien. Das beste Eis der Stadt gibt es übrigens bei Giolitti – dies ist auch eine der ältesten in Rom, wenn nicht gar die älteste Eisdiele.
  • Ganz wichtig, besonders in der Hochsaison in Rom: Vermeidet durch das online Vorabkaufen von Tickets längere Warteschlangen.
  • Rom ist bekannt für seine Taschendiebe und Trickbetrüger. Wenn man mit Kindern unterwegs ist, ist man leicht abgelenkt und lässt weniger Vorsicht im Umgang mit Fremden walten. Das gilt vor allem in Bussen und Bahnen. Deshalb: Nur wirklich das mitnehmen, was man für den Tag benötigt und den Rest im Hotelsafe lassen. Alles verdeckt und direkt am Körper tragen, nicht in den Taschen am Hintern oder in der Handtasche.
  • Bereitet die Kinder schon vor der Reise mit spannenden und lustigen Materialen auf den Besuch vor. Wir empfehlen diese lustigen und interessanten Kinderbücher zu Rom:
      

Lohnt sich der Roma Pass für Familien überhaupt?

Die Stadt Rom bietet in Zusammenarbeit mit den Museen und Denkmälern eine stark reduzierte Zeitkarte an, die den Besuch der Sehenswürdigkeiten verbilligt und erleichtert. Zum einen erhält man durch den Roma Pass kostenlosen Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Rom. Zum anderen ist der Besuch des ersten, bzw der ersten beiden Sehenswürdigkeiten kostenlos.

Es gibt zwei Pässe zur Auswahl: 48 Stunden und 72 Stunden. Die Gültigkeit beginnt ab der ersten Fahrt bzw. ab dem ersten Besuch eines Museums.

Der Anbieter rät davon ab, Roma Pässe für Kinder unter 10 Jahren zu erwerben. Das liegt daran, dass Kinder in Rom oftmals sowieso kostenlosen Eintritt genießen, je nach Altersgrenze. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind zu einer Altersgrenze hin kostenlos. Deshalb gibt es auch keine Roma Pässe zum reduzierten Preis für Kinder.

Wir empfehlen, dass die Erwachsenen und Teenager in der Familie sich jedoch einen Roma Pass zulegen, denn so spart man nicht nur eine Menge Geld, sondern kann auch noch an den ellenlangen Warteschlagen vor den meisten Sehenswürdigkeiten vorbeiziehen. Kinder, die den Pass-Inhaber dabei begleiten, dürfen natürlich ebenfalls an der Warteschlange vorbeigehen. Eine Ausnahme ist das Colosseum – hier bitte die genauen Bedingungen studieren.

Den Roma Pass kann man sich praktischerweise online bestellen.

Rom ist mehr als nur die Summe ihrer Teile. Mit Kindern kann man ganz neue Seiten der Stadt entdecken.

Rom ist mehr als nur die Summe ihrer Teile. Mit Kindern kann man ganz neue Seiten der Stadt entdecken.

Kosten für Eintrittspreise und Verkehrsmittel

Diese Liste wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Natürlich können sich diese Informationen immer schnell ändern, deshalb immer vor Ort noch einmal abklären, wie die Lage aktuell ist.

  • Öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Metro: Kinder bis 9 Jahren fahren kostenlos
  • Trenitalia-Züge: Kinder bis 14 Jahren fahren kostenlos
  • Städtische Museen und Denkmäler: Kinder bis 5 Jahren erhalten kostenlos Zutritt, bis 25 Jahren ermäßigt (nur EU-Bürger)
  • Staatliche Museen und Denkmäler: Kinder bis 17 Jahren erhalten kostenlos Zutritt, bis 25 Jahren ermäßigt (nur EU-Bürger)
  • Vatikanische Museen: Kinder bis 5 Jahren erhalten kostenlos Zutritt, bis 25 Jahren ermäßigt
  • Kuppel des Petersdoms: Kostenlos für Kinder
  • Vatikanische Nekropolis: Zutritt für Kinder unter 15 Jahren nicht gestattet
  • Vatikanische Katakomben: Kinder bis 5 Jahren erhalten kostenlos Zutritt, bis 15 Jahren ermäßigt

