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Spanien Spartipps vor Ort

10 Tipps zum Strecken der Urlaubskasse in Spanien

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Das war für Klein-Silke die beste Zeit ihrer Kindheit: Urlaub mit der Familie in Spanien. Für ganze sechs Wochen haben wir damals am Stück Urlaub in Spanien gemacht, und dabei waren wir zu fünft. Waren wir etwa Multimillionäre? Mitnichten! Meine Eltern haben zwar schwer gearbeitet, aber reich wurden wir dadurch nicht.

Die sechs Wochen Urlaub konnten wir uns erlauben, da mein Vater Schichtdienst hatte und daher extra viel Urlaub im Jahr genehmigt bekam. Meine Mutter arbeitete auf Gleitzeitbasis und “erarbeitete” sich über das Jahr verteilt die nötigen Urlaubstage.

Und sechs Wochen fuhren wir “runter”, weil es sich dann erst so richtig lohnte, mit dem Auto zu fahren. Denn von Flugreisen konnten wir damals in den 80ern nur träumen. Stattdessen stiegen wir fünf wagemutig in unseren Secondhand-Mercedes und düsten zwei ganze Tage lang auf den Autobahnen durch Frankreich und Spanien Richtung Süden. Dann mieteten wir uns in ein Ferienhäuschen ein und machten weiter wie gewohnt mit unserem Sparprogramm.

Urlaub in Spanien mit wenig Geld bedeutet nicht, dass man dabei weniger Spaß haben muss. Und Geld zu sparen im Urlaub ist wirklich gar nicht so schwer.

Hier stellen wir euch unsere Lieblings-Spartipps vor, wie man in Spanien prima die Urlaubskasse schonen kann. Wir fangen an mit ein paar Tipps zum preiswerten Verpflegen, denn das ist ja bekanntlich ein großer Kostenfaktor vor Ort.

Mit Kühlbox zum Strand

Wir aßen damals nur einmal warm, und das am Abend. Tagsüber waren wir ja sowieso nicht zu Hause oder in der Stadt – viel zu heiß. Lieber verbrachten wir unsere Urlaubstage im kühlen Schatten unterm Sonnenschirm am Strand. Unsere Kühlbox war dabei pickepackevoll gepackt mit Getränken und Snacks. Mittags kamen dann die geschmierten Brötchen zum Vorschein – Käse und spanische Wurst, Nutella, Tunfisch… ein bunter Mix, der nach dem ausgedehnten Toben in den Wellen herrlich geschmeckt hat! Preis pro Brötchen mit Belag: vielleicht umgerechnet EUR 0.50.

Das Menu del Día

Wer lieber nicht den Tag am Strand bei selbst geschmierten Bocadillos verbringen möchte und nicht auf eine warme Mahlzeit verzichten möchte, für den haben wir auch eine Lösung. Das Menu del Día ist eine fantastische spanische Institution. Wenn ihr das noch nirgendwo in Spanien gesehen habt, dann habt ihr nicht bei den richtigen Restaurants geguckt.

Touristenlokale bieten ein Tagesmenü oftmals nicht an, aber die spanischen Restaurants haben so etwas sehr häufig im Angebot. Ein Menu del Día besteht für gewöhnlich aus zwei Gerichten (nicht Vor- und Nachspeise, wie man irrigerweise meinen könnte, sondern ein Gericht mit und eins ohne Proteingabe – also z.B. ein Salat und ein Fischgericht), dazu Brot, Getränk und Nachspeise. Das alles zusammen kostet um die EUR 10,00.

Wem das zu viel Essen ist, der kann auch nach einem halben Menu fragen, wobei dann eines der beiden Gerichte gestrichen wird. Natürlich sollte man das Konzept respektieren und nicht ein Menu für zwei Personen bestellen – das ist natürlich nicht okay. Eine tolle Art, echte spanische Hausmannskost kennen zu lernen und sowie eine tolle Art, die heißeste Zeit des Tages mit einer gepflegten Mahlzeit zu überbrücken.

