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Blogparade Roadtrip in Bildern: Das Outback von New South Wales

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Roadtrips sind eine feine Sache. Man bekommt so viel zu sehen, spürt die Freiheit der Straße, trifft interessante Leute. 2005 unternahmen wir unseren ersten Roadtrip, damals noch ohne Kinder, denn die kamen ja erst später. Es ging von Sydney, unserem damaligen Wohnort aus, mit dem Campervan nach Westen.

Einmal bis nach Broken Hill im tiefen Outback des Staates New South Wales und dann über eine südliche Route wieder zurück. Das ganze hat ungefähr 10 Tage gedauert und war ein tolles, total anderes und faszinierendes Erlebnis. Hätten wir die Route nicht bereits gemacht, ich hätte nicht eine Sekunde gezögert, die gleiche Strecke auch mit Kindern abzufahren.

Was wir alles dabei so erlebt haben, das erzählen wir euch nun in 10 Fotos. Dabei folgen wir dem Aufruf zur Blogparade von Kind im Gepäck, Roadtrip in Bildern. Wenn ihr einen Blog habt und auch gern an dieser tollen Blogparade teilnehmen möchtet, dann könnt ihr die genauen Teilnahmebedingungen am Ende des Beitrags nachlesen.

Die Kupfermine von Cobar

Wer besucht schon gern alte Kupferminen? Also ich jedenfalls nicht. Im Outback aber, da laufen die Dinge ein wenig anders. Da nimmt man mit, was man kriegen kann, sonst verbringt man nur den ganzen Tag auf der Straße ohne was zu sehen. Meist wird man dabei sogar positiv überrascht. Die ausgediente Kupfermine von Cobar war ein sehr lehrreicher Zwischenstopp für uns, die Umgebung mit den verrostenden Maschinen und Gerät eine Freude für den Hobbyfotografen.

Alte Tonnen in der Kupfermine von Bobar, NSW

Unser treuer Wegbegleiter

Eine große Sorge meinerseits war der Camping-Aspekt bei so einem Outbacktrip. Denn ich bin eigentlich nicht besonders outdoorfähig. Und so fanden wir in unserem kleinen Campervan einen Kompromis, denn der kam netterweise mit eigener Toilette und Dusche. Und das war auch gut so. Im Outback campt man nämlich in ziemlich verlassenen Gegenden, teilt sich das Gelände oft mit seltsamen Gestalten, die von der Gesellschaft in Stich gelassen wurden. Da war ich froh, nachts nicht noch einmal alleine über den Platz zu den meist recht unhygienischen Toiletten huschen zu müssen.

Camping in Wilcannia

Wilcannia

Ein beeindruckender Stop war für uns der alte Flusshafen Wilcannia. Ab und an ist dieses verschlafene Nest sogar in den australischen Nachrichten, selten jedoch mit positiven Neuigkeiten. Früher einmal, da war Wilcannia eine florierende Gemeinde, die vom Flussschiffhandel lebte. Doch dann nahm das Wasser im Fluss ab und Dürre setzte ein. Die Händler zogen weg, das Vieh wurde zu einem anderen Markt getrieben, und zurück blieben jede Menge mit Brettern verrammelte Gebäude und träge in die Luft schauende Ureinwohner. Die Tankstelle von Wilcannia war übrigens – wie so oft im Outback – die eierlegende Wollmilchsau des Ortes: Tankstelle, Postamt, „Restaurant“, Supermarkt und Campingschlüsselverleih.
Innenstadt von Wilcannia. Heute lebt hier kaum einer mehr

Ein Emu, ein Emu!

Tiere sieht man natürlich auch im Outback. Durch die lang anhaltende Dürre 2005 waren es jedoch weniger als normal, wie uns einige Reisende auf der Straße versicherten. Trotzdem sahen wir ein paar Emus, eine Ziege, eine Handvoll Esel, viele Kühe und am Abend am Campingplatz ein paar Kängurus. Glücklicherweise sahen wir keine Schlangen und kamen auch sonst keinem gefährlichen Getier zu nahe.
Emus crossing

