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Reisepannen

Pleiten, Pech und Pannen: Eigentlich sollte ich niemals fliegen

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Wenn einer eine Reise tut… tja, da kann er was erzählen. Auch wenn wir quasi Berufsreisende sind, passieren uns immer mal wieder Pannen und Probleme.

Und was uns schon alles passiert ist! Wir wollen euch davon berichten, wie es war, als wir nicht mehr in unser Heimatland einreisen durften. Wie ich beinah nicht wieder in das Land zurückkehren durfte, in dem ich zu diesem Zeitpunkt lebte (nämlich Australien). Und noch so einiges mehr.

Nach anfänglichen Schockmomenten konnten wir glücklicherweise diese Missverständnisse klären, aber nicht auszudenken, was alles hätte passieren können!

Und so haben wir unterwegs die ein oder andere Lektion auf schmerzhafte Weise lernen müssen. Damit euch nicht das gleiche passiert, möchte ich meine Erlebnisse mit euch mal auf diesem Blog teilen. Hoffentlich hilft es euch, diese dummen Fehler zu vermeiden!

Wenn man sein Portemonnaie zu gründlich aussortiert

Tja, irgendwie bin ich nicht sehr talentiert darin, Dinge vernünftig auszusortieren. Als wir zum Beispiel vor vielen Jahren nach Australien auswanderten, ging ich natürlich auch mit einem kritischen Auge durch meinen Kleiderschrank. Es passt ja nicht alles in den Koffer. Das Ergebnis meiner Sortierarbeit waren unterschiedliche Stapel Wäsche, die sich auf das gesamte Schlafzimmer verteilt hatten. Dinge, die ich mitnehmen wollte nach Australien, Klamotten zum Wegschmeißen, Kleidung für die Altkleidersammlung.

Als Volker sich dann helfenderweise anbot, sagte ich natürlich nicht nein. Ich zeigte auf einen Stapel Wäsche und bat ihn, diesen eben kurz runter zur Altkleidersammlung zu bringen. Erst als er schon durch die Tür war, fiel mit auf, dass ich auf den falschen Stapel gezeigt hatte! Und so wanderten also ausgerechnet meine liebsten Kleidungsstücke in die Altkleidersammlung, inklusive meinem Aller-Allerliebsten Konzert-T-Shirt – limited edition! Da die Altkleidersammelbox voll war, platzierte Volker die Tüten neben den Container (ja, ja, soll man ja eigentlich nicht machen), und da wir uns damals in Berlin befanden, waren die Tüten natürlich schön fūnf Minuten später weg. Das war das letzte Mal, dass ich dieses T-Shirt sehen sollte. C’est la vie!

Man sollte meinen, dass ich aus solch einer schmerzhaften Erfahrung gelernt hätte, aber nein. Viele Jahre später passierte mir genau das gleiche, nämlich auf einem Flug von Sydney nach Bangkok, den ich zum ersten Mal alleine mit meinem Sohn bestritt. Ich wollte in Thailand meinen Bruder, seine Frau und meinen Vater treffen, die mir so auf dem halben Wege von Deutschland entgegen kommen wollten, und nach einem gemeinsamen Badeurlaub wollten wir alle gemeinsam noch Zeit zusammen in Sydney verbringen.

Beim Check-In bemerkte ich voller Panik, dass ich sämtliche Kreditkarten aus dem Portemonnaie aussortiert hatte. Sicher ist sicher! Denkste… Und um noch einmal nach Hause zu fahren, um die Sachen zu holen, war es bereits zu spät. Und nun stand ich also da, ohne thailändische Baht und ohne Kreditkarte. Schon mal ohne Geld geflogen?

Glücklicherweise war Volker an meiner Seite und sprang zu meiner Rettung. So konnte ich mir glücklicherweise seine Kreditkarte für die Reise ausleihen.

Doch damit war noch lange nicht Schluss…

Auf dem gleichen Trip zusammen mit meinem Sohn ging der Spaß gleich weiter. Nach dem Check-In gingen wir zu den Grenzbeamten, um offiziell aus Australian auszureisen. Hattet ihr da schon mal Probleme? Nun, nach unserem Vorfall hier kann ich euch jetzt versichern, dass Australien ein paar echte nette Leute an der Grenze angestellt hat. Denn natürlich war ich so blöd zu versuchen, das Land mit dem falschen Pass für meinen Sohn zu verlassen.

