Blog

Rouse Hill House and Farm

10 alternative Sehenswürdigkeiten in Sydney

  |   Australien, Fernreisen mit Kindern, Nur zu Zweit   |   No comment

Sydney am anderen Ende der Welt kommt mit einer ganzen Reihe von weltberühmten Sehenswürdigkeiten daher. Jeder hat schon mal vom Opernhaus gehört, oder von der Harbour Bridge. Aber es gibt natürlich auch eine ganze Reihe von alternativen Sehenswürdigkeiten, die man in dieser Stadt entdecken kann. Nach über 12 Jahren in Sydney kennen wir uns mittlerweile ziemlich gut hier aus.

Die meisten davon sind ganz sicherlich auch gut für Familien geeignet. Es hängt natürlich ein wenig davon ab, wofür ihr euch so interessiert. Wenn man sich auf das Abenteuer einlässt, dann erlebt man aber mit Sicherheit ein paar tolle Dinge, von denen zu Hause noch niemand gehört hat. Perfekt übrigens auch, wenn ihr viel auf Instagram unterwegs seid!

Paddington Reservoir Gardens

Der versunkene Garten Paddington Reservoir Gardens

Dieser kleine versunkene Park ist selbst Sydneysidern größtenteils unbekannt. Er befindet sich direkt in dem innerstädtischen Vorort Paddington an der geschäftigen Oxford Street, wenige Busminuten von der Innenstadt entfernt. Da der Garten unter der Straßenebene angelegt ist, fällt er den meisten Passanten überhaupt nicht auf.

Wir lieben den Paddington Reservoir Gardens, weil er sehr erfolgreich industrielle Elemente wie Ziegelsteine, Stahlträger und Holzbalken mit dem lebhaften Grün der Pflanzen verbindet. Eine clevere Idee, dem alten Wasserreservoir noch einmal neues Leben einzuhauchen!

Der Eintritt zum Garten ist kostenlos. Eine herrliche kleine Oase mitten in der Großstadt. Manchmal finden hier auch kostenlose moderne Kunstausstellungen statt, so kann man Erholung mit Unterhaltung prima verbinden.

Geheimnisvolles Kunstwerk Memory is Creation without End

Erst nach vielen Jahren in der Stadt sind wir eher durch Zufall auf diese öffentliche Kunstattraktion gestoßen. Dabei befindet es sich quasi mitten in der Stadt, nur wenige Schritte von Circular Quay entfernt. Memory is Creation without End findet man unterhalb des Cahill Expressways, einer erhöhten Schnellstraße, die die östlichen Vororte mit der Stadt verbindet. Naturgemäß gibt es in dieser abgelegenen Ecke nicht viele Fußgänger.

Doch was ist diese Installation eigentlich? Eine seltsame Mischung aus Säulenköpfen und -fragmenten, Reliefs und Gebäudeteilen, scheinbar wie zufällig über eine weite Rasenfläche verstreut. Wie eine klassische Ausgrabungsstätte.

Hier jedoch stammen diese Gebäudeteile von Bauwerken, die einmal in Sydney standen, zum Beispiel die Pyrmont Bridge. Eine clevere Installation vom Künstler Kimio Tsuchiya, der auf diese Art und Weise stumme Zeitzeugen zusammengeholt hat, die an den Verlust historischer Gebäude in der Stadt erinnern sollen.

Um hierhin zu gelangen, folgt der Macquarie Street von Circular Quay kommend. Die Installation befindet sich auf der Rasenfläche auf der linken Seite.

Waverley Cemetery

Weißer Marmor und schöne Ausblicke am Waverley Cemetery

Zugegebenermaßen, einige von euch werden die Aufnahme eines Friedhofs in diese Liste als ein wenig makaber ansehen. Ein Friedhof ist natürlich keine Touristenattraktion, und man muss ihm den entsprechenden Respekt zollen. Aber dieser Friedhof, praktisch an der überaus beliebten Küstenwanderstrecke zwischen Bondi und Coogee gelegen, ist ganz einfach ein besonderer Friedhof.

Normalerweise werden die Besucherströme am Friedhof vorbeigeleitet. Jedoch hat ein Sturm vor Kurzem den Wanderweg direkt am Kliff zerstört, weswegen man nun doch über den Waverley Cemetery laufen muss.

Mit Vorsicht und Respekt kann man so also die zahlreichen Inschriften dieses alten und ehrwürdigen Friedhofs studieren. Hier liegen viele Berühmtheiten und wichtige Persönlichkeiten der ersten Tage, darunter auch deutsche Abgeordnete und Gesandte.

