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Sydney skyline

Hier kann man in Sydney gut und günstig essen

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Gerade, wenn man mit Kindern unterwegs ist, kann eine Sache ganz schön kompliziert werden: das Essen.

Bei uns in der Familie gibt es da immer wieder Probleme, weil eins der Kinder am liebsten nur ganz einfache Spaghetti mit Tomatensauce essen möchte, und das jeden Tag. (Erstaunlicherweise liebt das andere Kind dafür Oliven, Ziegenkäse, Muscheln, Garnelen, Känguru und vieles mehr!)

Wir kennen also das alltägliche Drama unterwegs, wenn man nicht gleich das passende Restaurant findet, um leere Bäuche wieder aufzufüllen. Gerade auf Reisen kann das sehr unangenehm werden. Wenn wir mit den Kindern unterwegs sind, ist es daher immer unser Ziel, etwas Einfaches und Preiswertes zu finden, das möglichst alle glücklich macht.

Doch wo kann man in Sydney eigentlich gut und günstig essen?

Im Folgenden stellen wir euch drei Strategien vor, die euch bei der Nahrungssuche in dieser großen Stadt helfen sollen. Wo angebracht, geben wir euch auch gleich ein paar Restauranttips mit an die Hand. Aus persönlicher Erfahrung weiterempfohlen. Wir leben ja schon seit einiger Zeit hier und kennen uns da gut aus.

Pub-Food

Eines vorweg: Pubs in Australien heißen kurioserweise Hotel. Und Hotels heißen auch Hotel. Deshalb kann manchmal ein wenig Verwirrung entstehen.

Pubs sind aber insgesamt eine feine Sache in Australien. Oftmals sind das richtig große Betriebe, also nicht nur ein Schankraum, sondern auch ein Spielkasino, Alkoholverkaufsgeschäft, Wettbüro, Restaurant, und tatsächlich auch manchmal ein Hotel.

Und wenn wir sagen Restaurant, dann meinen wir in den meisten Fällen sowas wie Kantine. Man organisiert sich eine Speisekarte, wählt sein Gericht aus, geht zu einem Schalter, bestellt und bezahlt. Dann erhält man eine Nummer, die man mit an den Tisch nimmt. Besteck, Servierten und Ketchup muss man sich selbst zusammensuchen. Die Getränke gibt im Pub-Teil des Etablissements, wie üblich. Bei so wenig Luxus und so viel Eigenregie muss das Essen ja billiger sein. Noch dazu finanzieren die Pubs die Essenausgabe mit über den Getränkeverkauf. Denn wer isst, der muss auch trinken.

Natürlich gibt es solche und solche Pubs. Nicht jeder Pub ist billig. Einige sind total hip und trendy, das Essen entsprechend von hoher Qualität.

In den meisten Fällen erhält man in Pubs das typische “Pub-Food”. Das sind panierte Hähnchenschnitzel mit Pommes, Steak, Fish und Chips, Burger, Sandwiches. Manchmal auch Pizza. Gelegentlich bietet die Küche völlig andere Gerichte an, z.B. thailändisches Essen, mexikanisches Essen oder spanische Tapas. Es kommt ganz auf das Konzept an.

Insgesamt jedoch ist das Essen in Pubs eine günstige Alternative. Hier erhält man volle Mahlzeiten in einem gemütlichen Ambiente ohne viel Brimborium.

Unser Tip: Wenn ihr in Sydneys Innenstadt seid, probiert Scruffy Murphy’s (42-29 Goulburn Street), Hotel Sweeney’s (236 Clarence Street) oder Harts Pub (Ecke Essex Street und Gloucester Street).

Mamak Curry

Sydneys Chinatown

Im Süden der Innenstadt in einem Bereich, der von Einheimischen auch Haymarket genannt wird, gibt es eine ganze Reihe von fantastischen asiatischen Restaurants.

Doch nur weil Chinatown draufsteht, ist noch lange nicht Chinatown drin. Das Viertel ist ethnisch durchmischt und bietet Köstlichkeiten aus aller Herren Länder an. Vietnamesisch, Malaysisch, Chinesisch, Koreanisch, Japanisch, Thailändisch, Indonesisch, usw. Für uns Europäer kann das schon mal ein wenig verwirrend sein.