Das richtige Restaurant suchen

Wobei wir bei der Frage wären, wo denn das richtige Restaurant zu finden sei? Also, aus Erfahrung können wir sagen, dass ihr es wahrscheinlich nicht in den Touristengebieten und nicht direkt am Strand finden werdet. Geht ruhig ein paar Straßen weiter, dorthin, wo die Spanier wohnen. Ein gutes Restaurant mit guten Preisen findet ihr in den Wohngebieten, und am besten wählt ihr auch gleich eins, das gut besucht ist.

Die Spanier essen übrigens erst so um 14-15h zu Mittag. Wenn das Restaurant also noch leer ist, schaut, dass ihr nicht zu früh da seid.

Nutzt das Tapas-Angebot

Tapas gehören in vielen Orten zum Leben dazu. Diese kleinen Häppchen sind wirklich nur Probierrationen, die ein Getränk begleiten sollen. Dabei gibt es meist eine Riesenauswahl aus Fleisch- und Fischgerichten, frischen Salaten, Meeresfrüchten, Oliven, Kartoffeln und vieles mehr. Gerade mäklige Esser können von den kleinen Portionen profitieren, denn man kann sich so preiswert durchprobieren ohne gleich viel Geld ausgeben zu müssen.

Wenn ein Gericht dann gefällt, steht es meist auch als “Racion”, also als volles Tellergericht, auf der Karte. Unser Vorschlag daher: Eine Mahlzeit, am besten die am Abend, mit einem geselligen Tapas-Essen erledigen und dabei Leute-Gucken. So machen es auch die Spanier (allerdings essen die dann um 22h noch einmal groß Abendessen). Mehr Infos zu Tapas findet ihr hier.

Tapes-Auswahl mit Fisch und Gemüse, von links beginnend im Uhrzeigersinn: Sardinchen in Essig, Russischer Kartoffelsalat, Tunfisch mit Zwiebelsalat, Tortilla mit pikanter Soße.

Wichtige Tipps fürs Einkaufen

Wenn ihr eine eigene Küche habt, dann lohnt es sich natürlich, wenigstens ein Teil der Mahlzeiten selbst zu kochen. Beim Einkaufen von Lebensmitteln sollte man daher möglichst die folgenden Dinge beachten.

Zum einen kauft besser nicht beim Tante-Emma-Laden am Strand ein. Denn hier sind die frischen Sachen meist gar nicht so frisch, und generell ist alles ziemlich überteuert. Schaut stattdessen, ob ihr einen größeren Supermarkt irgendwo an einer der Hauptstraßen eures Urlaubsortes findet, wo auch die spanischen Hausfrauen einkaufen gehen.

Besser noch: kauft Obst und Gemüse beim Obst- und Gemüsehändler, denn da sind die Sachen herrlich frisch und preiswert. Oder kauft direkt beim Markt. Besonders bei frischem Fisch und Meeresfrüchten ist dies anzuraten, denn da stimmt ganz einfach die Qualität.

Leichte Gerichte zum Selbstkochen

Meine Mutter hat im Urlaub viel selbst gekocht. Dabei musste es schnell und einfach gehen, und möglich auch ein wenig abwechslungsreich. Viele Ferienhausküchen sind ja auch nicht gerade luxuriös eingerichtet und es fehlt an allen Ecken und Enden. Ein gutes Messer und ein Schneidebrett haben wir immer aus Deutschland mitgenommen, weil diese Dinge erfahrungsgemäß gefehlt haben.

Leider ist es aber auch noch so, dass ausländische Supermärkte furchtbar verwirrend sein können. Da werden ganz andere Produkte auf einmal in den Vordergrund geschoben und vertraute Lebensmittel fehlen völlig. Das ist in Spanien nicht anders.

