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Art Gallery of NSW Sydney

10 Museen in Sydney, die perfekt für Kinder sind

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Sydney hat zwar nicht besonders viele Museen, aber die die es hier gibt, sind schon einen Besuch wert. Ganz besonders natürlich, wenn es mal regnet, denn dann ist es manchmal ein wenig schwierig, die Kleinen zu beschäftigen.

In den Ferien finden in vielen Museen übrigens spezielle Workshops und Sonderveranstaltungen statt. Nicht immer muss man das vorher buchen und oftmals ist es im Eintrittspreis mit inbegriffen. Es lohnt also, vor den Ferien einmal die entsprechende Museumswebseite zu besuchen, um sich über die Angebote im Voraus zu informieren. Schulferien in Australien finden übrigens viermal im Jahr statt – zu Ostern, mitten im Winter (Juni-Juli), im Herbst (October) und dann die großen Ferien von einer Woche vor Weihnachten bis Ende Januar.

Powerhouse Museum

Das Powerhouse Museum in Darling Harbour ist eines unserer Lieblingsmuseen in Sydney. Eben weil es so ungewöhnlich ist.

Auf der einen Seite ist es ein Technikmuseum, und ein großer Teil der Ausstellung beinhaltet lebensgroße Eisenbahnen, Flugzeuge und sogar eine Raumkapsel.

Auf der anderen Seite ist es aber auch ein Designmuseum, und das kann solch interessanten Ausstellungsstücke beinhalten wie Industriedesign, Textildesign oder Modedesign. Es ist eigentlich immer irgendwas Interessantes los, und jeder sollte hier auf seine Kosten kommen.

Für die Kleinen gibt es im Museum im Keller die Wiggles-Ausstellung – wohl eher was für englischsprachige Kids aus Australien und Amerika und für Eltern, die mit den Wiggles großgeworden sind. Es ist aber trotzdem ganz nett. Toll ist auch die Experimentations-Ausstellung, wo die Kinder selbst kleine Experimente durchführen können, die ihnen die Welt der Physik näher bringen.

Das Powerhouse Museum ist täglich von 10-17h geöffnet (bis auf den 1. Weihnachtsfeiertag), und Erwachsene zahlen $15 Eintritt. Kinder unter 16 Jahren erhalten freien Eintritt. http://maas.museum

Australian Museum

Das Australian Museum ist ein Naturkundemuseum, und welche Kind mag keine Naturkundemuseen? Nun ja, auch wenn es von außen ziemlich pompös aussieht, von innen wirkt das Australian Museum ein wenig wie der arme Verwandte des British Museums in London.

Und dennoch: es gibt ein paar Ausstellungen, die ganz typisch für Australien sind, und da lohnt sich der Besuch dann doch.

Die Kids werden wahrscheinlich die Dinosaurierausstellung bevorzugen, und auch die Ausstellung mit den ausgestopften australischen Tieren hat Charakter. Aber für uns Erwachsene ist vielleicht auch die Mineralienausstellung und die Käfersammlung interessant. Der Raum mit den Skeletten kommt nicht ohne Gruselfaktor besonders für die ganz Kleinen.

Was man aber auf keinen Fall verpassen sollte, ist die Ausstellung mit den wunderschönen Aborigines-Stücken, die mal ein ganz anderes Bild auf Australien werfen.

Für die ganz Kleinen gibt es einen tollen Entdeckungsbereich, wo die Kids altersgerecht ihre Umwelt erfahren können. Da wird angefasst und geklopft, gepuzzelt und gemalt, was das Zeug hält. Search and Discover ist mehr für Kinder im Schulalter und enthält eine Sammlung von Röntgenbildern, ausgestopfte Tiere zum Anfassen, lebende Spinnen und vieles mehr. Beides ist im Eintrittspreis bereits mit inbegriffen. Hinzu kommen wechselnde Wanderausstellungen, diese kosten jedoch extra.

