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Die Mini Globetrotter in Spanien

Auswanderungs-Update: So gefällt es uns in Andalusien

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Seit mehr als 6 Monaten sind wir jetzt schon in Spanien. Und unser kleiner Blog „Mini Globetrotter“ wird immer bekannter, besonders bei anderen ausreisefreudigen Familien, die sich den Süden Spaniens als neuen Wohnort ausgesucht haben. Deshalb bekommen wir jetzt auch immer wieder elektronische Post von diesen Familien.

Eine Frage, die dabei häufig aufkommt ist die, wie wir uns denn jetzt eigentlich so eingewöhnt haben. Wir es den Kindern denn dabei geht. Und ob wir unseren Schritt bereuen.

Zur Erinnerung: Wir sind nach 13 Jahren in Australien nach Spanien weitergezogen. Unsere Erfahrungen sind daher sehr speziell und teilweise nicht auf die Erwartungen deutscher Familien, die nach Spanien ziehen wollen, übertragbar. Dieses kleine Update ist nur unser persönlicher Bericht, keine Anleitung zur Eingewöhnung.

Sonnenuntergangsstimmung am Strand

Sonnenuntergangsstimmung am Strand

Die Kinder werden langsam zu deutschaustralischen Spaniern

Fangen wir einmal mit den Kindern an. Die haben sich viel besser an ihre neue Umgebung gewöhnt, als wir das erwartet hätten.

Sie ziehen morgens ihre Schuluniformen an, gehen zur Schule, kommen abends nach Hause, machen Hausaufgaben. Es sind lange Tage (wir werden den Schulalltag mal in einem weiteren Artikel näher beleuchten), aber sie kommen zurecht. Noch sprechen sie kein Spanisch, zumindest nicht fließend. Aber immerhin kommen wir alle schon ganz gut mit den Aufgaben in den spanischen Schulbüchern klar und können diese gemeinsam lösen.

Durch die langen Schultage bleibt am Abend nicht mehr viel Zeit, auch wenn im Sommer die Spanier natürlich erst am Abend so richtig munter werden. Doch die Kinder brauchen halt ihren Schlaf, und da sind wir nicht so sehr von der Idee begeistert, dass sie bis Mitternacht noch irgendwo rumturnen. Andere Familien halten das sicherlich anders, aber deren Kinder gehen in eine Schule um die Ecke und kommen um 15 Uhr nach Hause. Das sind natürlich völlig andere Vorraussetzungen.

Kleine Anekdote: Ein Kindergeburtstag, zu dem wir im Sommer eingeladen worden waren, begann erst um 20 Uhr. Um 22 Uhr sprangen dann alle in den häuslichen Pool. Wir mussten vor lauter Müdigkeit da das Handtuch werfen.

An den Wochenenden wird mit den Kindern in unserer Urbanisation ab und an gespielt (die Nachbarskinder sind glücklicherweise ein wenig bilingual), aber ansonsten gibt es hier fast nur Rentner aus dem Norden Europas. Unsere Kleine hat jetzt angefangen zu reiten – die Reitstunde kostet nur 15 Euro, ein ganz schöner Unterschied zu den Preisen in Sydney, wo man schon mal 60 Euro für solch ein Erlebnis hinlegen durfte.

Reiten in Andalusien: Neu entdeckter Spaß

Reiten in Andalusien: Neu entdeckter Spaß

Wir lieben die kurzen Entfernungen in Europa

Wir finden es natürlich klasse, wieder in Europa zu sein. Wir haben in den 13 Jahren in Australien doch so einiges vermisst. Ihr könnt das jetzt vielleicht nicht verstehen, aber abends ein deutsches Fernsehprogramm zu haben, ist schon eine echte Bereicherung. Das australische Fernsehen lässt doch sehr zu wünschen üben. Die berühmte deutsche Samstagsabendshow ist schon eine Institution, und auch gibt es viel mehr Filme zu sehen mit viel weniger Werbeunterbrechungen.

