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Städtereisen mit Kids

20 Hacks für Städtetrips mit Kindern

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Mit Kindern neue Städte zu erkunden, ist immer wieder spannend. Dabei muss man noch nicht einmal besonders weit weg fahren oder fliegen. Denn selbst Städte in der Umgebung geben immer wieder ein neues Flair, laden ein zu neuen Entdeckungen, verführen uns mit unverwechselbaren Eindrücken und locken mit interessanten Geschichten.

Und Städte haben auf ganz natürliche Art und Weise auch Kindern viel zu bieten: Spielplätze und Parks, Museen und Schlösser, Geschäfte und Märkte. Da kommt garantiert keine Langeweile auf.

Wie ihr einen unvergesslichen Städtetrip planen und erleben könnt, selbst mit Kindern im Schlepptau, das erklären wir euch hier anhand von 20 Reise-Hacks für Familien.

Mit Kinder vorher reden und planen

Sind die Kinder ein wenig größer, sollte man sie auf jeden Fall in die Planung eines Städtetrips mit einbinden. Sprecht mit ihnen über die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die sie vielleicht schon aus dem Fernsehen oder aus dem Unterricht kennen. Besucht mit ihnen zusammen im Internet einschlägige Webseiten. Schaut zusammen Filme, die in diesen Locations spielen, zum Beispiel Der Glöckner von Notre Dame oder Madagascar 3: Flucht durch Europa. Kauft ihnen einen kindgerechten Reiseführer oder ein Buch, dessen Handlung in der Stadt spielt.

Eigenverpflegung bevorzugt

Es ist meist viel einfacher, ein Hotelzimmer in einer Stadt zu buchen als eine Ferienwohnung. Letztere ist jedoch meist zu bevorzugen. Denn als Familie ist es toll, wenn man die Möglichkeit hat, sich Mahlzeiten selbst zuzubereiten, und sei es nur das Frühstück. Reist ihr mit einem Baby, liegen die Vorteile einer Küche ja auch auf der Hand. Eine gute Möglichkeit, ein preiswertes Apartment in der gewünschten Stadt zu finden, ist meist Airbnb – Reviews vorher genau durchlesen!

Zentral übernachten

Auch wenn es ein wenig teurer ist, lohnt es sich für Familien, so zentral wie möglich in einer Stadt unterzukommen. Denn wenn man morgens erst einmal zu den Sehenswürdigkeiten anreisen muss, dann verschwendet man kostbare Zeit und auch einiges an Geld. Von den Nerven, die man dabei verliert, wollen wir mal gar nicht erst reden. Außerdem hat man das ganz besondere Flair der Stadt dann quasi direkt vor der Haustür – der Blick aus dem Fenster auf die Action und kürzere Wege machen viele müde Beine oft wieder munter und reichen als Anregung aus, noch ein letztes Mal am Tage vor die Tür zu gehen.

Buggy oder Trage

Kleinere Kinder sollten auf jeden Fall entweder im Buggy oder in der Trage mitgenommen werden, denn ihre kleinen Beine schaffen noch nicht besonders viele Kilometer. Und die kommen bei einem Städtetrip meist ganz von allein zusammen. Ob ihr euch letztlich für einen Buggy oder eine Trage entscheidet, hängt von einigen Faktoren ab. Bedenkt, dass in älteren Städten oftmals Aufzüge und Rampen fehlen (auch in den Öffentlichen Verkehrsmitteln) und dass das Pflaster mangelhaft sein kann. Solltet ihr trotzdem einen Buggy mitnehmen wollen, achtet darauf, dass dieser schnell und platzsparend zusammengeklappt werden kann.

Sehenswürdigkeiten planen

Ihr müsst nicht einen kompletten Plan zusammenstellen, was ihr alles bei einem Städtetrip mit Kind sehen wollt. Aber macht euch ein wenig schlau, damit ihr nicht enttäuscht werdet. Wenn es etwas gibt, dass ihr wirklich unbedingt einmal besuchen wolltet, dann schaut im Internet nach, was die Öffnungszeiten sind und ob man die Eintrittskarten besser vorbestellen sollte. Beliebte Sehenswürdigkeiten in großen Städten können in der Hochsaison überlaufen sein, deshalb geht diese besser als allererstes am Tag an, um längere Wartezeiten zu vermeiden. Tickets vorzubestellen kann ebenfalls Wartezeiten reduzieren und Kosten einsparen.

Der City-Pass

Viele Städte mit hohem Touristenaufkommen bieten mittlerweise City-Pässe an, zum Beispiel London oder Rom. Hier lohnt es sich, die genau Leistungen und Konditionen genau zu überprüfen. Besonders die Kinder sind dabei zu berücksichtigen: Sind viele Attraktionen sowieso für Kinder kostenlos? Müssen Kinder die Öffentlichen Verkehrsmittel bezahlen? Was sind die Ermäßigungen, wie sehr muss man sich knebeln lassen und festlegen? In einigen Fällen kann so ein City-Pass jedoch echte Ersparnisse mit sich bringen.

