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Die Mini Globetrotter blicken in das Tal der Winde (Outback Teil 5)

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Dies ist der fünfte Teil unserer Outback-Rundfahrt mit den Mini Globetrottern. Wenn ihr von vorne anfangen wollt zu lesen, klickt bitte hier.

Die berühmten Sandsteinkuppeln von Kata Tjuta („Viele Köpfe“) befanden sich in angenehmer Entfernung zu Uluru – in Outbackdimensionen gesprochen. Nur 50km entfernt, gerade so weit, dass man diese Felsformationen auf sich allein gestellt würdigen konnte. Gleichzeitig aber auch nah genug dran, dass man beide Attraktionen bequem an einem Tag besichtigen konnte.

Auf gewisse Weise war Kata Tjuta, auch bekannt als die „Olgas“, sogar noch ein kleines bisschen faszinierender als der Monolith Uluru. Anstelle eines einzelnen Felsens hatte sich hier eine ganze Felsenlandschaft herausgebildet.

Zusammen bildeten die Gesteinsmassen wunderbare Formen, tiefe Schluchten und herrliche Aussichtspunkte.

Kata Tjuta, eine faszinierende Felsenlandschaft in der australischen Wüste

In Kata Tjuta konnte man zwischen zwei Wanderrouten auswählen. Der eine Weg hieß Walpo Gorge Walk, der andere hatte den unglaublich romantischen Namen Valley of the Winds, Tal der Winde.

Den Walpo Gorge Walk könnten wir auch Familien mit kleinen Kindern sehr ans Herz legen. Er war eben, kurz und leicht zu bewältigen. Der Weg ins Tal der Winde konnte nach einigen Kilometern abgebrochen werden. Es reichte, zum ersten  Aussichtspunkt zu laufen.

Erfahrene Wanderer überquerten diesen Punkt und verloren sich dann für Stunden in der herrlichen Wüstenszenerie des Red Centre. Alle anderen kehrten um, nicht weniger bereichert als die Hardcore-Wanderer.

Wanderweg zum Tal der Winde

Kata Tjuta wirkte mit seinen sanften Rundungen wie ein schlummerndes Biest

Wir unternahmen beide Wanderungen. In diesem Artikel gehen wir kurz auf den Weg zum Valley of the Winds ein. Den Bericht zur Walpo Gorge posten wir demnächst.

Eine Sache, die man unbedingt bedenken sollte ist, dass man sich im Outback auf gutes Schuhwerk verlassen muss. Die Wege waren natürlich selten asphaltiert und stolperfrei ausgebaut. Lose Kiesel und rutschige Gesteinsoberflächen sorgten dafür, dass man leicht ausrutschen konnte. So war der rund ein Kilometer lange Weg zum Karu Lookout zwar im Prinzip leicht zu meistern, aber man musste sich mit Bedacht an die Sache ranmachen.

Als wir uns aufmachten, den Valley of the Winds Wanderweg zumindest im ersten Teil zu begehen, hatte sich die winterliche Sonne bereits über den Zenith bewegt. Das war die schönste Zeit im Outback, so kurz bevor die Schatten zu lang und die Farben zu dunkel wurden. Die sanft gewölbten Rundungen von Kata Tjuta wirkten im warmen Nachmittagslicht beinah organisch, wie ein großes Lebewesen, das schlummernd auf dem Wüstenboden ruhte.

Wogende Formen wie ein Schlafender Riese: Kata Tjuta

Mit jeder verstreichenden Minute änderte sich das Farbspiel auf den Felswänden. Die Farben schienen roter, glühender, intensiver. Der Kontrast der Rottöne als Hintergrund zu den abgehärteten Wüstenpflanzen im Vordergrund, die in Tönen von Grün über Blau zu Silbrig-Grau schimmerten, hätte nicht prachtvoller sein können.

Ein Narr, wer behauptet, die Wüste sei tot. Um uns herum blühten die wundersamsten Pflanzen. Manche Blüten erschienen uns wie von einem anderen Planeten zu stammen, ihre Formen voller Fantasie und in den unglaublichsten Konstellationen von Blütenblättern, Stempeln und Staubfäden zusammengestellt.

Der Wanderweg ins Tal der Winde war größtenteils von der Sonne ungeschützt. Das war gut so jetzt im Winter, aber im Sommer musste der Weg eine Tortur sein. Tatsächlich ist es so, dass der Weg im Sommer oft gesperrt wird, um Wanderer vor der extremen Hitze zu schützen.

Ein Narr, der denkt, die Wüste sei tot

Zu viert erkletterten wir uns einen flachen Anstieg zum Karu Lookout. Eigentlich ging es hier erst richtig los mit dem Wanderweg zum Valley of the Winds. Aber da wir Kinder dabei hatten und es bereits nachmittags war, verzichteten wir auf den Abstieg ins Tal für die 4km Wanderung über das Kata-Tjuta-Gelände.

Unter anderen Umständen hätten wir uns gern weiter gewagt.

Wüstenblumen

Und doch, auch mit Kindern erlebten wir gern das Wunder, das Kata Tjuta war. Vom Aussichtspunkt aus hatten wir einen herrlich surrealen Ausblick, ganz tief in das grüne Tal und die endlose Landschaft des australischen Outback.

Der Name Tal der Winde war tatsächlich gerechtfertigt. Der Wind, der uns ins Gesicht schlug und an unseren Jacken rüttelte, war frisch und erfrischend und trieb uns Tränen in die Augen.

Wir verbrachten einige Momente hier, um diese wunderbare Landschaft in uns aufzunehmen, zogen dann aber bald wieder weiter. Es stand noch ein letzter Ausflug auf dem Programm im Kata-Tjuta-Uluru-Nationalpark. Eine Wanderung, die den Karu Lookout noch übertreffen sollte: der Weg in die geheimnisvollen Tiefen der Walpo Gorge.

Camping im Outback mit Kindern – na und wie das geht! Und hier geht es zu Teil 6: Auf einmal war’s passiert – ich war ganz allein in der Walpa Gorge

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AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat.Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa.Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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