Also, das war so… Unser Sohn ist in Australien geboren und daher australischer Staatsbürger (das geht, weil mindestens einer von uns ein permanent resident bzw. ebenfalls Staatsbürger war, falls euch das Rechtliche dazu interessiert). Zur gleichen Zeit ist er aber auch deutscher Staatsbürger, denn wir sind ja auch deutsche Staatsbürger. Als er geboren wurde, sind wir damals direkt zum deutschen Konsulat, um seinen deutschen Pass zu beantragen, einfach um sicherzugehen, dass wir die rechtliche Lage auch richtig verstanden hatten. Aber wir hatten uns aus Faulheit nicht um einen australischen Pass bemüht. Warum zwei, wenn man doch schon einen hat? Tja, ganz schön dämlich.

Als wir dann also versuchten, aus Australien auszureisen, fragte der Zollbeamte nach dem Visum im deutschen Pass meines Sohnes. Ich erklärte ihm, dass er kein Visum habe, denn er sei ja australischer Staatsbürger. Nicht nur benötigte er kein Visum, er hätte ja auch gar keins bekommen.

Natürlich kam dann die Folgefrage, wo denn der australische Pass sei… und den hatten wir ja schließlich nicht… Mann, da fühlte ich mich wirklich ganz schön dämlich. Doch auch jetzt wieder war mein Mann mein Retter in der Not (wie ihr feststellen könnt, hatte ich ihm bis dahin schon das T-Shirt-Debakel verziehen). Volker geht immer auf Nummer sicher, und das mal zwei, und so hatte er mich gedrängt, auf jeden Fall die australische Geburtsurkunde mitzunehmen. Als ich diese dann dem Zollbeamten zeigte, konnte dieser schnell im Computersystem bestätigen, dass ich die Wahrheit sagte, und dass mein Sohn tatsächlich Australier war.

Ganz wider erwarten durften wir somit unsere Reise nach Thailand fortsetzen, auch ohne australischen Pass. Man warnte mich nur, dass die thailändischen Behörden mehr Probleme machen könnten, und so riet er mir, extra Zeit am Flughafen für den Rückflug einzuplanen. Was für ein toller Grenzbeamter!

Smooth sailing from here? Äh, ’türlich nicht!

Wenn es kommt, dann kommt es dicke. Nach der vergessenen Kreditkarte und dem vergessenen Pass ging der Ärger auf unserem Thailandtrip prompt weiter.

Am Ende unseres Urlaubs erschienen wir frühzeitig am Flughafen Bangkok. Natürlich erwarteten wir, dass es Probleme geben würde wegen der Dokumente, und deshalb waren wir schon ein wenig nervös als es zum Check-In-Schalter der Fluglinie ging. Mit einem Pokerface ging ich also zum Schalter und händigte dem Angestellten meinen Pass und den meines Sohnes aus. Er warf einen kurzen Blick auf den deutschen Pass meines Sohnes, nickte und gab mir diesen zurück. Puh!

Dann schaute er sich meinen deutschen Pass an. Blätterte vor und zurück. Guckte noch mal deutlicher. Drehte ihn hin und her. Schaute mir ins Gesicht, dann wieder in den Pass. Dann bat er mich, einen Moment zu warten und verschwand, um sich mit einem anderen Angestellten zu beraten. Panik machte sich in mir breit. Was war los? Mein Pass war perfekt, ich war ja keine gesuchte Verbrecherin oder sowas. Ich wusste auch hundertprozentig, dass der Pass nicht abgelaufen war.

Der Mann kam zurück und sagte zu mir: “Sie dürfen nicht nach Australien einreisen.”

Ich schaute ihn an und konnte kaum glauben, was für Worte da aus seinem Mund kamen. Ich durfte nicht wieder zurück nach Australien? Aber ich hatte doch dort einen Mann und eine Tochter, einen Arbeitsplatz und ein Haus? Warum? Meine Antwort kam nur flüsternd heraus, ich war so geschockt. “Aber ich bin doch permanent resident. Ich darf doch für immer in Australien leben!”

Doch der Mann schüttelte nur den Kopf und meinte nein. Er zeigte auf meinen Visumsticker und sagte: “Da steht ‘Must not enter after [Datum]’”. Er drehte den Pass um, damit ich es selbst lesen konnte. Was ich vor mir sah, war das so genannte Resident Return Visa. Es klebte da in meinem Pass, und es stand tatsächlich da drin, dass ich nicht wieder nach Australien reisen durfte. Das Datum war tatsächlich abgelaufen.