Das Australian Museum ist täglich von 9.30-17h geöffnet (außer am 1. Weihnachtstag), und der Eintritt für Erwachsene kostet $15, Kinder unter 16 Jahren sind gratis. http://australianmuseum.net.au

The Rocks Discovery Museum

Als die erste Sträflingsflotte damals in Sydney an Land ging, da war es der kleine felsige Vorsprung von The Rocks, wo die ersten Neuankömmlinge ein Zuhause fanden. The Rocks befindet sich direkt neben Circular Quay am Nordende der Innenstadt und ist im Prinzip das Altstadtviertel von Sydney, auch wenn der Vergleich mit Europa natürlich hinkt.

Trotzdem lohnt ein Besuch mit der Familie, denn in den kleinen Gassen und entlang der Kopfsteinpflasterstraßen lassen sich so einige historische Schmankerl entdecken. Wer es lieber auf dem Präsentierteller geliefert bekommen möchte, sollte unbedingt einmal im The Rocks Discovery Museum vorbeischauen. Das Gute ist, der Eintritt ist in jedem Fall kostenlos, also auch nur mal kurz Vorbeischnuppern ist eine gute Idee.

Das Museum geht in recht anschaulicher Art und Weise auf die Geschichte der Gegend ein, wobei natürlich auch die Geschichte der Urbevölkerung nicht zu kurz kommt. Zu Bestaunen gibt es einiges an Scherben, Knöpfen, Kleidungsstücken, Münzen und Flaschen, sowie eine Reihe von interaktiven Erklärungen am Bildschirm. Vielleicht nicht super-interessant fuer kleinere Kinder, aber ein guter Einstieg ins Stadtviertel und in die Stadtgeschichte.

Gut ergänzen lässt sich das Erlebnis mit einem Besuch von Susannah Place (vier Reihenhäuser und ein Eckladen aus der Frühzeit der Besiedelung) und einem Kurzbesuch bei der nahegelegenen YHA Sydney Habour in 110 Cumberland Street, die auf Stelzen über eine Ausgrabungsstätte errichtet wurde (kostenlos).

Das The Rocks Discovery Centre ist täglich von 10-17h geöffnet (außer am Karfreitag und am 1. Weihnachtsfeiertag), und ist wie bereits gesagt kostenlos. http://www.therocks.com/things-to-do/the-rocks-discovery-museum/

Museum of Contemporary Art

Das Museum of Contemporary Art befindet sich direkt am Circular Quay. Es widmet sich ausschließlich der modernen Kunst, und die kann bekanntlich ganz schön verspielt sein. Perfekt also auch für Kinder. Oftmals sind es die Licht- und Videoinstallationen, die die Kleinen mögen, aber große plastische Kunst kann auch Teil des Programms sein.

Der Eintritt ins Museum ist kostenlos, aber die teilweise sehr spektakulären Sonderausstellungen kosten für gewöhnlich Eintritt. Dabei werden Kinder auch gerne mit angeregt, kreativ zu werden oder die Kunstwerke selbst zu erkunden – das Museum hat ein tolles Programm und interaktive Aktionen für Familien.

Kleiner Tipp: Das Museumscafé befindet sich auf der Dachterrasse und hat einen tollen Blick auf das Opernhaus. Natürlich finden sich hier auch kinderfreundliche Gerichte auf der Speisekarte.

Das Museum of Contemporary Art hat täglich geöffnet, am Donnerstag sogar bis 21h. https://www.mca.com.au

Art Gallery of New South Wales

Die Art Gallery ist ein Kunstmuseum, das sich den alten europäischen Meistern und australischen Künstlern des 19. Jahrhunderts widmet. In den großen lichtdurchfluteten Gallerien hängen teils riesige Gemälde mit epischen Kompositionen.

Dazu kommen noch Ausstellungen mit asiatischen Kunstwerken und Kunsthandwerk der Aborigines und Torres Strait Islander.

Die Wechselausstellungen der Art Gallery sind legendär – allen voran der berühmte Archibald-Preis, ein Porträtpreis, der einem lebenden Künstler nach bestimmten Kriterien verliehen wird. Das Bild muss in einer Life-Sitzung gemalt werden (also nicht vom Foto), und viele der abgebildeten Personen sind australische Berühmtheiten von Film, Funk und Fernsehen (und manchmal auch aus Hollywood).