Rom mit Baby erkunden

Generell spricht nichts dagegen, mit einem Baby die Ewige Stadt zu erkunden. Jedoch muss man sich klar sein, dass Bürgersteige und Kopfsteinpflaster es einem nicht immer leicht machen, mit einem Kinderwagen vorwärts zu kommen. Da lohnt sich der Erwerb eines Tragegurtes für Babys, damit man das Kleine nicht vor sich herschieben muss. Wer trotzdem lieber einen Kinderwagen mitnehmen will, sollte die sportliche Buggy-Variante nehmen, die sich schnell zusammenfalten lässt.

Wer jetzt fragt, ob man denn im Taxi in Rom einen Kindersitz findet, ist offensichtlich noch niemals in Rom Taxi gefahren. Da kann man sich schon glücklich schätzen, wenn der Sitzgurt noch funktioniert. Es gibt keine Mitführpflicht von Kindersitzen in Taxen, und es wird erwartet, dass man das Kind auf dem Schoß hält.

Wem das angesichts der sehr locker-rasanten Fahrweise römischer Autofahrer zu unsicher ist, der sollte auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückfallen. Beim Transfer vom Flughafen gibt es eine Auswahl von privaten Anbietern, die auf Anfrage auch kostenlos einen Kindersitz zur Verfügung stellen können, zum Beispiel hier buchbar.

Rom hat viele faszinierende Sehenswürdigkeiten, doch nicht alle sind einfach zu erlaufen.

Windeln, Babynahrung, Milch und so weiter erhält man am besten in den römischen Apotheken. Es ist anzuraten, eine eigene Deckel zum Windelwechseln sowie feuchte Reinigungstücher und Desinfektionsmittel mitzunehmen, weil das Windelwechseln oftmals ungewollte Akrobatik in nicht gerade sauberen Toiletten abverlangt.

Wenn ihr ein Ferienapartment statt eines Hotels bucht, bedenkt, dass viele Wohnblöcke keine Aufzüge haben. Außerdem ist es sicherlich sinnvoll eine Unterkunft dort zu suchen, wo man sowieso die meiste Zeit verbringen wird, besonders wer den Mittagsschlaf zuhause absolvieren will. Wir geben euch ein paar Unterkunfts-Empfehlungen am Ende dieses Reiseführers.