Bis zu diesem Moment hatte ich immer gedacht, dass in meinem Pass nur ein Visum war, das meinen PR-Status bestätigte. Ich hatte keine Ahnung gehabt, dass der Sticker in meinem Pass in Wahrheit etwas völlig anderes war. Kurz zusammengefasst ist das Resident Return Visa eine zusätzliche Auflage für alle PR’ler, das alle paar Jahre erneuert werden muss. So stellt Australien sicher, dass PR’ler auch tatsächlich in Australien leben, denn während des Erneuerungsprozesses muss man beweisen, dass man eine bestimmte Zeitdauer im Land verbracht hat. Das hatte ich aber bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht gewusst. Und auch die Angestellten der Fluggesellschaft schienen ein wenig verwirrt.

Wenn man auf einmal nicht mehr nach Hause darf, schaut man ganz schön geläppert drein

Wenn man auf einmal nicht mehr nach Hause darf, schaut man ganz schön geläppert drein.

Aber letztlich verhielten sich auch diese Leute sehr hilfsbereit. Sie schickten ein Fax an eine Notfallnummer in Canberra für einen Backgroundcheck. Während wir also auf Antwort aus Australien warteten, musste ich mitansehen, wie meine Familie fröhlich ihr Gepäck eincheckte, völlig fähig, mich mit meinem Kind in Bangkok allein zu lassen und den Urlaub in Sydney ohne mich zu verbringen. Doch nach einer Stunde Warterei kam dann glücklicherweise Antwort aus Canberra und die Bestätigung, dass ich nach Australien einreisen durfte. Trotzdem blieb natürlich ein mulmiges Gefühl auf dem 8-Stunden-Flug zurück nach Hause.

Bei Ankunft in Sydney musste ich dann bei der Einreise beiseite treten und in einem kleinen Raum ein Anmeldeformular für ein Brückenvisum ausfüllen. Ironischerweise konnte man Sohn derweil ohne Probleme auf seinem deutschen Pass nach Australien einreisen… Am Ende durfte ich endlich nach Hause unter der Bedingung, dass ich mir das RRT Visum innerhalb von 30 Tagen erneuerte, was ich natürlich auch prompt erledigte.

Das war übrigens der Tag, an dem ich mir vornahm, so wie meine Kinder auch doppelte Staatsbürgerin zu werden.

Jetzt denkt ihr sicher, ich hätte daraus etwas gelernt.

Und ja, das habe ich auch. Trotzdem hielt mich das nicht davon ab, noch einen weiteren großen Fehler zu begehen, diesmal bei der Einreise nach Deutschland mit meinem Sohn.

Es war Weihnachtszeit und der Plan war, endlich wieder nach sieben Jahren Weihnachten im Kreise meiner Familie zu verbringen. Ich hatte mich so sehr auf diesen Trip gefreut, die Freude, meinem Erstgeborenen vielleicht sogar Schnee zu zeigen, und die gute deutsche Küche zu genießen.

Dabei war der Trip bis kurz zuvor noch auf der Kippe gewesen, denn im Oktober war ich an einer schweren Lungenentzündung erkrankt, und ich brauchte knapp 10 Wochen, um wieder einigermaßen zu Kräften zu kommen. Noch dazu hatte ich mir eine angeknackste Rippe zugezogen, was gerade das Husten sehr schmerzhaft machte. Und auch Handgepäcktragen war eine regelrechte Tortur. Ich war zu diesem Zeitpunkt immer noch so geschwächt, dass ich noch nicht einmal meinen eigenen Koffer hatte packen können.

Und so stand ich also in der Einreiseschlange am Düsseldorfer Flughafen nach einem 24-Stunden-Flug mit einem übermüdeten siebenjährigen Kind, immer noch erschöpft und müde von der langen Krankheit. Auf der anderen Seite der Grenze warteten meine Schwiegermutter und ihr Lebensgefährte, bereit, mit das Gepäck abzunehmen und meinen Sohn in die Arme zu schließen. Ich konnte es kaum erwarten.

Die Schlange am Einreiseschalter war lang. Deutsche mussten zwar fast gar nicht lange warten und konnten fast sofort durchgehen, aber Ausländer wurden komplett durchgecheckt. Und wir standen eben in genau dieser Schlange, eben wegen meines Sohnes. Er hatte endlich einen australischen Pass (man lernt ja!). Sein alter deutscher Babypass war in der Zwischenzeit längst abgelaufen.

Etwas, was ich in diesem Moment gelernt habe: Wenn du dich irgendwo anstellen musst, dann stelle sicher, dass du dich in der richtigen Schlange anstellst. Denn der Typ, der uns am Ende erwartete, war extrem unfreundlich und ganz einfach eine unangenehme Person. Wahrscheinlich hasste er Ausländer in ihrer Gesamtheit. Nicht einer vor uns wurde freundlich behandelt, es war wirklich beschämend. Besonders, wenn man das mal mit der fröhlichen Einstellung der australischen Zollbeamten vergleicht. Vielleicht merkte er auch, dass ich sein Verhalten gegenüber den anderen Reisenden nicht besonders schätzte.