Damit ihr nicht jeden Tag nur Nudeln mit einer fertigen Tomatensauce auf den Tisch stellt, probiert doch einmal diese ein wenig aufzuwerten, zum Beispiel mit einer Dose Tunfisch oder einer Dose Muscheln, die ihr in der Sauce mit erwärmt. Oder ihr kauft spezielle Lebensmittel, die gern in spanischen Familien verzehrt werden, wie die super leckeren Jacobo-Schnitten, so eine Art Cordon-Bleu, aber ohne das Hühnchen. Mit einem Glas Zwiebel- und Kartoffelmischung kann man schnell zusammen mit ein paar Eiern eine Tortilla zaubern.

Oder ihr bietet viel spanisches Snackfood an, z.B. Oliven, Nüsse, Serrano-Schinken, Chorizo, Russischer Kartoffelsalat, eingelegte Sardinen, usw.

Vermeidet typische Touristenfallen

Das ist natürlich Ansichtssache, aber die Kosten für eine Kutschfahrt kann man sich auch sparen. Und eine Stadt muss man auch nicht unbedingt mit einem Segway erkunden. Das macht zwar alles Spaß, aber viel verpasst man nicht, wenn man nicht immer alles gleich nachmacht, nur weil es auf Facebook hinterher so cool aussieht.

Natürlich heißt das nicht, dass ihr gar nichts vor Ort unternehmen sollt, aber wir warnen vor Impulsiventscheidungen, wenn ihr die Gelegenheit habt, auch noch an einem anderen Tag die Attraktion auszuprobieren. Schaut euch erst einmal in Ruhe alles an, bevor ihr entscheidet, für welche Spaßaktivitäten ihr euer Geld ausgeben wollt.

Macht euch schlau bei Ticketpreisen

Bevor ihr eine der größeren Sehenswürdigkeiten besichtigt, schaut einmal auf die Webseite der Attraktion und checkt, was der günstigste Ticketpreis ist. Oftmals zahlen Kinder weniger oder gar nicht, was ausschlaggebend sein kann bei der Entscheidung, welche Sehenswürdigkeit ihr als Familie besichtigen wollt.

Die offiziellen Webseiten geben außerdem oft darüber Auskunft, ob die Attraktion auch Zeiten hat, zu denen man einen freien Eintritt genießen kann. Oftmals gibt es auch Möglichkeiten, Rabatte einzuheimsen, entweder indem man online das Ticket vorbestellt, oder durch Coupons, die zum Beispiel das Touristikamt vor Ort ausgibt. Eine schnelle Google-Suche um genau dies abzuklären kann helfen, einige Euro beim Eintrittspreis zu sparen.

Nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel

Spanien hat zwar nicht so ein gutes Nahverkehrssystem wie Deutschland, aber auch hier fahren Busse und Bahnen und chauffieren die Leute täglich für wenig Geld hin und her. Macht euch schlau, wie es in eurem Badeort aussieht, und welche Möglichkeiten euch durch die bestehenden Verkehrsverbindungen offen stehen. Verlasst einmal wagemutig euren angestammten Ort und erkundet eine größere Stadt, oder besucht einen anderen Ferienort und schaut einmal nach, wie es sich dort Urlaub machen lässt.

Investiert in einen eigenen Schirm und Sonnenliegen

Bei uns am Strand hier in Spanien stehen Reihen um Reihen fest installierte Liegen. Diese kann man mieten, und das macht natürlich den Aufenthalt am Strand schon sehr angenehm. Wer aber die anfallenden Kosten scheut, der sollte einmal in einem der Ramschläden nach einem preiswerten Set tragbarer Alu-Liegen und einem Sonnenschirm schauen. Das kann sich je nach Urlaubsdauer rechnen.

Natürlich ist es schmerzhaft, diese Liegen dann am Urlaubsort zurückzulassen, aber vielleicht findet sich ja eine Urlaubsbekanntschaft, die einem diese Strandausrüstung gerne abnimmt.

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AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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