Familientauglichkeit bekannter römischer Sehenswürdigkeiten

  • Colosseum: Dieses atemberaubende und wahrhaft kolossale Bauwerk darf eigentlich auf keiner Bucket List für Rom fehlen. Für Kinder wird hier das Alte Rom eindrucksvoll greifbar. Der Besuch mit Kindern ist, abgesehen von Ticket- und Sicherheitsschlange, problemlos. Die Gänge sind breit, und es sich Aufzüge vorhanden.
  • Villa Borghese: Die Villa selbst mit ihrer Ausstellung ist zwar wunderschön und toll für Erwachsene, aber Kinder werden sich hier wohl recht schnell langweilen. Warum man aber trotzdem die Villa Borghese auch mit kleinen Kindern aufsuchen kann, ist der angeschlossene Park, der zu Picknicks und Ausflügen mit dem Mini-Zug oder mit dem Mietrad einlädt. Zum Leihen von Fahrrädern benötigt ihr einen Personalausweis.
  • Pantheon: Das Pantheon ist eine superleichte Attraktion für Familien, denn man ist genauso schnell wieder draußen wie man reingekommen ist. Zunächst erscheint das Pantheon sehr unscheinbar, aber drinnen zeigen sich dann viele Schätze. Doch der wahre Clou ist das Loch in der Kuppel, die übrigens eine perfekte Halbkugel ergibt. Mut zur Lücke!
  • Forum Romanum: Das ehemalige Zentrum Roms ist in seiner Größe und Monumentalität absolut beeindruckend. Zwischen den vielen Ruinen umherzulaufen ist, wie einen tollen Abenteuerpark zu erkunden – hinter jeder Biegung gibt es eine neue Überraschung. Jedoch sollte man nicht unterschätzen, wie groß das Areal ist. Da die Wege nicht sehr gut gepflastert sind, ist von Kinderwagen abzuraten. Besser ist es, den kleinen Mitreisenden zu tragen, sobald die Beine schwer werden.
    Das Forum Romanum ist riesig und sollte gut geplant sein.
  • Petersdom: Die größte Kirche der Welt ist der Petersdom, und er ist pickepackevoll mit tollen Kunstschätzen und vielen aufregenden Details. Michelangelos wunderschöne Pieta verbirgt sich hinter Sicherheitsglas, denn ein Verrückter ist einmal mit einem Beil auf sie losgegangen. Und mitten im Hauptschiff ist eine Messlatte, die zeigt, wie groß andere Kirchen im Vergleich sind. Und unten in der Krypta gibt es uralte Gräber zu bestaunen.
  • Engelsburg: Fantastisches Museum und eine echte Burg, in der man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Zudem ist dies einer der besten Orte, um über die Dächer Roms zu gucken. Zu entdecken für Kinder gibt es den Geheimgang zum Vatikan und die Engelsbrücke.
  • La Fontana di Trevi: Der Trevibrunnen ist eine echte Touristenfalle. Völlig überlaufen von Touristen, so dass die Taschendiebe ein leichtes Spiel haben. Aber eine Münze in den Brunnen zu werfen ist trotzdem für Kinder ein tolles Erlebnis. Und wusstet ihr, dass da im Jahr so einige Hunderttausend Euros zusammenkommen? Die Stadt Rom sammelt sie alle ein und verteilt sie dann an Institutionen für Bedürftige.
  • Vatikanische Museen: Diese Museen sind vielleicht keine leichte Kost für Kinder – endlose Gänge, keine interaktiven Installationen, wenige Toiletten, aber man kann den Kleinen den Besuch schon schmackhaft machen. Je nach Interesse der Kinder kann man zum Beispiel die Mumien bestaunen, auf denen man immer noch Haare und Zehnägel sieht, oder man zählt die Anzahl der nackten Popos, denen man unterwegs begegnet.

Die Kuppel des Petersdoms ist absolut sehenswert.

Attraktionen, die besonders Kinder mögen werden

Die folgenden Sehenswürdigkeiten sollten Kindern ganz besonders gefallen: sie sind lustig oder mal was ganz anderes, unterhaltsam und spannend.