Denn als wir endlich an die Reihe kamen, gab es den größten Schock von allen.

Wo denn der Pass von meinem Sohn sei, wollte er wissen. Also erklärte ich, dass dieser abgelaufen sein. Ich hatte ihn zwar dabei, aber ich war davon ausgegangen, dass der australische Reisepass ausreichend wäre für die Einreise, denn dieser sei ja nicht abgelaufen. Nein, das sei nicht richtig, wurde ich belehrt. Da mein Sohn deutscher Staatsbürger sei, müsse er auch mit einem deutschen Pass nach Deutschland einreisen. Ohne einen deutschen Pass würde ihm die Einreise verweigert. Dann übergab er mir mit einem unzufriedenen Grummeln einen Ausdruck aus dem BGB mit einem Abschnitt über die Einreiseregulierung für Staatsbürger.

Ich war baff. Ich war mir ziemlich sicher gewesen, dass ich etwas völlig anderes irgendwo im Internet auf einer Konsulatsseite gesehen hatte. Meinen Informationen zufolge war die Einreise mit dem entsprechenden Landesdokument zwar empfehlenswert, aber nicht verpflichtend. Aber als ich es so Schwarz-auf-Weiß sah, wusste ich, dass man das jetzt mit diesem humorlosen Mann ganz sicher nicht durchdiskutieren konnte.

Ich tat das einzig Sinnvolle in solch einer Situation. Ich entschuldigte mich, wie ich mich noch niemals in meinem Leben entschuldigt hatte. Erkannte meine Schuld an und bat um Kulanz. Man konnte ganz deutlich sehen, wie müde mein blasser Sohn neben mir war, dass ich selbst auch nicht gerade fit und voller Leben war.

Der Zollbeamte schaute mich mit seinen Schweinsäuglein an und begann dann folgende Horrorrede: “Und davon mal abgesehen, wo ist denn die eidesstattliche Erklärung von Ihrem Mann, dass Sie alleine mit Ihrem Kind reisen dürfen?“

Mir versagten in diesem Moment die Worte. Wie bitte??

Natürlich hatte ich kein solches Dokument. Das war bislang nie ein Thema gewesen. In Australien überhaupt kein Problem, auch Thailand hatte nie danach verlangt. Warum sollte ich also an so etwas denken? Wir führten eine glückliche Ehe, ich kidnappe doch hier nicht mein eigenes Kind! Natürlich ist das ein sehr ernstes Thema, und die Kinder dieser Welt gehören geschützt, aber das war doch alles hier nicht der Fall!

„Hier, wir können meinen Mann in Australien anrufen, der ist noch wach,” stammelte ich entsetzt. „Meine Schwiegermutter ist auf der anderen Seite der Grenze, die kann meine Aussagen bestätigen. Mein Mann kann ihnen auch gleich etwas rüberfaxen?“

Doch der Mann grummelte nur und blinzelte mich an. Ich war wir ein halbtoter Fisch an seiner Leine. Er genoss sichtbar die Situation. Tut mir Leid, aber das ist echt war. Und in diesem Moment dachte ich nur noch, dass Deutschland somit ganz einfach nicht mehr Heimatland war, wenn man so begrüßt wurde.

„Also was mache ich denn nun,“ wollte ich schließlich wissen. Vor lauter Erschöpfung konnte ich mich schon kaum mehr auf den Beinen halten. „Schicken sie uns jetzt zurück?” Mir graute bei dem Gedanken, das Kind noch einmal auf einen 24-Stunden-Flug zu stecken, ganz ohne Hilfe eines gesunden Erwachsenen an meiner Seite.

Der Mann atmete schwer ein und aus. Ließ mich zappeln.

Schließlich sagte er nach einer langen Pause so ganz ohne Emotion: “Sie haben zwei Möglichkeiten, wenn Sie heute nach Deutschland einreisen möchten.” Ich nickte, dankbar.

“Zum einen kann ich Ihnen jetzt hier einen Notfallpass ausstellen, so dass ihr Sohn legal nach Deutschland einreisen kann. Das kostet [irgendein pisseliger Eurobetrag].”

Ich nickte weiter, jetzt voller Hoffnung, denn schon Option 1 war eine gute Option.

“Oder ich kann Sie jetzt mit einer Verwarnung gehen lassen. Das heißt, sie müssen gar nichts zahlen.”