Auch das Essen ist bereichert dank unserer Nähe zu Deutschland. Es ist jetzt leicht, sich die Care-Pakete selbst im Internet zusammenzustellen und zuschicken zu lassen. Und dabei gibt es vieles sowieso hier direkt im Supermarkt zu kaufen. Nicht nur nachgemacht, sondern die echten Marken. Und wir reden hier nicht nur von Sauerkraut und Bratwurst, sondern auch Schokopuddings unserer Kindheit, frische rote Johannisbeeren, Schwarzwälder Schinken. Das bereichert unsere spanische Küche schon enorm.

Doch was wir am meisten schätzen, ist die Nähe zu unserer Familie in Deutschland. Zu den Onkels und Tanten der Kinder, den Großeltern. In den vergangenen sechs Monaten hatten wir bereits zweimal Besuch aus Deutschland und sind kurz für einen 50. Geburtstag für ein Wochenende hochgeflogen. Das ist unbezahlbar.

Wir merken: Als wir nach Australien zogen, waren wir noch jung und ohne Kinder. Uns war Unabhängigkeit und Freiheit wichtig, wollten uns in der Welt beweisen. Nun, da die Kinder da sind, wollen wir, dass sie auch den Rest der Familie kennen lernen, ihren familiären Halt durch andere Erwachsene erfahren, fremde Sichtweisen verstehen lernen.

Endlich wieder Currywurst: Kurzbesuch in Deutschland

Die Jobsituation: Erste Schritte in die Selbstständigkeit

Unsere neue Existenz in Spanien beruht auf zwei unternehmerischen Standbeinen.

Da wären zum einen dieser Blog hier und zudem ein englischsprachiger Blog, Happiness and Things. Beides gilt es, noch bekannter zu machen und dann auch zu “monetisieren”. Das klappt bereits schon recht gut, hat aber natürlich noch Spiel nach oben. Um das nächste Jahr vorzubereiten, müssen viele neue Verbindungen geknüpft werden, Inhalte aufgebaut werden, Ziele bereist werden. Das ist mehr Arbeit, als sich so manch einer vielleicht vorstellen kann. Aber es klappt.

Das andere Standbein sind Volkers Computerspiele. Auch diese laufen gut. Sie sind für eine ganz spezielle Personengruppe konzipiert und haben einen harten Kern an sehr enthusiastischen Fans. Diese Leute auch weiterhin gut zu bedienen, ist das Ziel.

Natürlich ist es für uns beide neu, zusammen den ganzen Tag im Haus zu arbeiten. Früher war immer mindestens einer von uns im Büro. Aber man arrangiert sich. Wir brechen die Tage auf, gehen zusammen spazieren. Essen Tapas in den Cafés, besuchen Orte in der Umgebung, erledigen ohne die Kinder flexibel Einkäufe und Hausarbeit.

Der Druck ist jetzt ein anderer, nicht mehr der Chef oder die Kollegen, die unerreichbaren Deadlines, oder der abendliche Verkehr nach Hause. Aber wir bevorzugen unsere Selbstständigkeit der Sicherheit eines festen Bürojobs.

Unser Fazit: So gut gefällt es uns hier

Eine TV-Produktionsfirma hat uns vor einigen Tagen kontaktiert und wollte mit uns eine einschlägige Doku drehen. Ihr könnt euch sicher denken, worüber wir hier reden. Leider muss ich diese Produktionsfirma da aber wohl enttäuschen. Denn Dramen werden sie bei uns nicht finden.

Bei uns läuft’s. Wir haben uns eingefunden und finden uns auch weiterhin ein. Wir haben kein Geschäft eröffnet und müssen uns nicht mit Zulieferern und Kunden rumschlagen. Wir haben auch keine Geldsorgen. Wir streiten auch nicht. Es ist ganz einfach Alltag eingekehrt.

Die Kinder sind glücklich, wir leben uns langsam ein und machen zögerliche Vorstöße in die spanische Gesellschaft. Wir arbeiten hart und genießen die Freizeit. Spanien tut uns gut, wir haben den Schritt also noch nicht bereut.

Ihr habt Fragen zu unserer Auswanderung? Dann meldet euch einfach!

Auswanderungsblog

Kinder in der Schulunifrom

Die Kinder in der Schuluniform oder Versicherungsvertreter?

AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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