Doch was diesen Friedhof natürlich noch viel interessanter macht, ist seine außerordentlich spektakuläre Lage direkt an den Klippen. Wenn an einem sonnigen Tag der Marmor blendend weiß erstrahlt vor dem Blau des Pazifiks, und mit dem Tosen der Brandung als Begleitung, das ist schon was ganz Besonderes. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

Straßenkunst in Newtown

Straßenkunst in Newtown

Der innerstädtische Vorort Newtown, nur wenige Kilometer von der Innenstadt entfernt, ist Sydney’s Szenenviertel, wo sich viele Studenten, Aussteiger, Alternative, Kreative und Young Professionals angesiedelt haben. Linke Strömungen sind hier immer präsent, und die Gemeinde hat längst aufgegeben, dagegen anzugehen. Teenager, die mit euch in Sydney Urlaub machen, werden sich hier pudelwohl fühlen!

Nicht nur die vielen alternativen Geschäfte und Restaurants sind äußerst interessant anzuschauen hier, sondern auch die lebhafte Straßenkunstszene. Schon lange werden die zahlreichen Graffitis und Wandmalereien nicht mehr von der Gemeinde entfernt, sondern, ganz im Gegenteil, gepflegt. Ein Hotspot befindet sich rund um das Rathaus in Newtown und in den umliegenden Gassen und Straßen fern der Hauptstraße. Auch im benachbarten Darlinghurst, nicht weit von der Bahnlinie, finden sich viele faszinierende Kunstwerke.

Straßenkunst ändert sich ja bekanntlich ständig, und ist meist ein interessanter Spiegel der Gesellschaft und des Zeitgeschehens. Schon seit einiger Zeit wird diese Art der Ausdrucksweise von Kritikern als legitime Kunst angesehen. Am besten nimmt man für das bessere Verständnis an einem geführten Rundgang teil. Culture Scouts sind eine gute Anlaufstelle.

Frische Garnelen am Sydney Fish Market

Balmain Bugs und Austern am Sydney Fish Market

Sydney hat wirklich ein tolles Angebot an Fisch und Meeresfrüchten. Austern und Sushi, Fish und Chips und Calamari – es ist wirklich leicht, etwas Preiswertes mit gutem Geschmack auf die Gabel zu bekommen. Das liegt natürlich vor allem daran, dass Sydney am Meer liegt. Und es gibt hier sogar immer noch eine echte Fischfangflotte. Die liegt westlich der Innenstadt am Fish Market vor Anker.

Seltsamerweise wird der Fischmarkt als Touristenattraktion von den Sydneysidern ziemlich vernachlässigt. Sicher, wenn die Feiertage vor der Tür stehen, ist hier Hochbetrieb, aber einfach nur zum Gucken, das scheint ihnen irgendwie fremd zu sein.

Dabei würden wir niemals einen Fischmarkt einfach so links liegen lassen. Und man muss noch nicht mal eines der teuren ansässigen Restaurants besuchen, um eine gute Zeit zu haben. Ein Besuch der Markthallen und ein Blick auf die bunten Auslagen reicht völlig. Vielleicht im Anschluss noch ein Picknick an den Tischen draußen, oder ein Spaziergang am Wasser entlang Richtung Balmain. Fertig.

Familienspaß in der Künstlerkolonie Bundeena

Der kleine Ort Bundeena in Sydneys Süden ist schon eine Besonderheit. Umgeben komplett von Nationalpark (dem Royal National Park) ist dieser kleine 2,000-Seelen Ort wie aus einer anderen Welt. Kein Wunder, dass sich zahlreiche Künstler hier niedergelassen haben. Da der Ort direkt am Ufer des Port Hacking liegt, kommt er zugleich mit einem kinderfreundlichen Badestrand daher.

Regelmäßig finden hier Märkte statt, wo die Einheimischen ihre Kunstwerke und Produkte feilbieten und lokale Bands aufspielen. Natürlich gibt es hier auch eine ganze Reihe von Kunstgalerien. Perfekt für einen entspannten Tagesausflug mit der Familie.

Am besten erreicht man Bundeena entweder von Süden kommend durch den Nationalpark mit dem Auto (so kann man dann auch noch andere Ziele im Royal National Park ansteuern, wie den berühmten Figure 8 Pool oder das bezaubernde Wattamolla). Oder, was noch viel schöner und praktischer ist, man nimmt den Zug bis Cronulla und setzt dann mit der kleinen Personenfähre über.

Detail in Vaucluse House

Kolonialgeschichte in Vaucluse House

Wenn man so heute die gläsernen Bürotürme in der Innenstadt anschaut, vergisst man leicht, dass Sydney vor gar nicht allzu langer Zeit eine Kolonie des British Empire war. Es gibt so einige Museen in der Stadt, die diese Zeit herrlich beleuchten. Aber was noch viel schöner ist, ist gelebte Geschichte.