Nicht zu viel vornehmen

Bei vielen Städten kommt man schnell in Versuchung, sich zu viel vorzunehmen. Wenn man nur zu zweit reist, ist sowas vielleicht noch in Ordnung. Schmerzende Füße und viele neue Eindrücke sind da leicht zu verkraften und zu verarbeiten. Aber bei Kindern muss man leider ein anderes Tempo anschlagen. Deshalb: Lasst es ruhig angehen. Plant nur das allerwichtigste voraus (Tickets vorbuchen, wo nötig), und füllt die Zeit dazwischen mit Dingen, auf die ihr alle in genau dem Moment Spaß habt. Lasst euch auch mal von den Kindern ablenken und erlebt die Stadt aus ihrer Sicht. Es gibt immer ein anderes Mal, wenn man noch mal wiederkommen und die Stadt mit älteren Kindern oder ganz ohne Kinder sehen kann.

Langweiliges mit Spannendem verbinden

Kinder finden selten das interessant, was wir Erwachsene als interessant erachten. Deshalb erkundigt euch immer nach kinderspezifischen Möglichkeiten. Viele Museen gehen speziell auf die Bedürfnisse kleiner Besucher ein, bieten Schnitzeljadgen oder interaktive Apps zum Runterladen. Verbindet die Gemäldegalerie mit einem anschließenden Besuch der nächsten Eisdiele. Tobt euch auf Spielplätzen aus bevor es weitergeht zum nächsten Themenschwerpunkt. Schaltet die Geocaching-App auf eurem Phone ein, um neue Ecken zu erkunden oder spielt unterwegs ein wenig Pokémon Go.

Parks nutzen

Städte wie London, Berlin, München oder Paris haben eine ganze Reihe von fantastischen Parks. Nutzt diese, wenn das Wetter sich entsprechend verhält und tobt euch aus an Spielgeräten, füttert die Enten und veranstaltet ein Picknick. Nutzt die gemeinsame Zeit als Familie und erlebt zusammen den Augenblick mit der Stadt als gelungene Kulisse für eure schönsten Momente.

Regenalternativen bereithalten

Generell sind Städte ziemlich immun gegenüber Schlechtwetter. In den meisten Städten muss man wegen Regen noch lange nicht zuhause bleiben. Sucht euch vor der Reise ein paar prakische Alternativen aus, sollte das Wetter mal nicht mitspielen. Zum Beispiel Spaß- und Schwimmbäder (Schwimmsachen nicht vergessen!), Museen und Schlösser, Einkaufszentren, Kinos und Indoor-Spielbereiche sind praktische Alternativen bei Regenwetter.

Gute Karte

Ein guter Stadtplan ist unabdingbar bei einer Städtereise, denn wenn man eines vermeiden will, dann ist das, dass man sich im Chaos einer unbekannten Stadt mit den Kindern verläuft. Die Touristenzentren geben für gewöhnlich gedruckte Stadtpläne aus, die unserer Meinung nach trotz des Zeitalters von Google Maps immer noch zu bevorzugen sind. Man kann sie leicht hervorzaubern, sich interessante Dinge mit dem Kugelschreiber markieren, Routen planen und Entfernungen abwägen. Außerdem werden diese Karten meist von lokalen Geschäften und Restaurants gesponsort und bieten Coupons und Anregungen für die Städtereise.

Greeter & Stadtrundgänge

Beginnt eure Stadtbesichtigung erst einmal mit einem Stadtrundgang. Dabei bekommt man durch das lockere Tempo meist ein besseres Gefühl für die Lage und kann Pläne für die nächsten Tage schmieden. Viele Touristeninformationszentren bieten preiswerte oder kostenlose Rundgänge durch den Stadtkern an, die zur Orientierung dienen. Das Global Greeter Network ist ebenfalls weltweit vorhanden und bietet kostenlose Stadtführungen von Einheimischen an, die ihre Stadt so sehr lieben, dass sie sie Besuchern gern kostenlos vorstellen möchten.

Sicherheit geht vor

Kleinere Kinder, die gern davonlaufen, sollte man besonders in einer fremden Großstadt gut unter Kontrolle haben. Dazu eignen sich Laufgeschirre, die nicht immer schrecklich menschenverachtend sondern eigentlich ganz kinderfreundlich und lustig aussehen können. Manche Eltern geben ihren Kindern auch Perlenbänder mit Telefonnummern oder temporäre Tattoos mit, falls die Kinder verloren gehen. Auch vor Trickbetrügern und Handtaschendieben muss man sich in vielen Großstädten in Acht nehmen. Hierbei gilt, nur das mitzunehmen, was man auch wirklich am Tag unterwegs benötigt und den Rest im Hotelsafe zu lassen. Alles Wichtige sollte unter Kleidern verdeckt am Körper liegen. Kleingeld für Straßenmusiker und Bettler lose in der Hosentasche aufbewahren, damit man nicht danach kramen muss.