  • Das Kindermuseum Explora ist eine Stadt in einem Museum, untergebracht in einer ehemaligen Busgarage an der Piazza del Popolo. Hier können Kinder zwischen 3 und 12 Jahren die Welt der Städte spielerisch erkunden. Hier gibt es alles mögliche zu erkunden, unter anderem ein Postamt, ein Krankenhaus und einen Supermarkt.
  • Der Bioparco ist ein über 100 Jahre alter Zoo im Garten der Villa Borghese, der von niemand anderem als Carl Hagenbeck ersinnt wurde. Er gibt alles her, was man von einem typischen Zoo so erwarten würde: Affen, Giraffen, Elefanten und vieles mehr. Das Zoologische Museum nebenan ist ein Naturkundemuseum mit vielen Knochen, Muscheln, ausgestopften Tieren, usw.
  • Jeden Tag wird um genau 12 Uhr eine Kanonensalve  auf dem Gianicolo unterhalb der Statue von Garibaldi abgefeuert. Eine jahrhundertealte Tradition, die dafür sorgen sollte, dass alle Uhren in Rom aufeinander abgestimmt sind.
  • Auf dem historischen Markt von Compo dei Fiori findet man am Morgen eine farbenfrohe und verführerische Auswahl frischer Lebensmittel. Die Händler lieben kleine Kinder und bieten oftmals kleine Appetithäppchen zum Naschen an in der Hoffnung, ein breites Lächeln zurückzukriegen. Am Rande des Marktes befindet sich die bekannteste Schnellimbiss-Pizzeria und Bäckerei der Stadt, Forno Campo de‘ Fiori
  • Rom hat natürlich viele Kirchen zu bieten, und sie sind eine bequeme, kostengünstige Art, den Kindern Kultur und Geschichte näher zu bringen. Eine Kirche, die sich ganz besonders für Kinder eignet, ist die Santa Maria della Concezione in der Via Veneto. Am Eingang befindet sich eine lateinische Inschrift: „Hier liegen Staub, Asche, Nichts.“ Aber die wirkliche Attraktion ist das Kapuziner-Beinhaus, das mit den Knochen von 4.000 Mönchen ausgeschmückt wurde.
  • Technotown ist eine tolle Anlaufstelle für alle Kinder über 6, die sich für Technik, Robotik, Film, Lego und vieles mehr interessieren. Hier gibt es eine ganze Menge zu entdecken, wie zum Beispiel eine Zeitmaschine, die den Besucher mitnimmt ins Alte Rom.
  • Die Trajansmärkte sind für Kinder spannend zu entdecken. Die vielen Gänge, Galerien und Treppen verwandeln diesen historischen Ort in ein kleines archäologisches Wunderland. Die Gebäudeansammlung stammt noch aus dem Alten Rom und wurde immer wieder umfunktioniert: mal war sie Festung, dann Kloster, später eine Kaserne.
  • Der zweitgrößte Park in Rom ist die Parkanlage der Villa Borghese. Das Schöne: Vom Stadtzentrum aus ist dieser Park bequem zu erreichen. Hier gibt es für die Kleinen viel zu erleben: ein Karussell, eine Mini-Eisenbahn, einen See mit Schwänen und Ruderboten. Am besten ist es, wenn man sich ein Fahrrad für mehrere Personen mietet und damit den Park erkundet. Das Museum Galleria Borghese ist so prächtig eingerichtet, dass selbst Kinder fasziniert sein werden (Verbuchung nötig).
  • Die christlichen Katakomben an der Via Appia Antica sind eigentlich schon ein Muss. Die ersten Christen lehnten nämlich Feuerbestattungen ab, weil sie an die Wiederauferstehung nach dem Tode glaubten. Da ging den Friedhöfen Roms schnell der Platz aus. Nach dem Besuch kann man sich im Park neben der Via Appia entspannen.
  • Im Vittoriano-Denkmal, auch „Hochzeitstorte“ genannt, gibt es einen Glasaufzug, mit dem man ganz nach oben fahren kann. Dann steht man zwischen den großen geflügelten Statuen und kann den herrlichen Ausblick genießen. Der Spaß ist nicht billig, aber Kinder unter 10 Jahren haben kostenfreien Eintritt.
  • Rom ist eine Katzenstadt. Man findet sie überall zwischen den alten Ruinen. Der bekannteste Ort ist aber Largo di Torre Argentina. Weil es gerade hier so viele Katzen gibt, befindet sich am Rand eine Freiwilligenstation, wo die Haustiger verpflegt, sterilisiert und versorgt werden.
    Die Vatikanischen Museen sind toll für Erwachsene, aber Kinder werden sich hier eventuell langweilen.
  • La Bocca della Verità: Das Marmorgesicht mit dem „Mund der Wahrheit“ befindet sich an der Kirche Santa Maria in Cosmedin. Der Legende nach wird jedem die Hand abgebissen, der eine Lüge erzählt. Also einfach mal ausprobieren und die Hand reinschieben…