Vaucluse House in der Nähe von Bondi ist eines der letzten Herrenhäuser, die noch im Stadtgebiet vorhanden sind. Erbaut von einem der führenden Persönlichkeiten in den Frühzeiten der Kolonie, Anwalt und Politiker William Wentworth, ist dieses Anwesen ein herrliches Beispiel für das Leben der oberen Zehntausend in dieser Zeit. Das Haus ist umgeben von einem formellen Garten und einer – mittlerweile dezimierten – Parkanlage, die bis zum Hafenufer reicht.

Ein Rundgang durch das wunderschöne Haus ist unterhaltsam und lehrreich. Ein bisschen so wie Downton Abbey, weil man viel darüber lernt, wie so ein Haus damals eigentlich geführt wurde. Im Anschluss kann man mit der Familie im nahegelegenen Nielsen Park picknicken und baden, oder man gönnt sich einen traditionellen High Tea im angeschlossenen Teehaus.

Rouse Hill House and Farm Schulgebäude

Kolonialfarm Rouse Hill House & Farm

Auch ein Haus aus den  Frühzeiten der Kolonie, aber ein ganz anderes. Im Gegensatz zu Vaucluse House war Rouse Hill immer schon eine Farm auf dem Lande, die sich der landwirtschaftlichen Produktion verschrieben hat. Eine der ersten in dieser Gegend, um genau zu sein. Neben dem Herrenhaus gibt es eine ganze Anzahl von Nebengebäuden, Ställen und Schuppen zu begutachten. Der Ausdruck Gentleman-Farm trifft es vielleicht ganz gut, denn das Haus hat schon einigen Prunk aufzuweisen.

Jedoch ist dies kein restauriertes Haus, das wie ein Museum daherkommt. Als das letzte Familienmitglied in den 90er Jahren auszog, wurde das Haus versiegelt und in dem Zustand belassen, wie man es vorgefunden hat. Das bedeutet nicht nur knarzende Bodendielen und verblichene Tapeten, sondern auch jede Menge Oldtimer und die Kritzeleien vom Nachwuchs an den Wänden.

Da sich Rouse Hill so ziemlich am nördlichen Stadtrand befindet, benötigt man schon einen Mietwagen, um hier rauszukommen. Eine Teilnahme am Rundgang ist Pflicht; man kann das Haus nicht einfach so besichtigen. Aber unserer Meinung nach lohnt sich der Trip.

Süße Katzen und starken Kaffee bei Catmosphere

Liebt ihr Katzen? Dann seid ihr bei Catmosphere ganz richtig! Dies ist ein Katzencafé in Sydney, das heißt, neben Kaffee und Kuchen gibt es hier jede Menge vierbeinige Unterhaltung. Nicht nur sind dies ganz einfach nur Katzen, sondern Castronauts!

Um dieses Café zu besuchen, müsst ihr verbuchen. Für weitere Infos bitte hier schauen.

Militärgeschichte und Hollywood im Bare Island Inselfort

Wieder so eine Attraktion, die wir erst nach Jahren in der Stadt entdeckten. Dabei spielte dieses Inselfort bereits eine Nebenrolle in einem Hollywoodfilm, nämlich Mission Impossible II. Erbaut 1800, als man Angst hatte, dass andere koloniale Mächte in die Botany Bay einlaufen könnten, um sich dieses Stück Land unter den Nagel zu reißen, liegt es ziemlich spektakulär auf einem Stück Felsen, das mittels einer Landbrücke mit dem Festland verbunden ist.

Das Fort befindet sich in einem Vorort namens La Perouse. Der seltsame französische Name stammt von einem französischen Entdecker, der nur wenige Tage nach der Ersten Flotte in Sydney eingelaufen war. Wäre er ein paar Tage früher gekommen, wäre Australien jetzt vielleicht französisch, stellt euch das mal vor! Und so zog der Franzose unverrichteter Dinge wieder ab. Kurz darauf galt seine Flotte als verschollen.

Bare Island kann man sonntags per Führung besuchen. Ab und an gibt es hier auch einen interessanten Aborigine-Markt, den Blak Market. Es verkehren regelmäßig Busse nach La Perouse.

AUTHOR - miniglobetrotter

Hallo! Wir sind die Mini Globetrotter - eine 4-köpfige Familie, die es sich in Andalusien bequem gemacht hat. Wir glauben ganz fest daran, dass Reisen mit Kindern nicht nur machbar, sondern wichtig ist. Von unserer Basis in Málaga aus erkunden wir die Welt – von Australien über den Südpazifik bis nach Europa. Lasst euch inspirieren und plant euren nächsten Familienurlaub mit uns!

No Comments

Kommentar verfassen

Abonniere unseren Newsletter!

Tipps, Tricks und Geschichten zu Familienreisen nah und fern. Gewürzt mit tollen Bildern und gespickt mit vielen eigenen Erfahrungsberichten.

Lass dir die neuesten Artikel wöchentlich per E-Mail zuschicken. Wir versprechen, das bleibt unter uns ;)


Impressum/Datenschutz

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen