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Ausstellungsstück im Centre Pompidou Malaga

Die Mini Globetrotter besuchen das Centre Pompidou in Málaga

  |   Spanien, Städtereisen mit Kindern   |   No comment

Málaga ist eine faszinierende und meiner Meinung nach total unterschätzte Reisedestination. Nicht nur hat die Stadt eine lebhafte Atmosphäre, ein tolles Klima und viele interessante Sehenswürdigkeiten. Es gibt hier auch eine ganze Reihe von Museen von Weltklasse. Schließlich ist Málaga Geburtsort Pablo Picassos, man blickt also auf eine lange Tradition in der Kunstgeschichte zurück.

Nach den ersten turbulenten Wochen nach unserer Auswanderung nach Spanien waren sie endlich da: die Schulferien. Und die sind in Spanien sehr lange – von Ende Juni bis Mitte September müssen die Mini Globetrotter nun erstmal nicht mehr die Schulbank drücken (nun ja, nicht offiziell zumindest, sie werden nämlich auf jeden Fall noch eine Sprachschule besuchen um ihr Spanisch aufzubessern).

Und was macht man als Mutter hüben wie drüben, wenn die Ferien zu lang werden? Richtig, man geht in ein örtliches Museum.

Die Mini Globetrotter gehen ins Museum Centre Pompidou in Málaga

Die Mini Globetrotter gehen ins Museum Centre Pompidou in Málaga.

Málaga ist eine Stadt der Museen

Was man kaum glaubt: in Málaga gibt es ganz ausgezeichnete Museen, sogar mehr als in unserer alten Wahlheimat Sydney. Da gibt es das Picasso-Museum und das Museum für Zeitgenössische Kunst, das Carmen Thyssen Museum und Automobil- und Modemuseum. Und noch vieles mehr. Es gibt also jede Menge zu entdecken.

Nach Absprache mit den Kindern entschlossen wir uns, mit dem Centre Pompidou anzufangen.

Das Centre Pompidou kommt euch sicherlich bekannt vor, denn es steht ja eigentlich berühmterweise in Paris. Das Museum hier in Málaga hingegen ist nur ein temporäres Museum, ein Pop-Up, wie man auch neudeutsch sagt.

Dabei ist es das erste überhaupt außerhalb von Frankreich. Zwar kleiner als in Paris, dafür aber ohne große Besucherschlangen, was unglaublich angenehm ist. Drinnen befinden sich auf 6,000 Quadratmetern Leihgaben aus Paris – sorgfältig ausgewählt, um einen guten Eindruck in die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zu gewähren und dabei aber auch auf den Standort Málaga und Spanien einzugehen.

Die Themen umfassen die Metamorphose, den kubistischen Körper, den politischen Körper, Selbstportraits und Gesichtslosigkeit.

Ein Blick zurück enthüllt Kunst auf den Treppenstufen

Ein Blick zurück enthüllt Kunst auf den Treppenstufen.

Moderne Kunstmuseen sind perfekt für Kinder

Unsere Kinder lieben von allen Kunstrichtungen die Moderne Kunst am meisten. Denn sie ist bunt und oftmals lustig. Oft überraschend und leicht zugänglich. Fantasievoll und verspielt. Oft gibt es was zu Lachen, meist was zu Staunen. Mit den Mini Globetrottern in ein Museum für moderne Kunst zu gehen, macht richtig Spaß.

Das Centre Pompidou befindet sich im neugestalteten Kreuzfahrthafen von Málaga, direkt zwischen den Bereichen Muelle Uno und Muelle Dos. Es ist eigentlich kaum zu verfehlen, denn es liegt direkt unter dem kunterbunten Glaswürfel, den man schon von weitem sehen kann. Die Lage ist ideal für Besucher der Stadt – sei es Kreuzfahrtgäste, Städtereisende oder auch Tagesausflügler von der Costa del Sol, man kommt problemlos dorthin. Und überhaupt ist das ganze Viertel sehr familienfreundlich gestaltet, mit viel Platz zum Flanieren, kinderfreundlichen Restaurants und interessanten Freizeitangeboten für Familien.