Werft euer Verständnis von “chinesischem” Essen a la ‚Hühnchen süß-sauer‘ über Bord! In Sydney isst man weitaus authentischer als in Deutschland. Das macht wahrscheinlich die Nähe zum asiatischen Kontinent. Und auch ganz einfach die Tatsache, dass hier unglaublich viele Asiaten ihr zweites Zuhause gefunden haben. Da kommen auch mal gebratene Hühnerfüße auf den Tisch.

Hier also ein paar Tips pro Cuisine:

Chinesisch:

Ein kleines Wort vorweg: Chinesisch in Sydney ist nicht das Gleiche wie Chinesisch im deutschen China-Restaurant. Das ist ziemlich schwer zu erklären, aber bei einem deutschen Chinesen denke ich immer im Vergleich, dass es ein wenig so ist, wie bei McDonald’s zu essen. In Sydney hingegen, da muss man sich oft erst an die weitaus milderen Geschmacksnoten anpassen.

Wer es ganz einfach will, nimmt beim Chinesen eine Nudelsuppe oder ein wenig gebratenes Fleisch mit Reis. Da kann eigentlich nichts schiefgehen. Sehr lecker sind auch gedämpfte Hefeknödel mit Schweinefleischfüllung und natürlich auch gefüllte Nudeln.

Wer gern verschiedene Dinge probiert, der sucht sich ein Restaurant mit Yum-Cha-Angebot aus. Das ist so ein wenig wie Tapas-Essen. Man bekommt eine Karte, auf der abgehakt oder vermerkt wird, was im Laufe der Mahlzeit verkonsumiert wird. Das Essen wir auf Wägelchen durch die Reihen geschoben und an den Tischen angeboten. Wenn einem etwas gefällt, zeigt man drauf. Man bekommt einen Stempel oder ein Häkchen auf der Liste und bezahlt später.

Die meisten traditionellen chinesischen Restaurants haben sich in der Fußgängerzone rund um die Dixon Street im Herzen von Chinatown angesiedelt. Das sieht zwar furchtbar touristisch aus, aber wir haben gute Erfahrungen gemacht.

Malaysisch:

Die malaysische Küche wird dominiert von schmackhaften aber scharfen Curries, die man am besten mit einem fettigen Roti-Brot zu sich nimmt.

Berühmt für diese Art von Essen ist das Mamak (15 Goulburn Street). Lasst euch nur noch von der Menschenschlange vor der Tür abschrecken! Die Belohnung ist dann eine Geschmacksexplosion, die sich gewaschen hat.

Eine andere beliebte malaysische Mahlzeit ist Laksa, eine scharfe Kokosnusssuppe mit Nudeln, Gemüse und Fleisch oder Meeresfrüchte nach Wahl. Versucht hierfür Laksa King (41/43 Erskine Street, nördlich von Chinatown)

Ein echtes Erlebnis sind malaysische Nachspeisen – nicht unbedingt für westliche Kinder geeignet! Shaved Ice mit Sirup, roten Bohnen, Mais… oder vielleicht einen ungemein überzuckerten Eistee mit Geleestückchen? Das muss man doch mal probiert haben!

Thailändisch:

Wer schon einmal in Thailand war, wird sich wahrscheinlich so wie wir in das herrlich ausgewogene und frische thailändische Essen verliebt haben. Dabei muss es nicht immer scharf sein. Das beliebte Pad Thai (gebratene Nudeln) ist auch für Thai-Neulinge eine gute Sache. Superlecker ist das Penang Curry aus Kokosmilch und einem Hauch Chili – Süß-Scharf und mit knackigem Gemüse mit Hühnchen.

Für Schnellgebratenes und duftende Kokoscurries mit Pfiff, besucht einmal Chat Thai (20 Campbell Street). Sollte der Laden voll sein, tragt euren Namen und eine Telefonnummer in die Liste vorne an der Tür ein. Dann kann man euch Bescheid geben, wenn euer Tisch frei geworden ist.

Japanisch:

Japanisch ist mehr als nur Sushi! Doch auch Sushi ist natürlich überall erhältlich, entweder zum Mitnehmen oder in einem Sushi-Train-Restaurant, wo das Essen einem vor der Nase davonfährt. In letzterem Fall ruft man am Ende der Mahlzeit die Kellnerin, die einem dann einen Bon ausstellt mit den verzehrten Gerichten, die vorne an der Kasse beim Rausgehen bezahlt werden. Die Teller auf dem Sushi-Train haben unterschiedliche Farben für unterschiedliche Preise. Dementsprechend wird abgerechnet. Sushi ist allgemein weitaus günstiger als in Deutschland.