Also sagte ich: “Und wie haben Sie entschieden?”

Er grinste wie ein Henker und antwortete: “Ich werde Sie heute verwarnen und ich mache Sie noch einmal darauf aufmerksam, dass Sie sich einen gültigen deutschen Reisepass für Ihren Sohn besorgen müssen. Außerdem benötigen Sie eine eidesstattliche Erklärung von Ihrem Mann, wenn Sie ohne ihn reisen und Ihr Kind mitnehmen.“

Ich dankte dem unfreundlichen Mann von Herzen, so wie ich noch niemals in meinem Leben einem unsympathischen Menschen gedankt habe. Ich war den Tränen nahe. Man konnte richtig sehen, wie sehr er diesen Moment genoss. Wie sehr er sich mir in dieser Situation überlegen fühlte, mich mit Hilfe des Gesetzes zu einem wimmernden kleinen Wesen reduziert hatte.

Wir gingen weiter zum Gepäckband und betraten Deutschland. Auf der anderen Seite erwartete mich meine Schwiegermutter, der ich tatsächlich heulend in die Arme fiel. Die Aussicht, mit meinem Sohn wieder nach Australien zurück geschickt zu werden, krank wie ich war, war einfach zu erschreckend, um sie richtig zu begreifen. Ich war in diesem Moment ganz einfach nur dankbar, dass ich nun doch Weihnachten mit meiner Familie verbringen durfte.

Und dann doch Weihnachten in Deutschland

Und dann doch Weihnachten in Deutschland!

Auch wenn alles am Ende gut ausging, hinterließ diese Episode doch einen bitteren Nachgeschmack, und es fiel mir schwer, mich während unseres Aufenthalts total gehen zu lassen. Nach den Feiertagen hatten wir noch eine kurze Stippvisite für London eingeplant, um eine Freundin zu besuchen, und es war klar, dass wir dafür die Schengenzone verlassen mussten. Danach mussten wir ein zweites Mal nach Deutschland einreisen, was dann aber trotz der gleichen mangelhaften Papiere – oh Wunder – auf einmal gar kein Problem war. Da kann man mal sehen, wie sehr alles davon abhängt, mit welchen Leuten man es zu tun hat.

Gerade nach dieser letzten Erfahrung kann ich einen Anflug von Panik bei Grenzkontrollen und anderen Situationen dieser Art nicht mehr verhindern. Ich lasse meinen Mann jetzt mit den Leuten reden und halte mich im Hintergrund. Mittlerweile sind wir auch doppelte Staatsbürger und reisen immer mit einem ganzen Set von Pässen. Das ist zwar umständlich, aber besser als jedes Flughafendrama.

Ihr wollt noch über die Grenzerfahrungen anderer Blogger lesen? Dann schaut mal bei dieser Blogparade vorbei!

Ein paar Lektionen, die ich dadurch gelernt habe

 

    • Checkt gründlich alle Reisedokumente wie Visa und Pässe und deren Ablaufdaten (meist muss ein Reisepass noch 6 Monate Gültigkeit besitzen)

 

    • Macht euch Papierkopien von allen wichtigen Dokumenten

 

    • Die Geburtsurkunde meines Kindes war in unserem Fall ein Lebensretter

 

    • Verlasst euch niemals auf nur eine Bezahlungsart und stellt sicher, dass ihr auf möglichst verschiedene Wege auf euer Geld zugreifen könnt, wenn ihr unterwegs seid

 

    • Schreibt euch alle Notfallnummern sicher auf und speichert sie im Handy ab

 

    • Lasst die Lieben daheim und wenn möglich Bekannte am Urlaubsort wissen, wann ihr reist, damit ihr bei Problemen Unterstützung bekommen könnt

 

    • Checkt vor Abreise alle Regulierungen und Bestimmungen und fragt an offizieller Stelle nach, wenn ihr nicht sicher seid

 

    • Macht euch darauf gefasst, dass Checks und Kontrollen auch mal länger dauern können

 

    • Seid auf jeden Fall kooperativ, ruhig und freundlich, wenn ihr mit Leuten in Uniform redet (und erscheinen sie noch so unfair und unfreundlich)

 

    • Wer alleine mit Kind reist, sollte eine eidesstattliche Erklärung des anderen Elternteils mit sich führen

 

    • Reisende mit doppelter Staatsbürgerschaft müssen immer alle Pässe mit sich führen, wenn sie in Aufenthaltsland oder Heimatland einreisen, denn man kann in das entsprechende Land nur mit dem jeweiligen Pass einreisen

 

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AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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