Der Eintritt zur permanenten Ausstellung, die unter anderem Werke von Pablo Picasso, Frida Kahlo und Max Ernst zeigt, kostet 7 EUR für Erwachsene. Wer bereit ist 2 EUR mehr zu zahlen, erhält auch Eintritt in die Wechselausstellung, die alle 3-6 Monate ausgetauscht wird.

Das Tolle für Familien: Kinder unter 18 Jahren zahlen überhaupt keinen Eintritt. Auch sonntags ab 16h ist der Eintritt kostenlos. Es finden auch regelmäßig Workshops für Kinder und Erwachsene statt, allerdings das natürlich alles nur auf Spanisch.

Das Museum befindet sich unter dem auffälligen bunten Glaswürfel in der Nähe des Kreuzfahrtterminals

Das Museum befindet sich unter dem auffälligen bunten Glaswürfel in der Nähe des Kreuzfahrtterminals.

Unser Besuch des Centre Pompidou

Nach Zahlung des Eintrittspreises und einer schnellen Taschenkontrolle konnten wir sogleich durchstarten und die Treppe hinunter in die klimatisierten Hallen des Museums entschwinden. Es gab hier vieles auch interaktiv zu entdecken, was den Kindern viel Spaß machte. Allerdings muss man schon sagen, dass dies nicht das größte Museum ist, und man sich ruhig ein wenig Zeit lassen kann.

Mit Spiegeln, auf den Münder oder Schnauzbärte aufgeklebt waren, konnte man prima Grimassen schneiden und so sein eigenes Gesicht mal ganz neu kennenlernen. Im Hintergrund ging dabei, zunächst unbemerkt von uns, ein Gerät los und find an sich zu bewegen – ein fantastisch anmutendes Ding, das auch aus einem Dr-Suess-Buch stammen könnte.

Wir entdecken Gesichter und GesichtslosigkeitFiguren mit blanken Köpfen, auf die sprechende Gesichter projiziert wurden, tauchten immer wieder in den Ecken oben und unten auf, sehr zum Amüsement der Kinder. Wir konnten zwar die Dialoge nicht verstehen, aber die Mimik der Figuren war göttlich.

Beeindruckend waren auch die gesichtlosen knienden Figuren in einem zentralen Bereich der Ausstellung, hergestellt aus Alufolie und beinahe unheimlich in ihrer menschenähnlichen Pose.

Eine Wand aus Nagelbrettern, die die Kinder zum Spielen einlud – am Ende hatten wir eine ganze Nagelbrettwand mit Stinkefingerabdrücken, die wir der Nachwelt hinterlassen konnten. Ich schätze, auch das ist Kunst, irgendwie.

Ein Teil der permanenten Ausstellung ist nicht unbedingt für Kinder geeignet, worauf wir auch sogleich kurz vor Betreten der Räumlichkeiten hingewiesen wurden. Ich habe die Kinder daher kurz an einer der Spielstationen zurückgelassen und mir diesen Teil der Ausstellung eben alleine angeschaut. Hier gab es eine Videoprojektion mit einem nackten Frauenkörper und diverse tote Singvögelleichen – da muss man halt schauen, was man seinen Kindern zumuten möchte.

Eine Nagelbrettwand, von den Kindern gestaltet

Eine Nagelbrettwand, von den Kindern gestaltet.

Málaga, auf jeden Fall eine Reise wert – auch für Familien

Insgesamt ein unterhaltsames, familienfreundliches Erlebnis in Malaga – nur eines von vielen, die wir euch in den nächsten Monaten auf dem Blog als Neuzugewanderte vorstellen wollen. Besuchen solltet ihr dieses Museum mit Kindern, die moderner Kunst aufgeschlossen sind, an Tagen an denen es zu heiß, naß oder kalt ist für andere Erlebnisse und Erkundungen, oder in Kombination mit anderen Angeboten in der Gegend rund um den Kreuzfahrthafen wie zum Beispiel dem Riesenrad.

Für weitere Infos eignet sich diese englischsprachige Webseite am besten. Die offizielle Webseite des Museums ist fast komplett nur auf Spanisch erreichbar, hier lassen sich allerdings auch Tickets online vorbestellen.

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AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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