Die Art Gallery ist eine tolle Anlaufstelle für interessante temporäre Ausstellungen, wie z.B. die Pop-Art Ausstellung vor ein paar Jahren, oder erst kürzlich die Frida-Kahlo-Ausstellung. Für Kinder gibt es immer wieder kostenlose kreative Ecken, wo spontan gemalt und gebastelt wird, alles sehr relaxt und entspannt.

Die Art Gallery of NSW befindet sich neben der Domain und dem Botanischen Garten, so dass sich ein Besuch mit einem Spaziergang im Park gut verbinden lässt.

Täglich geöffnet von 10-17h, mittwochs sogar bis 22h, außer am Karfreitag und am 1. Weihnachtsfeiertag, Eintritt frei (bis auf bestimmte Sonderausstellungen). https://www.artgallery.nsw.gov.au/

Sydney Museum

Also ganz ehrlich gesagt, ist das Sydney Museum nicht gerade unser Lieblingsmuseum, auch wenn der angeschlossene Museumsshop einige wirklich tolle Dinge verkauft (unter anderem auch interessantes Spielzeug).

Der Zweck des Museums ist es, die Geschichte Sydneys zu erzählen, von den Aborigines bis zur Neuzeit. Die ersten Begegnungen mit Einheimischen sind zum Beispiel Thema, der Überseehandel, der über den Hafen verlief, und natürlich auch große Infrastrukturprojekte wie die Sydney Harbour Bridge, die die Stadt ins 21. Jahrhundert gebracht haben.

Zu den Highlights für Kinder zählen ein Hundeskelett unter dem Fußboden und Modellschiffe, die die erste Sträflingsflotte nachstellen. Damit hört es dann aber auch schon wieder auf. In den Schulferien werden auch oft Legosteine hervorgeholt, aber diese Sitzungen müssen vorbestellt werden wegen der großen Nachfrage.

Täglich geöffnet von 10 – 17h, außer Karfreitag und am 1. Weihnachtsfeiertag. Erwachsene zahlen $12 pro Person, eine Familie zahlt $30, und Kinder unter 5 Jahren haben kostenlosen Zutritt. http://sydneylivingmuseums.com.au/museum-of-sydney

Sydney Museum

Justice and Police Museum

Die Australier sind völlig fasziniert vom organisierten Verbrechen, Mörderern, Banditen und zwielichtigen Gesellen. Liegt es daran, dass Sydney aus der Sträflingskolonie entstanden ist? Wir wissen es nicht…

Im Gegensatz zu vielen andere Museen in Sydney hat dieses nur am Wochenende geöffnet, aber ein Besuch lohnt sich. Das Museum ist im ehemaligen Gebäude der Wasserpolizei untergebracht, einem schönen alten Gebäude aus der Kolonialzeit. Das hat den Vorteil, dass man viele historische Dinge noch hautnah begutachten kann: z.B. Gefängniszellen und einen Gerichtssaal.

Dazu kommen noch die vielen Geschichten der bekanntesten Kriminellen der Stadt, ihre Porträtfotos, Mordwerkzeuge und forensische Instrumente. Vielleicht nicht immer ganz angebracht bei jüngeren Kindern, da muss man dann halt abwägen.

An Wochenenden geöffnet von 10-17h (außer am 1. Weihnachtsfeiertag). Erwachsene zahlen $12, Familien $30. Kinder unter 5 Jahren haben freien Eintritt. Rundführungen werden zu bestimmten Zeiten durchgeführt (natürlich auf Englisch), der Preis ist bereits mit im Eintritt inbegriffen. http://sydneylivingmuseums.com.au/justice-police-museum/

Quarantine Station

Für viele Jahrzehnte war die Quarantänestation erster Anlaufpunkt für Schiffe aus Übersee. Wurde ein ansteckender Krankheitsfall an Bord beobachtet oder vermutet, mussten alle Passagiere hier in Manly an Land gehen und es sich für einige Wochen in der Quarantänestation gemütlich machen. Für das Überleben der jungen Kolonie war dies in Zeiten vor der Entdeckung von Antibiotika und Impfungen überlebensnotwendig.