Fußgängerzonen

Fußgängerzonen wie man sie in vielen europäischen Großstädten findet, sind meist der beste Ort für Familien. Natürlich sind sie autofrei, was sie viel sicherer macht. Und Kinder lieben die Schausteller und Straßenmusiker, die sich an solchen Orten immer gerne einfinden. Es lohnt also, hier ein wenig länger zu verbleiben und einige Zeit einfach nur damit zu verbringen, in einem Café die Atmosphäre aufzusaugen und sich die Leute anzuschauen.

Restaurants schon vorher raussuchen

Wir wissen ja nicht, wie eure Kinder so ticken. Aber wir haben zumindest eines im Haus, das unter anderem nichts Frittiertes, keine Kartoffeln und keinen Fisch isst. Kein Problem, wenn man sich in Südostasien aufhält, aber in den meisten europäischen Städten sind besonders die Kinderteller meist beherrscht von Pommes, Schnitzel, Chicken Nuggets und Fischstäbchen. Wir haben daher auf die harte Tour gelernt, dass sich ein wenig Recherche vor der Restaurantsuche auszahlt.

Der Hop-on-Hop-off-Bus

Das Wort Tourist wird einem heutzutage ja richtiggehend vor die Füße gespuckt. Reisender möchte man sein, das klingt edler. Aber mit Kindern, da ist man ganz schlicht und ergreifend ein Tourist. Denn das ist einfacher und macht auch viel Spaß. Ist doch egal, was die anderen sagen. Deshalb haben wir auch keine Scheu davor, touristische Dinge zu machen, wie zum Beispiel den Hop-on-Hop-off-Bus zu benutzen. Denn diese Einrichtungen sind praktisch und sinnvoll. Man kommt rum, sieht in kürzester Zeit auf bequeme Art die wichtigsten Dinge, und Spaß machen sie auch. Also keine falsche Scheu.

Lustige Transportoptionen

Viele Städte bieten ungewöhnliche Alternativen zu den gängigen Fortbewegungsmöglichkeiten. Seilbahn fahren statt Berge zu erklimmen, Pferdekutschen statt einem Taxi, Rikschas statt Auto, Fähren statt um die Bucht zu laufen und wackelige Straßenbahnen statt eines Spaziergangs entlang der Hauptstraße. All dies macht das Gewebe einer Stadt aus, gehört zum Feeling einfach dazu. Klar, sowas kostet dann meist auch ein wenig mehr, aber seht es als Erlebnis, nicht als ein Fortbewegungsmittel. Die Kinder werden solch eine Fahrt garantiert nicht so schnell vergessen.
Funicular in Porto

Stadtbesichtigung mal anders

Anstatt eine Stadt zu Fuß zu erkunden, bieten sich gerade Famlien mit Kindern im Schulalter meist eine ganz Hülle und Fülle von Optionen. Probiert doch mal was Neues aus. Radelt den Fluss entlang, macht mit bei einer Segway-Tour, oder erlebt den Hafen statt auf einem tuckernden Bötchen mal mit einem Speedboat! Viele Städte haben lustige und spannende Alternativen zu bieten, die besonders Kindern Spaß machen.

Souvenirs mitbringen

Kauft den Kindern ein billiges Souvenir. Macht es zu einem Teil des Programms. Sucht mit ihnen Stände auf Märkten ab, durchkämmt die Touristengeschäfte. Lasst sie sich eine Sache aussuchen, die sie mit nach Hause nehmen können: ein Stofftier oder einen Bleistift, eine Schneekugel oder einen Magneten. Es muss nichts Großes sein und es muss auch nicht den Namen oder ein Motiv der Stadt tragen. Die Kinder werden sich trotzdem mithilfe des sebst ausgesuchten Geschenks an die Reise erinnern.

Denk auch an euch!

Nach einem anstrengenden Tag in Barcelona, Venedig oder Bangkok fallen die Kinder sicherlich totmüde ins Bett. Und ihr? Wie gestaltet sich nun euer Abend, eure kinderfreie Zeit? Wenn ihr euch damit sicher fühlt, könnt ihr einen Babysitter bemühen. Viele Hotels bieten diesen Service an – es lohnt also, sich bei der Buchung bereits entsprechend zu erkundigen. Oder vielleicht wollt ihr einfach nur eine Runde Netflix gucken und die Beine hochlegen. Ein Glas Wein auf dem Balkon mit Aussicht genießen. Plant auch diesen wichtigen Teil der Reise mit ein und macht euch schon Vorab Gedanken. Damit ihr nicht zu kurz kommt und sich am Ende doch alles nur um die Kinder gedreht hat.


Mit den 20 Hacks hoffen wir, dass ihr euren nächsten Städtetrip mit Kindern in vollen Zügen genießen werdet. Für Inspiration und Tipps, wo es als nächstes für euch hingehen könntet, schaut doch mal in unserem Städtereisen-Archiv vorbei!

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AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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