Versucht doch auch einmal Ramen in einem Ramen-Restaurant – das ist eine deftige japanische Nudelsuppe, die bei heißen und bei kalten Wetter gleichermaßen gut schmeckt. Ramen Kan (90 Hay Street) lässt euch das Essen bequem bei Tisch per Tablet bestellen. Das ist lustig, nicht nur für Kinder, und macht eine Menge Spaß.

Los Vida Tacos

Food-Courts

Als wir vor vielen Jahren in Sydney ankamen, waren wir erstmal total verwirrt. Viele endlose Stunden lang suchten wir Ladenzeilen und Schaufenster – vergeblich! Wo waren nur all die Geschäfte?

Bis wir eines Tages feststellten, dass die meisten Geschäfte sich entweder unterirdisch in den Fußgängertunneln befinden, die die U-Bahnstationen versorgen. Oder in den Einkaufszentren, die ebenfalls oftmals über Tunnel und Brücken miteinander verbunden sind. Und wo sich Geschäfte befinden, da ist für gewöhnlich ein Food-Court nicht fern. Shopper müssen ja essen.

Food-Courts sind weder besonders gesund, appetitlich oder entspannt. Aber sie erfüllen ihren Zweck. Für gewöhnlich hat man eine ganze Reihe von Optionen, meist von den gleichen Kettenrestaurants angeboten: Pizza Hut, McDonald’s, Guzman and Gomez, Burger King, Oporto, Subway, usw. Hinzu kommen noch eine Handvoll von Familiengeschäften, die indische Curries, Kurzgebratenes aus dem Wok oder Salate anbieten. Das Gute also ist: für jeden Geschmack wird was dabei sein.

Food-Courts gibt es überall, aber man muss schon wissen, wo man suchen muss. Wir haben euch die bekanntesten in der Innenstadt einmal aufgelistet.

Spice Alley Kensington Street

Food-Court Empfehlungen in Sydneys Innenstadt

Westfield Sydney (Pitt Street und Market Street) hat einen super schicken Food-Court mit richtigen guten Marken. Allerdings lassen die sich das auch ganz schön was kosten – es ist also schon ein bisschen so ein Luxus-Food-Court. Versucht Din Tai Fung für Chinesisch, Los Vida für Mexikanisch oder Zeus Street Greek für Griechisch.

Market City über dem Paddy’s Market in Haymarket hat ebenfalls einen Food-Court mit akzeptablen asiatischen Optionen – es befindet sich ja mitten im Herzen von Chinatown. Versucht Asagao für Sushi, Flavour of North India für Currys oder Leonardo’s Sandwiches für einen gesunden Wrap.

Pitt Street Mall Food Court unter Myer hat die üblichen Verdächtigen zu bieten: Mcdonald’s, Oporto, Subway, Hokka Hokka und Mad Mex zum Beispiel. Laut, unterirdisch und voll, aber auf jeden Fall eine preiswerte Option mitten im Einkaufsviertel.

World Square an der Ecke Liverpool Street und George Street hat gleich zwei angesagte Burger-Restaurants zu bieten: Grill’d und the Burger Project. Beide ein wenig teurer als die amerikanischen Fast-Food-Ketten, aber dafür mit guten Zutaten und schmackhaft-sättigend.

Spice Alley ist nicht ohne Grund total hip. Dieser kleine Food-Court befindet sich südwestlich des Stadtzentrums neben dem großen Central-Einkaufszentrum in der Kensington Street. Versteckt hinter renovierten historischen Arbeiterhäuschen kann man hier nach Herzenslust asiatischen Gaumenfreuden frönen. Das Ambiente ist outdoorsy, young und intim – muss man einfach mal gesehen haben!

Weitere Infos zu Sydney und Australien

Wir haben über 13 Jahre in Sydney gelebt und kennen uns aus, nicht nur, wenn es darum geht, wo man gut und günstig essen kann.

Hier stellen wir euch zum Beispiel die besten kostenlosen Attraktionen in Sydney vor, das hier ist ein 5-Tage-Plan für euren Besuch in Sydney mit vielen kinderfreundlichen Ideen, und hier erzählen wir euch von den besten Ausflugszielen rund um Sydney.

Oder ihr schaut ganz einfach unserer Länderseite nach für viele weitere interessante Artikel:

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AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat.Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa.Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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