Auch heute noch stehen viele der Gebäude der Quarantänstation, darunter das Krankenhaus, die Unterkünfte und die Hafengebäude. Genutzt wird das meiste jetzt von einem Resort-Hotel, das in den Gebäuden seine Gäste unterbringt und verpflegt, aber es gibt auch ein kleines Museum direkt am Pier, das einen guten Einblick in die damaligen Zustände gewährt.

Wer möchte, kann auch das Gelände auf eigene Faust weiter erkunden. Es ist sehr schön gelegen und hat einen tollen Ausblick auf den Hafen.

Nachts werden Geistertouren unternommen, auch für Kinder, aber dafür muss man natürlich schon gut Englisch sprechen können. Zur Quarantänestation kommt man bequem mit dem Bus oder mit der Fähre aus Manly oder mit der Fähre aus der Stadt (ein privates Unternehmen, das sich Eco-Hopper nennt).

Das kleine Museum ist täglich geöffnet von 10h-16h (an Wochentagen) und bis 20h (Freitags und Samstags) sowie an Feiertagen von 11-15h. Der Eintritt ist kostenlos. Man kann den Aufenthalt super kombinieren mit einem erlesenen Lunch oder Dinner im benachbarten Boilerhouse Restaurant oder mit einer Plantschstunde am kleinen Privatstrand. http://www.quarantinestation.com.au/luggage-store-visitor-centre-cafe-museum

Ehemalige Quarantänestation Sydney

Australian National Maritime Museum

Ein ganzes tolles Museum für die ganze Familie. Das Australian National Maritime Museum beleuchtet Sydneys Geschichte in Verbindung mit seinem Bezug zum Wasser. Dazu zählen Themen wie Entdeckungsreisen, Fernhandel, Immigration und die heutige Strandkultur.

Für Kinder gibt es eine Spielecke für Mini-Mariners, wo die Kinder eine imaginäre Reise vom sandigen Ufer zur Unterwasserwelt unternehmen. Außerdem gibt es noch eine Ausstellung zur ersten Sträflingsflotte, die speziell für Kinder aufbereitet wurde.

Dazu noch jede Menge extra Ausstellungen, Programme und Aktionen, allen voran die Family Fun Sundays einmal im Monat.

Toll sind auf jeden Fall auch die Schiffe, die neben dem Museum angedockt sind, auch wenn der Besuch ziemlich teuer ist. Aber wer war schon mal in einem echten U-Boot oder auf einem großen Segelschiff?

Der Eintritt zu den Gallerien inkl. der Spielzone für Kinder unter 5 Jahren ist kostenlos. Wer die Action Stations (Kino und weitere interaktive Stationen, die das Leben der Navy zeigen) und Schiffe sehen will, braucht ein Big Ticket, das für Erwachsene $30 und Kinder zwischen 4 und 15 Jahren $18 kostet. Das Familienticket kostet $75. Täglich geöffnet von 9-17h (im Januar bis 18h) außer am 1. Weihnachtsfeiertag. http://www.anmm.gov.au

Hyde Park Barracks

Erstaunlicherweise zählen die Hyde Park Barracks zum Weltkulturerbe – das sieht man ihnen auf den ersten Blick so gar nicht an. Hinter einer hohen Mauer befindet sich ein einzelnes dreigeschossiges Gebäude, das in seiner Vergangenheit mal Gefängnis, mal Unterkunft für ledige Migrationen und Waisen, mal Gerichtsgebäude war.

Die Geschichte des Gebäudes lässt sich sehr schon am Bauwerk selbst ablesen – die Restaurierung wurde geschickt vorgenommen, so dass man den Urzustand, die Restaurierungen über Zeit und auch die vielen Geheimnisse des Hauses schön erkennen kann.

Kinder werden es toll finden, in einer der Hängematten unter dem Dachstuhl zu schwingen, die toten Ratten anzuschauen und zu sehen, was die Sträflinge alles damals zu gegessen haben.

Das Museum ist täglich geöffnet von 10-17h (außer am Karfreitag und am 1. Weihnachtsfeiertag) und Erwachsene zahlen $12, Familien $30, und Kinder unter 5 Jahren haben freien Eintritt. Es gibt kostenlose deutschsprachige Audiotouren, die man sich am Eingang besorgen kann. http://sydneylivingmuseums.com.au/hyde-park-barracks-museum

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AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

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