Opale in White Cliffs

White Cliffs ist eine überaus faszinierende Gemeinschaft. Von der Ferne sieht man nicht viel, nur ein paar Hütten und Gebäude mit Blechdächern, ein paar Satellitenschüsseln, Schilder. Wenn man dann näher kommt, sieht man warum: die meisten Menschen hier leben unter Tage. Sie graben sich ihre eigenen Wohnungen in den weichen Sandsteinfelsen, und nebenbei schürfen sie dabei noch nach Opalen. Diese findet man in feinen Adern tief im Gestein. Wer keine Wohnung zum Graben hat, steckt einen Claim ab und gräbt ein tiefes Loch. Deshalb sieht die Gegend rund um White Cliffs aus wie eine Mondlandschaft voller Krater.
Warnung vor Opalminen

Das Silverton Museum

Viele Orte in Australien haben super spannende Geschichten zu erzählen, und die Leute sind auch stolz auf ihre Heimatgeschichte, die meist eng mit ihrer eigenen Familiengeschichte verbunden ist. Deshalb findet man allerorten liebevoll geführte kleine Heimatmuseen voller Quatsch und Klimbim. Silverton hat es uns dabei besonders angetan, denn der Ort ist heute eine Geisterstadt. Hier steht überhaupt nicht mehr viel herum außer den öffentlichen Steingebäuden wie die Schule, die Kirche und so weiter. Warum? Als man feststellte, dass man im 25km entfernten Broken Hill viel einfacher nach Bodenschätzen suchen konnte, haben die Bewohner des Ortes einfach ihre Häuser mitsamt Hausrat auf einen Karren geladen und sind nach Broken Hill umgezogen.
Silverton Museum

Mad Max im Outback

Der erste Mad-Max-Film wurde im australischen Outback gedreht, und zwar mit dem australischen Schauspieler Mel Gibson. Das Silverton Hotel (in Australien heißen alle Pubs „Hotel“) ist immer noch im Betrieb, und drinnen kann man sich Fotos von den Dreharbeiten angucken, die ganz in der Nähe stattgefunden haben. Vor dem Pub steht noch das alte Mad-Max-Auto, eine tolle Touristenattraktion mitten im Nichts.
Hier wurde Mad Max gedreht, da steht das Auto

Zeugen gescheiterter Ambitionen

Ich kann es nicht 100% bezeugen, aber ich glaube, dieses Gebäude steht in Broken Hill. Warum ich es in diesen Artikel aufgenommen habe, ist ganz einfach. Es steht als Stellvertreter für all die anderen prachtvollen Bauten, die man in jedem Ort im Outback zu finden scheint. Warum das so ist? Viele Orte entstanden in der Zeit des Goldrauschs, und man wollte seinen neugewonnen Reichtum zur Schau stellen. Ortschaften wurden großzügig und weitläufig angelegt. Viele Outback-Städte haben Prachtstraßen mit Parks und Plätzen. Doch drumherum ist endlose Leere. Denn so schnell wie das Gold kam, verschwand es auch wieder. Und mit ihm zogen viele Leute weg oder weiter. Zurück blieb der Traum von einer Metropole mitten im Nichts. Bathurst ist ein weiteres gutes Beispiel für diese Verplanung.
Alte Gebäude im Outback

Und dann doch: Wasser

Outback in Australien heißt nicht nur Wüste. Denn natürlich gibt es auch hier große Flüsse und fruchtbare Gegenden. Deshalb sind sie aber noch lange nicht dicht besiedelt, daher immer noch die Klassifizierung „Outback“ oder „Rural Australia“. Bei Mildura fließen zwei große Flüsse zusammen, der Murray und der Darling River. Wir campierten direkt am Flussufer. Daher also das idyllische Bild mit Pelikanen.
Camping in Mildura, VIC

Ein staubiges England

So kurz vor Sydney änderte sich das Landschaftsbild dann noch einmal. Wir kamen durch die Höhen der Great Dividing Range, fruchtbares Weideland, das sich die ersten Siedler damals freudig unter den Nagel gerissen haben. Die weichen Hügel mit den vielen Schafen erinnerten uns dabei ungemein an England. Das orangene Herbstlaub tat sein übrigens. Was dann aber doch das Bild ein wenig störte, war die Staubwolke, die auf den Feldern lag. Obwohl, man konnte sich natürlich auch einreden, dass es sich hierbei um Morgennebel handelte.
Das ist Staub

Auf geht’s zur Blogparade

Habt ihr jetzt auch Lust, Bilder von einem Roadtrip zu teilen? Dann schau doch jetzt einmal hier nach. Geteilt werden jeweils 10 Bilder, und die Parade läuft noch bis Ende Januar 2018.

AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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