  • Rom ist zwar nicht berühmt für seine Straßenbahnen, wer aber trotzdem eine interessante Fahrt mit der Tram erleben will, der kann mit der Nummer 3 ebenfalls die Ewige Stadt erkunden. Steigt ein in der Viale delle Belle Arti (vor dem Museum für Moderne Kunst) in den Borghese-Gärten. Die Fahrt dauert 40 Minuten und führt euch am Park vorbei und durch die römischen Stadtteile, vorbei an antiken Mauern und Aquädukten und bis direkt vor das Colosseum. Hier könnt ihr dann zum Beispiel aussteigen, oder ihr fahrt weiter, vorbei am Circus Maximus, die Aventine hoch, zur Piazza Porta S. Paolo und dem Tiber.
  • Wenn ihr sowieso vorhabt, das Pantheon zu besuchen, dann geht auch einmal drumherum und zur Piazza della Minerva (dort steht ein Obelisk auf einem Elefantenrücken) und noch ein Stückchen weiter zur winzigen Via del Pie‘ di Marmo, der Marmorfußstraße. Denn hier befindet sich ein riesiger Marmorfuß in einer Sandale, ungefähr so groß wie ein Fiat Punto. Dies ist das letzte verbliebene Teil der ägyptischen Göttin Isis. Von der Größe des Fußes zu schließen, war die Statue einmal 7,60 Meter groß.
  • Ein Besuch der Kirche San Clemente unweit des Colosseums ist wie das Betreten einer Zeitmaschine in die Vergangenheit. Drei Schichten urbaner Geschichte kann man hier durchwandern. Nach Besuch der herrlichen Goldmosaike in der Kuppel geht es weiter unter Tage, wo man Fundstücke sieht, die bei Restaurierungsarbeiten am Fundament vor 150 Jahren entdeckt wurden. Je weiter man nach unten geht, desto älter werden die Schichten. Ganz unten angekommen befindet man sich im 1. Jh. nach Chr. – man läuft über römische Straßen, sieht Tempel und Häuser. All dies wurde im 4. Jahrhundert für die Fundamente einer Basilika aufgefüllt, die an dieser Stelle ca. 700 Jahre lang gestanden hat. Dann wurde die Kirche an dieser Steller erbaut, die man auch heute noch hier sieht.
  • Das Genie Leonardo da Vincis kann man hautnah im Museum Mostra di Leonardo im Keller des Palazzo della Cancellaria erleben. Hier sieht man Modelle von da Vincis gewagtesten Designs, darunter einen Panzer und ein Flugzeug.Die vielen Plätze in Rom, hier der Piazza Navona, laden zum Verweilen ein.
  • Italienische Milchshakes? Ja bitte! Die frullati gibt es zum Beispiel bei Pascucci in der Nähe des Largo di Torre Argentina, die das schon seit 1937 so machen.
  • Unsere Mini Globetrotter lieben Kinos! Time Elevator Rome ist so etwas wie ein Kino, jedoch noch viel besser – ein 5D-Kino. Die Zuschauer erleben 2,750 Jahre römischer Geschichte, die spannend erzählt und mit multimedialer Technik untermalt wird. Da wackeln auf der Zeitreise ganz schön die Sitze! Natürlich gibt es das auch in deutscher Sprache. Um die Alterseignung einzuschätzen, schaut ihr am besten einmal das kurze Video auf der Homepage der Attraktion.
  • Wie wäre es mit einer römischen Schnitzeljagd? Lasst die Kinder doch zum Beispiel alle Brunnen der Umgebung finden. Oder sucht das Kürzel SPQR (Senatus Populusque Romanus), das sich zum Beispiel auf Gullideckeln verbirgt. Rom ist auch voll von Familienwappen – da sieht man tolle Abbildungen von Löwen, Drachen, Bienen, Sternen, Bällen, Bäumen, Adlern und so weiter. Wir haben das schon mal so in Santiago de Compostela mit den berühmten Jakobsmuscheln gemacht, und es klappt ausgesprochen gut.
  • Kinder, die sich nicht in der Dunkelheit fürchten und vielleicht schon wenig älter sind, mögen Gefallen finden am Palazzo Valentini. Eine tolles Multimedia-Museum unter den Straßen Roms, wo alte Überreste spannend gemacht werden. Bemalte Wände, Bodenmosaike, Kellergewölbe… alles das wird hier interessant präsentiert.

Rundführungen in Rom in deutscher Sprache speziell für Familien

Kindgerechte Stadtrundführungen kann man auch den Profis überlassen. Wir haben da mal ein paar Angebote rausgesucht:

Roma Cultura: Für Kinder bis 13 Jahre, Dauer 3 Stunden

Roma Mirabilia: Kinderführung mit Eisessen, Dauer 2 Stunden

Das Colosseum ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Rom, auch für Familien

Das Colosseum ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Rom, auch für Familien

Familienfreundliche Rom Unterkünfte

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AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat.Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa.Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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